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Vergiss Gold! 3 Gründe, warum ich lieber auf die Münchener Rück mit 4,36 % Dividende setze, um mein Geld zu sichern!

Gold Nuggets
Foto: Getty Images

Ist Gold für Investoren ein sicherer Hafen, um durch schwierige Zeiten zu kommen? Ja, möglich. Zumindest hat sich das Edelmetall einen gewissen Ruf diesbezüglich aufgebaut. Und häufig steigt der Kurs des unproduktiven Edelmetalls, wenn es an den Börsen schwierig wird. Eine Kritik, mit der wir Fools nicht sehr selten sparen.

Ich jedenfalls verfolge eine andere Strategie, um vergleichsweise sicher und konservativ durch die Krise zu schippern: Nämlich defensive Dividendenaktien mit zeitlosen Geschäftsmodellen. So wie die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002), die es bei einem momentanen Aktienkursniveau von 224,70 Euro (12.06.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einer zuletzt gezahlten Dividende in Höhe von 9,80 Euro noch immer auf eine Dividendenrendite von 4,36 % bringen würde.

Die attraktive Dividende ist allerdings bloß ein Grund, weshalb ich ausgerechnet auf diese Aktie setze. Ich habe jedoch zwei weitere, die langfristig orientierte Investoren kennen sollten.

1. Lass uns weiter über die Dividende sprechen

Aber zuallererst: Lass uns ein wenig weiter über die Dividende sprechen. Die Aktie der Münchener Rück zählt mit ihren über 4 % Dividendenrendite noch immer zu den höheren Ausschüttern. Sowie gleichzeitig auch zu den zuverlässigeren. Seit dem Jahre 1969 zahlt der DAX-Rückversicherer schließlich schon sehr beständig und ohne Kürzung an die Investoren aus. Jetzt, in Zeiten des Coronavirus, zeigt sich ein weiteres Mal, wie krisenresistent die Ausschüttung ist.

Wenn wir lediglich konstante Ausschüttungsverhältnisse an den Tag legen würden, so würde es außerdem bloß ca. 23 Jahre dauern, bis die Aktie der Münchener Rück mit ihrer Dividende den eigenen Einsatz zurückbezahlt hätte. Zumindest, wie gesagt, gemessen am aktuellen Einstandskurs und bei einer konstanten Dividende.

Allerdings ist eine konstante Dividende eigentlich nicht die langfristige Option. Alleine in den letzten 15 Jahren hat sich die Dividendensumme je Aktie schließlich mehr als verdreifacht. Außerdem könnte eine einsetzende Volatilität zu höheren Dividendenrenditen führen. Beides kann diese Zeitspanne deutlich verkürzen.

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2. Starke operative Entwicklungen möglich

Die Aktie der Münchener Rück verfügt außerdem mittel- bis langfristig über ein starkes Potenzial. Allerdings nicht in diesem Jahr: Das Management hat inzwischen bestätigt, dass es kein Jahr geben wird, dass an den Erfolg des Vorjahres anschließen kann. Entsprechend wird es zunächst im Jahr 2020 auch vermutlich nix mit einem moderaten Wachstum und einem Gewinn in Höhe von 2,8 Mrd. Euro.

Das dürfte allerdings bloß ein kurzzeitiger Einbruch sein, der langfristig geglättet werden kann. Insbesondere jetzt verfügt der DAX-Rückversicherer nämlich über starke Möglichkeiten. Einerseits möchte das Management zukünftig vermehrt auf Cyber- und Umweltrisiken setzen, die zu einem Wachstumsmarkt werden sollen. Jetzt, nach der Corona-Epidemie, dürfte auch eine stärkere Absicherung gegen wirtschaftliche Folgen einer Epidemie gefragter denn je sein. All das kann die Prämieneinnahmen signifikant ansteigen lassen. Und eben weiteres Wachstum ermöglichen.

Des Weiteren werden auch die Anlageergebnisse der Münchener Rück mittel- bis langfristig mit solideren Gesamtmärkten wieder steigen. Vieles deutet daher gerade jetzt und nach einem schwächeren Geschäftsjahr 2020 auf solide Wachstumsaussichten hin.

3. Mein Anteil wird konsequent größer

Zu guter Letzt und eine weitere, eher kosmetische Feinheit ist außerdem, dass der Anteil der Aktienbesitzer konsequent über Jahre und Jahrzehnte größer wird. Das ist allerdings nicht auf irgendeine Magie zurückzuführen, sondern auf die regelmäßigen Aktienrückkäufe, die das Management tätigt.

Mit Ausnahme von diesem Jahr, wo die EU-Versicherungsaufsichtsbehörde sich verstärkt gegen Dividenden und Aktienrückkäufen ausgesprochen hat, gab es eine gewisse Regelmäßigkeit bei dieser Kapitalmaßnahme. Das Management der Münchener Rück hat dabei konsequent für eine Milliarde Euro in den letzten Jahren eigene Aktien gekauft und eingezogen, was einem Anteil von ca. 3 % entsprochen hat. Und über viele Jahre die Anzahl ausstehender Aktien bedeutend reduziert hat.

Klingt nach einer kleinen Maßnahme? Ist es aber nicht. Durch die Aktienrückkäufe wird das Wachstum je Aktie schließlich weiter beschleunigt. Zudem werden die Dividendenzahlungen preiswerter, was für weitere Erhöhungen spricht. Die eigentlich beständigen Aktienrückkäufe daher zu unterschätzen ist ein großer Fehler. Auch hier zeichnet sich im Grunde genommen die defensive Klasse mit einem beständigen, moderaten Wachstum ab.

Kein Gold, sondern DAX-Rückversicherer!

Wenn es bei mir daher um defensive Klasse und sichere Häfen geht, so ist die Aktie der Münchener Rück immer sehr gefragt. Die Dividende, die operativen Chancen und die Aktienrückkäufe sind dabei besonders wichtig. Genauso wie die noch immer preiswerte fundamentale Bewertung, die man als vierten Grund anführen könnte. Gold jedenfalls brauche ich in meinem Portfolio nicht.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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