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Dividendenaristokrat mit A-Klasse gesucht? Altria und AT&T im Blick!

Exponentieller Chart Dividende Börsenerfolg Kursverdopplung Tenbagger Aktie
Foto: Getty Images

Dividendenaristokraten befinden sich noch immer in der Gunst vieler Einkommensinvestoren. Mit ihrer Historie, die besagt, dass sie seit mindestens 25 Jahren stets einmal jährlich die eigene Dividende angehoben haben, stehen viele Aktien hier häufig für Qualität ein. Für eine solche Präferenz gibt es daher durchaus einige Gründe.

Nichtsdestoweniger haben viele dieser Dividendenaristokraten inzwischen auch eine Premiumbewertung, was sich gerade in der aktuellen Börsenphase mit Rekordständen bemerkbar macht.

Zwei Ausnahmen von dieser Regel sind gegenwärtig die Aktien von Altria (WKN: 200417) und AT&T (WKN: A0HL9Z), die eine erstklassige Bewertung aufweisen. Lass uns das im Folgenden mal etwas näher inspizieren.

Altria: Günstig und dividendenstark

Eine erste Aktie, die gegenwärtig über eine hohe Dividendenrendite verfügt, ist die von Altria. Der Zigarettenhersteller hat aktuell zwar einige Probleme in seinem Geschäftsbereich, sofern wir diesen Gegenwind gegen die Zigarettenindustrie im Allgemeinen allerdings mal ausklammern, könnte hier ein attraktives Gesamtpaket vorliegen.

Altria zahlt momentan eine Quartalsdividende in Höhe von 0,84 US-Dollar aus, die bei einem aktuellen Aktienkursniveau von 51,09 US-Dollar (21.01.2020, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 6,57 % auf annualisierter Basis entsprechen würde. Dabei zahlt der Marlboro-Hersteller seit dem Jahre 1928 stets eine Dividende aus, die außerdem in den vergangenen 50 Jahren insgesamt 54 Mal angehoben worden ist. Eine zugegebenermaßen bemerkenswerte Dividendenhistorie.

Die rund 6,5%ige Dividendenrendite könnte dabei zugleich auf eine Unterbewertung hindeuten, die sich auch in anderen fundamentalen Kennzahlen bemerkbar macht. Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,69 US-Dollar beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 13,8, was für einen Dividendenaristokraten preiswert sein könnte. Zudem zeigt dieser Wert, dass hier die Dividende noch immer ausreichend vom Gewinn gedeckt ist.

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Auf bereinigter Basis rechnet das Unternehmen außerdem mit weiteren Wachstumsraten zwischen 5 und 7 % für das volle Fiskaljahr 2019, was dieses Bewertungsmaß noch preiswerter werden lassen könnte. Die Aktie von Altria könnte somit derzeit ein echter Value-Schnapper sein.

AT&T: Ebenfalls günstig und dividendenstark?

Eine zweite Aktie, die ebenfalls vergleichsweise günstig und dividendenstark sein könnte, ist die von AT&T. Der US-amerikanische Telekommunikationskonzern erfährt glücklicherweise zwar keinen Gegenwind. Dafür sind es hier geringe Wachstumsaussichten (oder, besser, eine Stagnation), die für eine geringe Bewertung sorgen.

Nichtsdestoweniger könnte die Aktie vergleichsweise preiswert sein, insbesondere für einen Dividendenaristokraten. Seit inzwischen 35 Jahren erhöht der Konzern Jahr für Jahr die eigene Dividende, gegenwärtig werden 0,51 US-Dollar ausbezahlt, die bei einem aktuellen Kursniveau von 38,52 US-Dollar einer Dividendenrendite von 5,29 % entsprechen.

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Der 2018er-Gewinn je Aktie, der womöglich bei einer Ergebnisstagnation auch aussagekräftig für den 2019er-Wert sein könnte, belief sich dabei zuletzt auf 2,86 US-Dollar, wodurch sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 13,5 belaufen würde. Ebenfalls ein vergleichsweise günstiger Wert, der unterstreicht, dass die Dividende hier noch immer nachhaltig ist.

Auch wenn man operativ hier keine größeren Sprünge erwarten sollte, könnten Bereiche wie das Streaming für eine langfristige Wachstumsfantasie sorgen. Zudem hat in den letzten Monaten das Engagement von Paul Singer für Aufsehen gesorgt, was möglicherweise einen Konzernumbau und dadurch eine gesteigerte Profitabilität nach sich ziehen könnte. Selbst ohne Umsatzwachstum könnte hier künftig mehr vom Umsatz als Gewinn übrig bleiben.

Einen adeligen Blick wert?

Die Aktien von Altria und AT&T sind daher nicht bloß dividendenstark, sondern könnten sogar günstig sein. Zumindest deuten aktuelle Zahlen darauf hin, was oberflächlich betrachtet einen näheren Blick wert sein könnte.

Beide Aktien, beziehungsweise die Unternehmen, haben dabei zwar einige Probleme. Allerdings könnte die Frage, ob diese bereits eingepreist sind, eine sein, die man sich im Folgenden stellen sollte.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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