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Nordex-Aktie startet 2019 richtig durch – weitere Rallye auch 2020?

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Foto: Getty Images

Die Aktie von Nordex (WKN: A0D655) hat sich im noch gerade so aktuellen Börsenjahr 2019 definitiv von ihrer Schokoladenseite präsentiert. Ausgehend von einem Kursniveau von lediglich 7,85 Euro startete das Papier richtig durch und notiert gegenwärtig bei 12,51 Euro (16.12.2019, maßgeblich für alle aktuellen Kurse). Das entspricht immerhin einem Kursplus von sage und schreibe 59 % im Jahresvergleich, womit die Aktie definitiv ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben hat. Anfang Juli notierte Nordex sogar bei über 14 Euro je Aktie, was diese Entwicklung noch bemerkenswerter macht.

Innerhalb der vorherigen Quartale war das nicht immer der Fall. Die Aktie von Nordex sank, bedingt durch einen negativen Newsflow und Einbrüche bei den Aufträgen, von zwischenzeitlich 32 Euro im Jahre 2016 auf das Korrekturniveau zum Jahresanfang. Eine bemerkenswerte Negativentwicklung, die mit diesem Lebenszeichen allerdings nun ein Ende gefunden haben könnte.

Zumindest deutet in diesen Tagen einiges darauf hin, dass diese Dynamik noch nicht zu Ende sein könnte. Nach einer ganzen Reihe von Aufträgen in diesem Jahr und entsprechend vollen Auftragsbüchern kommen nämlich drei weitere langfristige Verträge hinzu, die die Planungssicherheit noch einmal erhöhen könnten.

Drei Deals zum Ende des Jahres

Wie Nordex per Ende des Jahres bekannt geben konnte, ist dem Unternehmen die langjährige Verlängerung von auslaufenden Verträgen gelungen, die für die kommenden Jahre für solide Erträge stehen könnten. Demnach gehen zwei Wartungsverträge in Uruguay in eine weitere Runde. Die jeweiligen Windparks mit einer Leistung von jeweils über 50 Megawatt werden demnach in den kommenden fünf Jahren weiterhin von Nordex gewartet. Definitiv zwei wertvolle Partnerschaften, die seit 2015 beziehungsweise 2014 bestehen und nun in die Verlängerung gehen.


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Doch auch in den USA konnte ein weiterer Vertrag im Kontext von Wartungsarbeiten verlängert werden. Bei einem weiteren Projekt, das es ebenfalls auf eine Leistung von 50 Megawatt bringt, wird Nordex sogar für die kommenden zehn Jahre die Wartung übernehmen. Bereits seit dem Jahre 2011 ist der deutsche börsennotierte Hersteller von Windkraftanlagen hier bei der Wartung aktiv und die Verlängerung dürfte auch hier ein wichtiger Schritt in eine planbare und nachhaltige Zukunft sein.

Bereits innerhalb der vergangenen Wochen und Monate konnte Nordex dabei mit weiteren spannenden Aufträgen glänzen, die die operative Ausgangslage hier deutlich verbessert haben, was unterm Strich eine wesentliche Erklärung für die Rallye in diesem Börsenjahr sein dürfte.

Die Aussichten hellen sich auf

Unterm Strich hellen sich auch dadurch die Aussichten bei dem ehemals kriselnden Windkraftanlagenbauer auf. Innerhalb der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres vergrößerte sich zwar der Verlust auf rund 71 Mio. Euro. Allerdings dürften die besseren Aussichten und die höheren Aufträge hier ein wichtiger Schlüssel zum operativen Turnaround werden.

So stieg das Auftragsvolumen innerhalb dieses Zeitraums im Jahresvergleich um mehr als 41 % auf rund 3,3 Mrd. Euro, wodurch sich auch der Bestand an Aufträgen unterm Strich um starke 52 % verbesserte. Nordex dürfte daher in den kommenden Wochen und Monaten zu tun haben, was hier so manchen Zweifel zerstreuen könnte.

Dadurch verbesserten sich auch die Umsätze im Jahresvergleich um 9,6 % auf inzwischen 1,94 Mrd. Euro für die ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres. Die starken Aufträge in dieser Börsenperiode und die Neuzugänge könnten deutlichmachen, dass in den kommenden Monaten mit keiner Ebbe zu rechnen ist. Zumal die Wartungsverträge längerfristiger Natur sind und über die nächsten Jahre stabile Umsätze und Ergebnisse zum operativen Erfolg beisteuern.

Günstige Bewertung, hohe Aufträge, Turnaround-Fantasie

Die Aktie von Nordex könnte somit eine gewisse Turnaround-Fantasie besitzen. Nach schwierigen zweieinhalb Geschäftsjahren mit einem Kurseinbruch von zwischenzeitlich bis zu 75 % kämpft sich die Aktie in diesen Tagen beeindruckend zurück. Sollten die Auftragseingänge hier auch im kommenden Börsenjahr anhalten und sich das Zahlenwerk durch die hohe Auslastung verbessern, spricht wohl wenig gegen eine Fortsetzung der aktuellen Erholungsbewegung.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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