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Unilever vs. General Mills: Das ist die bessere defensive Dividendenaktie!

Foto: Getty Images

Defensive Dividendenaktien stehen bei vielen Investoren momentan hoch im Kurs. Insbesondere, da die Börsenzeiten derzeit wieder als volatil gelten, sucht so mancher findige Investoren in solchen verlässlichen Ausschüttern einen sicheren Hafen.

Der Lebensmittelbereich ist hierbei gewissermaßen prädestiniert für defensive Aktien mit einem verlässlichen Geschäftsmodell – sowie Dividenden, die in eine ähnliche Richtung tendieren. Lass uns daher am besten keine weitere Zeit mehr verlieren, sondern mit Unilever (WKN: A0JMZB) und General Mills (WKN: 853862) zwei spannende Ausschütter näher beleuchten. Und unterm Strich der Frage nachgehen, welche dieser beiden Lebensmittel-Dividendenaktien wohl die attraktivere ist.

Die aktuelle Dividendenrendite

Anfangen wollen wir zunächst mit einem Blick auf die aktuelle Dividendenrendite. Unilever schüttet aktuell eine vierteljährliche Auszahlung in Höhe von 0,4104 Euro an die Investoren aus, was auf das Gesamtjahr hochgerechnet einer Dividende von krummen 1,6416 Euro entsprechen würde. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 55,20 Euro (30.09.2019, maßgeblich für alle Kurse) gleicht das einer Dividendenrendite in Höhe von 2,97 %.

Für eine defensive Dividendenperle gewiss nicht schlecht, aber mal sehen, ob General Mills hier möglicherweise noch drüberhüpfen kann. Die US-Amerikaner zahlen derzeit jedenfalls eine vierteljährliche Ausschüttung in Höhe von 0,49 US-Dollar aus, was bei einem aktuellen Kursniveau von 55,12 US-Dollar einer Dividendenrendite in Höhe von 3,55 % entspricht.

Mit einem leichten, aber dennoch deutlichen Vorsprung geht dieser erste Punkt somit an die US-Amerikaner von General Mills, allerdings sind wir noch lange nicht am Ende in unserem kleinen Foolishen Vergleich.

Dividendenkonstanz und Dividendenwachstum

Weiter geht es nämlich nun mit der für viele Dividendenjäger wichtigeren Konstanz und mit dem Wachstum, das möglicherweise in Zukunft höhere Dividendenrenditen ermöglichen könnte. Auch hierbei kann General Mills zunächst mit einigen interessanten Aspekten aufwarten, die wir uns nun näher ansehen wollen.

So schüttet der US-Lebensmittelriese beispielsweise seit über 120 Jahren jedes Jahr zumindest eine Dividende aus. Gut, alleine das Vorhandensein von Zahlungen reicht nicht für eine qualitative Dividendenaktie aus, dafür hat der Konzern allerdings auch in den vergangenen 20 Jahren stets zumindest eine konstante Ausschüttung ausgezahlt. Sowie diese innerhalb dieses Zeitraumes von 0,54 US-Dollar pro Jahr auf das aktuelle Niveau deutlich mehr als verdreifacht.

Unilever kann jedoch ebenfalls mit einer spannenden und insbesondere zuverlässigen und wachsenden Dividendenhistorie auf sich aufmerksam machen. Diese Dividendenperle hält nicht bloß seit inzwischen 24 Jahren die eigene Ausschüttung konstant, sondern erhöht sie sogar Jahr für Jahr. Mit lediglich einer weiteren Erhöhung wird der Lebensmittelkonzern daher ins Reich der Dividendenaristokraten aufsteigen.

Zudem hat der europäische Fast-Aristokrat innerhalb der vergangenen 20 Jahre die eigene Ausschüttung von 0,42 Euro auf das aktuelle Niveau ebenfalls knapp verdreifacht. Aus Sicht des Dividendenwachstums unterscheiden sich beide Aktien daher eher marginal.

Ich würde daher an dieser Stelle dazu übergehen, hier den Punkt zu teilen, da wirklich beide Aktien über spannende, verlässliche und wachsende Ansätze verfügen. Es bleibt daher bei einem Vorteil für die US-Amerikaner.

Das aktuelle Ausschüttungsverhältnis

Unilever kann allerdings noch gleichziehen, sofern hier das Ausschüttungsverhältnis niedriger ist. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018 kam dieser Lebensmittelkonzern jedenfalls auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,50 Euro. Die aktuelle Dividende kommt somit auf eine Ausschüttungsquote von 46,8 %, was eher moderat scheint.

General Mills kam im vergangenen Geschäftsjahr 2018 hingegen auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,92 US-Dollar. Damit gleicht die derzeitige Dividende von 1,96 US-Dollar einem Ausschüttungsverhältnis von rund 67 %, was eindeutig höher ist. Unilever hat daher noch mehr Möglichkeiten für künftiges Dividendenwachstum, weshalb dieser Punkt an unseren europäischen Vertreter geht.

Der Sieger heißt …

… heute sowohl General Mills als auch Unilever. Beide Lebensmitteldividendenperlen verfügen nämlich über zuverlässige und wachsende Dividenden, wobei es Nuancen bei den Dividendenrenditen und den Ausschüttungsverhältnissen gibt. Wer jedoch auf der Suche nach einer defensiven Dividendenaktie mit einer Rendite von ca. 3 % ist, kann bei beiden einen interessierten Blick riskieren – durchaus ein Ergebnis, das alles andere als schlecht sein dürfte.

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Vincent besitzt Aktien von General Mills. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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