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Die Rückversicherer bleiben sparsam: Münchener Rück-Peer ebenfalls mit Aktienrückkauf-Stopp!

Aktien
Foto: Getty Images

Die deutschen Versicherer wie die Münchener Rück (WKN: 843002) oder auch die Allianz (WKN: 840400) bleiben in einer Hinsicht eigentlich sehr stabil: Trotz anderer Empfehlung der EU-Aufsichtsbehörde sind die Dividenden der beiden DAX-Konzerne weiterhin sicher. Im Rahmen dieser doch recht knappen Dividendensaison werden die Investoren entsprechend die üppigen und weiterhin zuverlässigen Ausschüttungen kassieren können.

In anderer Hinsicht wurde allerdings dennoch die Bremse gezogen: bei den Aktienrückkäufen. Beide DAX-Versicherer haben inzwischen verkündet, mit dieser Maßnahme zunächst zu pausieren. Obwohl gerade jetzt in der Korrektur und zu den günstigeren Konditionen ein idealer Zeitpunkt wäre, um effizient weiteres Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.

Die deutschen Versicherer sind dabei allerdings scheinbar in guter Gesellschaft. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf einen weiteren Peer, der jetzt verkündet hat, dass mit den Aktienrückkäufen zunächst Schluss ist.

Ein weiterer Rückversicherer mit keinen Aktienrückkäufen

Wie nun die Swiss Re (WKN: A1H81M) verkündet hat, werden die bisherigen Aktienrückkäufe ebenfalls ausgesetzt. Ursprünglich hatte das Management hier geplant, im Laufe dieses Jahres für rund 1,0 Mrd. Schweizer Franken eigene Aktien zu kaufen und einzuziehen. Eine Maßnahme, die Investoren hier ebenfalls stutzig gemacht haben dürfte.

Dabei verweist die Swiss Re ebenfalls auf die Zeit des Coronavirus und die damit verbundenen Unsicherheiten. Grundsätzlich seien die Auswirkungen zwar absolut beherrschbar, wie das Management im Rahmen dieser Unternehmensmitteilung verkündet hat. Allerdings wolle man das Geschäft dennoch mit der notwendigen Vorsicht und Kapitalallokation führen, wie es sinngemäß im Wortlaut heißt.

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Für den operativen Alltag besteht entsprechend keine Gefahr und es gebe keinerlei Unterbrechungen. Auch Schadensfälle würden weiterhin geprüft und ausgezahlt, wie es sinngemäß weiter hieß. Nur sei mit den Aktienrückkaufen in Anbetracht der potenziell unsicheren Zeiten zunächst Schluss.

Eine Frage eines guten Managements?

Dennoch sollten Investoren auch an dieser Stelle zumindest leicht mit den Zähnen knirschen. In guten Börsenjahren teuer Aktien zu kaufen und bei günstigen Aktienkursen mit dieser Maßnahme plötzlich zu stoppen, ist nicht sonderlich effizient, was den Kapitaleinsatz anbelangt. Eine Foolishe Kritik, die auch im Vorfeld bereits die Allianz und die Münchener Rück beim Aussetzen der Rückkaufprogramme getroffen hat. Wobei es hier grundsätzlich auch um die Bewertung des Managements gehen könnte.

Einige wenige Aktien, wie beispielsweise die Softbank oder auch LTC Properties, haben schließlich bislang ihr Pulver trocken gehalten, um jetzt in einem großen Ausmaß eigene Aktien zurückkaufen zu können. Günstig zu kaufen ist und bleibt schließlich sowohl für Investoren als auch für Aktienrückkäufe eine wichtige Regel. Wobei noch günstiger noch effizienter bedeutet, wie jetzt eben in der Korrektur.

Sicher, der Kapitalerhalt besitzt kurzfristig natürlich eine höhere Priorität und für die Aktienrückkäufe sollte nicht die finanzielle Stabilität des eigenen Unternehmens geopfert werden. Aber dennoch ist die Frage, warum das Management dann nicht die Aktienrückkäufe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hat, wenn man sich jetzt zum Aussetzen verpflichtet fühlt. Das Kapital der vergangenen Jahre hätte schließlich jetzt ebenfalls besonders effizient eingesetzt werden können.

Das Dilemma rund um die Aktienrückkäufe

Aktienrückkäufe in der Krise bleiben entsprechend ein Thema, das Investoren beschäftigen sollte. Wie gesagt: Die finanzielle Stabilität besitzt natürlich oberste Priorität und wenn die finanziellen Mittel für andere, effizientere Zukäufe genutzt werden können, so sind auch diese Maßnahmen zu begrüßen. Die Korrektur schafft schließlich viele Optionen.

Sofern das Aussetzen der Aktienrückkäufe jedoch einfach bloß aufgrund der Krise beschlossen wird, sollten sich Investoren fragen, ob die vorherigen Aktienrückkäufe wirklich preiswert gewesen sind. Und, natürlich, warum das Management jetzt nicht besonders stark bei noch günstigeren Kursen zugreift.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz, von LTC Properties und der Münchener Rück. The Motley Fool empfiehlt Softbank.



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