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Oh-oh: Greift Square Wirecard jetzt etwa im Heimatmarkt an?!

Kunde zahlt mobil im Restaurant
Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) besitzt momentan zwar einige Baustellen. Unter anderem die Stichworte BaFin, die Folgen des KPMG-Berichtes sowie einige Terminverschiebungen gehören beispielsweise dazu. Das Wachstum selbst ist es eigentlich nicht.

Der DAX-Zahlungsdienstleister hat mit seinen Quartalszahlen ein weiteres Mal ein solides Wachstum präsentieren können. Außerdem nahm die Schlagzahl der Partnerschaften in den letzten Tagen wieder ordentlich zu. Das dürfte auch einigen Skeptikern zeigen, dass zumindest die fundamentale Ausgangslage interessant bleibt.

Es könnte sein, dass Wirecard mit Square (WKN: A143D6) jetzt einen Konkurrenten im Heimatmarkt bekommt. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen müssen. Und ob das Wachstum ernsthaft bedroht ist.

Square mit Übernahme und Europa im Fokus

Wie Square in dieser Woche verkünden konnte, habe man sich in Europa mithilfe eines Zukaufs verstärkt. Demnach habe man das spanische Unternehmen Verse übernommen. Über die Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Fest steht allerdings, dass Verse der Cash-App-Division zugeordnet werden soll. Ein interessanter Schritt.

Verse erlaubt es seinen Mitgliedern, Geld an Freunde und Verwandte zu versenden. Und das zunächst gratis. Allerdings besitzt das Unternehmen auch einen anderen Fokus. Unter anderem soll die Applikation beispielsweise bei der Budgetierung von Kosten helfen und besitzt außerdem Mehrwertservices wie eine digitale Kreditkarte. Services, die wir auch von Wirecard kennen.

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Wie Square im Rahmen der Unternehmensmitteilung weiterhin schrieb, sei man bei Verse daran interessiert, das Wachstum in Europa fortzusetzen. Wobei das Unternehmen zunächst eigenständig bleiben soll. Wird Square jetzt für Wirecard zu einer Bedrohung?

Es könnte einen Bereich treffen …

Die Antwort heute ist ein klares: Jaein. Verse ist für Square eine Übernahme, die im Grunde genommen da anknüpft, wo auch der Mutterkonzern bislang seine Stärke besitzt: Bei einer Applikation, die die private Geldverwaltung und das Bezahlen in den Vordergrund rückt. Dass Verse außerdem bei der Cash App angedockt wird, zeigt das doch sehr deutlich.

Damit könnte Square mit dem Wirecard-Angebot von boon Planet konkurrieren. Mit diesem Zweig ist der DAX-Zahlungsdienstleister schließlich vor einigen Monaten ebenfalls vermehrt in das Privatkundensegment eingedrungen. Bedenken sollten wir allerdings das Folgende: Verse ist kein neuer Konkurrent, sondern einer, den es schon seit dem Jahre 2015 gibt. Und der ebenfalls den Wachstumsmarkt der privaten Zahlungsdienstleistungen im Fokus hat.

Eigentlich ändert sich für Wirecard daher noch nix. Es könnte jedoch sein, dass Square mittel- bis langfristig auch sein Werben im europäischen Markt erhöht, was grundsätzlich aufgrund der Größe des US-Konzerns zu mehr Konkurrenz führen könnte. In einem solchen Szenario könnte es etwas enger werden. Wobei der Markt der privaten Finanzdienstleistungen in Europa vermutlich noch viel Spielraum besitzt, sodass Wirecard und die Square-Lösungen parallel wachsen könnten.

Keine Panik!

Dass Square Verse gekauft hat, mag daher ein Wink in Richtung Europa sein. Im Endeffekt ändert sich für das Wachstumspotenzial von Wirecard zunächst wenig. Zumal der Fokus auch ein etwas anderer ist. Der DAX-Konzern setzt schließlich vor allem auf das Abwickeln von Transaktionsvolumen, der Privatkundenbereich ist ein eher kleines zweites Standbein.

Dennoch ist es bemerkenswert, dass es Square mit einer Übernahme jetzt vermehrt auf den europäischen Markt zieht. Das gilt es durchaus im Auge zu behalten.

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Vincent besitzt Aktien von Square und Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Square und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $70 Put auf Square.



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