Commmerzbank-Deutsche-Bank-Fusion in 18 Monaten? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht

Tun sie’s, oder tun sie es nicht? Für die Anleger der Commerzbank (WKN: CBK100) und der Deutschen Bank (WKN: 514000) war das innerhalb der letzten Tage eine spannende Frage.
Im Raum standen, wieder einmal, Gerüchte über eine Fusion der beiden deutschen Geldhäuser. Auch wenn zwei Kranke noch lange keinen Gesunden ergeben, könnte ein Zusammenschluss durchaus einige Synergie-Effekte freisetzen.
Doch vorerst müssen sich die Anleger wohl noch gedulden. Zumindest unterstreichen das die Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing.
Sewing über einen möglichen Zusammenschluss
Formal gesehen erteilte der Deutsche-Bank-Chef den Gerüchten sogar eine Absage. Die Deutsche Bank werde sich erst auf die eigene Profitabilität konzentrieren. Erst wenn diese Hausaufgaben erledigt seien, könne man über andere Dinge (dazu gehören wohl auch Fusionen) sprechen.
Vor allem das von mir markierte erst nährte weitere Spekulationen, wonach eine Fusion nicht abschließend vom Tisch sein dürfte. Hier und da liest man sogar, dass es bereits in 18 Monaten so weit sein könnte, da zumindest die Deutsche Bank bis dahin so manche operative Baustelle hinter sich gelassen haben möchte.
Durchaus optimistisch gedacht, wenn du mich fragst.
Spekuliere besser nicht auf so etwas …
Genau genommen stehen diese Spekulationen nämlich nach wie vor auf einem eher wackeligen Fundament. Zum einen müsste nach der Aussage von Christian Sewing die Deutsche Bank zunächst erst mal profitabler werden. Eine Aufgabe, an der sich in letzter Zeit zumindest ein Deutsche-Bank-Chef bereits die Zähne ausgebissen hat.
Außerdem hat bei einer möglichen Fusion die Commerzbank ein Wörtchen mitzureden. Auch sie befindet sich derzeit im Umbau und möchte das eigene Geldhaus digitaler, unbürokratischer und dadurch profitabler werden lassen. Ob hiernach eine Fusion auf der Agenda der Bank steht? Bleibt abzuwarten.
Und schließlich: Jeder Foolishe Investor sollte nicht lediglich auf eine Fusion als Kurstreiber spekulieren. Wie gesagt, zwei Kranke ergeben keinen Gesunden. Sofern du also nicht mehr als lediglich zwei Fusionsobjekte in der Deutschen Bank und in der Commerzbank siehst, lass besser die Finger von den beiden Aktien. Fusionsgerüchte sind schließlich keine ausgereifte und haltbare Investitionsthese, auf die ein Foolisher Investor einzig und allein seine Entscheidung stützen sollte.
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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
