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Ein Hauptunterschied zwischen der Corona- und der Finanzkrise

Investor denkt nach Aktien
Foto: Getty Images

Investoren von Restaurant Brands International (WKN:A12GMA) haben sicherlich nicht viel Spaß in letzter Zeit gehabt und befürchten eine weltweite Rezession. Der Aktienkurs von Restaurant Brands ist seit seinem jüngsten Höchststand um mehr als die Hälfte gesunken.

Eine interessante Überlegung ist für mich, wie stark Fast-Food-Unternehmen wie Restaurant Brands betroffen sind. Wir haben in der Finanzkrise gesehen, welche Vorteile preiswerte Lebensmittel in Zeiten großer wirtschaftlicher Not haben.

Coronavirus im Vergleich zur Finanzkrise

Ein Hauptunterschied, auf den einige Bären von Restaurant Brands hingewiesen haben, ist die Tatsache, dass ein erheblicher Teil der Geschäfte Sitzlokale sind. Drive-Thru- und/oder Lieferoptionen sind einfach nicht überall verfügbar.

Die Tatsache, dass die Umsätze bei Tim Hortons schon vor diesem Ausbruch nicht gut aussahen, hat bereits einige Investoren verschreckt. Da immer mehr Regionen der Welt offiziell abgeriegelt sind, nimmt der Drive-Thru-Verkehr immer mehr ab. Die Menschen sind nun gezwungen, zu Hause eine Tasse Instantkaffee statt einer Tasse bei Tim Hortons zu trinken.

Restaurant Brands‘ himmelhohe Bewertung

Ein weiteres Schlüsselthema für Restaurant Brands hat dem Aktienkurs in letzter Zeit geschadet: seine Bewertung. Der Aktienkurs von Restaurant Brands war schon immer teuer. Ich sehe auch gute Gründe dafür, warum dies der Fall ist.


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Die Kernmarken sind sehr starke Marken. Ich sehe ein langfristiges Wachstumspotenzial, was früher seine relativ hohe Bewertung rechtfertigte.

Im Moment bietet der Markt sicherlich keine Premium-Preise. Daher ist es verständlich, dass selbst die besten Marken und immateriellen Vermögenswerte im Moment abgewertet werden.

Die Zukunft von Restaurant Brands

Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die Investoren, die noch keine Position in Restaurant Brands haben, sich jetzt sichern können. Erstens war die Aktienbewertung buchstäblich noch nie so billig. Wenn dir also die Wachstumsthese der Kernmarken langfristig gefällt, ist dieses Wachstum jetzt mit einem Abschlag erhältlich.

Zweitens, das Geschäftsmodell von Restaurant Brands ist kapitalschonend. Das Unternehmen hat eine sehr gute Wachstumsperspektive in China, sobald dieses Virus offiziell eingedämmt ist und die Welt zur Normalität zurückkehrt.

Drittens wird Restaurant Brands von 3G und Warren Buffett unterstützt. Daher ist eine weitere große Übernahme zu Tiefstpreisen im Moment keine so verrückte Idee. Schließlich ist Herr Buffett gerne gierig, wenn andere ängstlich sind.

Fazit

Ich glaube nicht, dass sich die weltweiten Konsumtrends bei Hamburgern, Kaffee, Donuts und Brathähnchen (oder Hühnersandwiches) in irgendeiner sinnvollen Weise ändern werden. Wenn du dem zustimmst, dann könnte Restaurant Brands eine ausgezeichnete langfristige Portfolio-Ergänzung sein, besonders zu diesen Kursen. Der Aktienkurs könnte mit Sicherheit noch sinken.

Wette aber nicht Haus und Hof darauf! Wenn du denkst, dass Tim Hortons oder Burger King in 10 bis 20 Jahren noch da sein werden, so wie ich, dann könnte sich ein Kauf in ein oder zwei Jahrzehnten tatsächlich als eine großartige Entscheidung erweisen.

Bleibt Foolish, meine Freunde.

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Dieser Artikel wurde von Chris MacDonald auf Englisch verfasst und am 10.04.2020 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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