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Was die Investoren über die neue Plattform von IBM für künstliche Intelligenz wissen müssen

IBM-Aktie
Foto: IBM.

IBM (WKN:851399) ist dabei, sich von einem Hardware-Unternehmen, das Server an Unternehmen verkauft, zu einem Dienstleistungsunternehmen, das seinen Kunden Plattformen, Analysen und Cloud Computing anbietet, zu entwickeln. Natürlich verkauft das Unternehmen immer noch Hardware, aber IBM befindet sich in einem Bereich, in dem Service-Einnahmen dominieren.

Zu diesem Zweck hat IBM vor Kurzem eine Ankündigung über eine neue Plattform für künstliche Intelligenz (KI) veröffentlicht, die Cloud Private for Data genannt wird. Der Name rollt nicht unbedingt von der Zunge, aber IBM sagt, dass diese neue Datenwissenschafts- und maschinelle Lernplattform es den Kunden erleichtern wird, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen.

„Die Plattform wurde entwickelt, um Unternehmen dabei zu helfen, bisher unerreichbare Erkenntnisse aus ihren Daten aufzudecken, und ermöglicht es Anwendern, ereignisgesteuerte Anwendungen zu entwickeln und zu nutzen, die in der Lage sind, die Datenströme von Dingen wie IoT-Sensoren, Online-Handel, mobile Geräte und mehr zu analysieren“, sagte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Cloud Private for Data ist eine Anwendung, die Unternehmen dabei unterstützt, aus den riesigen Datenmengen, die sie sammeln, das herauszufiltern, was sie wirklich benötigen, und diese Daten dann auf maschinelles Lernen und andere KI-Projekte anzuwenden.

Kurz gesagt, IBM versucht, die Antwort auf die Frage vieler Fortune-500-Unternehmen zu sein: „Wie können wir alle Daten, die wir besitzen, filtern und auf KI anwenden, um bessere Entscheidungen zu treffen?“ Das Unternehmen glaubt, dass seine neue Plattform den Kunden helfen könnte, ihre KI- und Entscheidungsziele zu erreichen.


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„Ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht, jedes Unternehmen wird früher oder später zu KI finden, da es der ultimative Treiber der Geschäftsumwandlung ist“, sagte Rob Thomas, General Manager of Analytics von IBM, in der Pressemitteilung.

Warum IBM auf KI-Analyseplattformen fokussiert ist

Es ist kein Geheimnis, dass die Umsätze von IBM in letzter Zeit eine große Enttäuschung für die Investoren waren. Das Unternehmen meldete Umsatzrückgänge in den letzten 22 aufeinanderfolgenden Quartalen  — bis zum vierten Quartal 2017 (gemeldet Ende Januar), in dem der Umsatz um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr stieg.

Das ist teilweise auf den Kurswechsel des Unternehmens weg vom Hardware-Geschäft zu wiederkehrenden Dienstleistungen zurückzuführen. IBM erwirtschaftet heute 61 % des Umsatzes mit Business-as-a-Service. Das Unternehmen stellte kürzlich in einer die Investorenpräsentation fest, dass Analyse, Cognitive Computing, Cloud und andere „strategische Imperative“ nun 46 % des Umsatzes des Unternehmens ausmachen, gegenüber nur 27 % im letzten Jahr. All dies bedeutet, dass IBM weiß, dass Cloud Computing, maschinelles Lernen und Analyse ein großer Teil der Zukunft des Unternehmens sind, und die neue Cloud-Private-for-Data-Plattform ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Die weltweiten Ausgaben für kognitive und KI-Systeme werden laut dem Marktforschungsunternehmen IDC im Jahr 2021 auf 57,6 Milliarden US-Dollar geschätzt, wobei bis 2021 55 % aller Ausgaben auf Fertigung, Prozesse, Gesundheitswesen, Einzelhandel und den Bankensektor entfallen sollen. Kein Wunder also, dass IBM sagte, dass seine Cloud-Private-for-Data-Plattform in naher Zukunft branchenspezifische Lösungen für Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Fertigung bieten wird.

Es ist noch unklar, wie gut IBM in der Lage sein wird, diesen wachsenden Cognitive-Computing-Markt zu erobern, aber das Unternehmen macht sicherlich Fortschritte, indem es neue Plattformen und Lösungen für seine Kunden entwickelt und damit wiederkehrende Umsätze erzeugt. Ob die Investoren geduldig genug sein werden, um auf den Trendwende von IBM zu warten, ist eine andere Geschichte. Die Aktien werden nur mit dem 11-fachen des Gewinns gehandelt, aber mindestens ein berühmter Milliardär, nämlich Warren Buffett, hat inzwischen die Geduld mit IBM verloren.

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The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger af Englisch verfasst und am 24.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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