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Fielmann & AT&T: Das Dividendenheilmittel gegen das Coronavirus?!

Dunkle Wolken über der Fresenius-Aktie?
Foto: Ralf Anders

Zugegeben, die neue Börsenwoche sieht inzwischen wieder etwas freundlicher aus. Nichtsdestoweniger dürfte die Nervosität durch das Coronavirus anhalten. Die Gefahr einer Pandemie ist schließlich noch nicht gebannt und die Auswirkungen für die Weltwirtschaft absehbar. Entsprechend könnten uns noch ein paar volatile Tage bevorstehen.

Allerdings existieren einige Unternehmen, denen das Coronavirus wenig bis gar nichts anhaben kann. In meinen Augen gehören die beiden Namen Fielmann (WKN: 577220) und AT&T (WKN: A0HL9Z) zu diesem Kreis grundsätzlich dazu. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zu diesen vielleicht krisenbeständigen Unternehmen wissen sollten.

Fielmann: Durch COVID-19 weniger Brillen?

Eine erste Aktie, deren Geschäftsmodell dabei grundsätzlich solide erscheint, ist zunächst die von Fielmann. Als europaweit agierende Optikerkette verfügt Fielmann über ein grundsätzlich stabiles Geschäftsmodell. Die Augen vieler insbesondere europäischer und westlicher Verbraucher werden durch steigende Bildschirmnutzungszeiten und Überanstrengung immer schlechter. Ein Trend, den das Coronavirus nicht aufhalten wird.

Kurzfristig werden möglicherweise weniger Verbraucher in die Innenstädte drängen und sich hier eine neue Brille aussuchen, wenn die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist. Mittel- bis langfristig sind neue Brillen jedoch ein Trend, der relativ beständig erscheint. Bedingt durch längere Bildschirmnutzungszeiten und den demografischen Wandel dürften dabei sogar die Brillennutzungsdauer eines jeden Menschen relativ gesehen immer weiter steigen. Fielmann, als klarer Marktführer im europäischen Raum, besitzt daher langfristig die Chance auf immer mehr Absatz. Sowie teilweise wiederkehrende Umsätze, denn die Augen vieler Verbraucher werden im Laufe der Zeit konsequent immer schlechter.

Das führt hier mittel- bis langfristig zu einem sehr beständigen Geschäftsmodell, wobei auch die Dividende dieses Merkmal widerspiegelt. Im letzten Jahr hat die Optikerkette schließlich bereits zum 15. Mal in Folge die eigene Ausschüttung erhöht. Innerhalb der letzten Finanzkrise hat sich das eigene Geschäftsmodell somit bereits als solide und beständig erwiesen, zumindest was die Ausschüttungen angeht. Bei einer kommenden Dividende von 1,95 Euro je Anteilsschein beläuft sich die Dividendenrendite bei einem aktuellen Kursniveau von 64,05 Euro (03.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) nun wieder auf 3,04 % dem Coronavirus sei Dank.

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AT&T: Stabile Verträge, solide Dividende

Eine zweite Aktie, der das Coronavirus vermutlich operativ wenig anhaben kann, ist außerdem die von AT&T. Der US-amerikanische Telekommunikationskonzern verfügt schließlich über Kabel- und Mobilfunkverträge mit seinen Verbrauchern. Ein Vertragswerk, das in Zeiten des Coronavirus ebenfalls erfüllt werden muss. Das dürfte hier für operative Stabilität sorgen.

Möglicherweise für wenig Wachstum, denn auch hier gilt, dass sich so mancher in Zeiten einer ausbrechenden Pandemie wenig um neue Handy- oder Kabelverträge schert. Allerdings auch nicht um Kündigungen, die vor allem im Kabelbereich ein Thema sind. Das könnte hier sogar zu einer größeren operativen Stabilität führen.

In Anbetracht einer Prognose von einem moderaten Wachstum im niedrigsten einstelligen Prozentbereich für die kommenden Jahre ist bei AT&T sowieso keine tolle Wachstumsfantasie eingepreist, sondern bloße Beständigkeit. Immerhin: Die Streaming-Pläne, die der US-Konzern vorbereitet, dürften ebenfalls nicht sonderlich stark beeinträchtigt werden. Oder durch Verzögerungen nicht zu einem schwächeren Zahlenwerk beitragen.

Dass auch AT&T viele Krisen hinter sich gebracht hat, beweist ein Blick auf die Dividendenhistorie. Seit über 35 Jahren zahlt der US-Konzern inzwischen eine stets konstante Dividende aus, die zudem jedes Jahr mindestens einmal angehoben worden ist. Eine stabile Historie, die bereits die eine oder andere Krise weggesteckt hat. Die AT&T-Aktie bietet bei ihren vierteljährlichen Ausschüttungen von 0,52 US-Dollar und einem Kursniveau von 37,18 US-Dollar eine Dividendenrendite von 5,59 %. Möglicherweise ein stabiles Mittel gegen das Virus.

Stabile Geschäftsmodelle ohne Wenn und Aber!

In meinen Augen sind und bleiben Fielmann und AT&T daher stabile Unternehmen, deren Geschäftsmodelle möglicherweise wenig bis gar nicht durch das Coronavirus tangiert werden. Bei Fielmann werden Brillenverkäufe vielleicht verschoben, der Trend bleibt jedoch des Investors Freund. AT&T hingegen glänzt hier mit stabilen Verträgen.

Vielleicht sind das Geschäftsmodelle, über die man in der Krise nachdenken sollte. Und die dem eigenen Portfolio etwas mehr defensive Qualität verleihen können.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T und Fielmann. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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