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Dividendenaristokrat Fresenius im Quick-Check: Was können Investoren im zweiten Quartal erwarten?!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Fresenius (WKN: 578560) hat sich im Nachgang des Corona-Crashs wieder sehr positiv entwickelt. Unterm Strich stiegen die Anteilsscheine von ihrem Tief bei 26,52 Euro, markiert im März, auf das derzeitige Kursniveau von 45,99 Euro (02.07.2020, maßgeblich für alle Kurse). Das entspricht einem starken Plus von 73,4 %.

Was die Gründe für diese solide Entwicklung gewesen sind? Da mag es so einige gegeben haben: Die weiterhin stabile Dividende könnte ein Auslöser gewesen sein, genauso wie die insgesamt eher defensive Ausrichtung des Gesundheitskonzerns. Die womöglich übertrieben preiswerte Bewertung könnte gewissermaßen das i-Tüpfelchen gewesen sein.

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Da das halbe Börsenjahr 2020 inzwischen gelaufen ist, dürfte sich bald eine weitere Frage stellen: Wie ist der operative Verlauf des DAX-Dividendenaristokraten gewesen? Speziell das zweite Quartal dürfte bald relevant werden. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren jetzt womöglich erwarten können.

Eine vage Einschätzung des Managements

Grundsätzlich ist das Coronavirus natürlich ein Thema gewesen, das viele Aktien und Unternehmen bewegt hat. Insbesondere natürlich auch in unserem eher zyklisch ausgerichteten Leitindex, dem DAX. Das Management von Fresenius hat hier eine erste, wenngleich relativ vage Einschätzung gegeben, die Investoren auf den Investor-Relations-Seiten des DAX-Konzerns vorfinden können. Wörtlich heißt es hier:

Die Covid-19-Pandemie stellt auch Fresenius vor nicht gekannte Herausforderungen. Die letzten Wochen haben gezeigt: Wir werden gebraucht, gerade jetzt. Unsere Beiträge zum Funktionieren der Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt sind gerade in solchen Krisenzeiten unverzichtbar. Wir setzen alles daran, unsere Patientinnen und Patienten weltweit weiter bestmöglich zu versorgen. Dass uns das bislang gut gelingt, ist vor allem dem großartigen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken. Unsere soliden wirtschaftlichen Ergebnisse im 1. Quartal belegen, wie robust und widerstandskräftig unsere Geschäfte sind. Wie sich Covid-19 konkret im gesamten Geschäftsjahr auswirken wird, lässt sich noch nicht verlässlich sagen. Klar ist, dass wir uns weiterhin engagiert für unsere Patientinnen und Patienten einsetzen und damit maßgeblich zur Bewältigung der Pandemie beitragen werden.

Das heißt für mich übersetzt: Das Coronavirus ist zwar eine Belastung, allerdings eher eine, die den operativen Alltag des Gesundheitskonzerns prägt. Sprich, die Krankenhäuser, in denen Hygienemaßnahmen wichtiger werden. Wirtschaftlich scheint sich Fresenius weiterhin in der Spur zu sehen.

Unterm Strich könnte das eben auf das defensive Geschäft zurückzuführen sein. Das Gesundheitswesen ist und bleibt alles andere als zyklisch und entsprechend ist ein Großteil der Umsätze weitgehend stabil. Wobei es natürlich Risiken gibt, die sich allerdings im ersten Quartal noch nicht gezeigt haben.

Das erste Quartal als Indikator?

Wie wir mit Blick zurück schließlich feststellen können, hat Fresenius innerhalb der ersten drei Monate sehr solide abgeliefert. Die Umsätze stiegen innerhalb dieses Zeitraums um 8 % beziehungsweise währungsbereinigt um 7 %. Das EBIT stagnierte hingegen bei 1.125 Mio. Euro beziehungsweise gab währungsbereinigt moderat um 2 % nach. Das Konzernergebnis stieg hingegen um 2 % beziehungsweise um 1 % auf währungsbereinigter Basis. Wie gesagt: Das operative Geschäft erwies sich hier als robust beziehungsweise weiterhin moderat wachsend.

Auch der Ausblick machte weiterhin Mut: Das Management von Fresenius hat gemäß der Zahlen für das erste Quartal die eigenen Prognosen aufrechterhalten. Demnach könnte der Konzernumsatz in einer Spanne zwischen 4 und 7 % steigen, wobei die Ergebnisse in einem Korridor zwischen 1 und 5 % klettern sollen.

Allerdings gibt es hier eine Einschränkung: Nachdem das Coronavirus sich jetzt weiter entwickeln konnte, möchte das Management gemäß der ersten Quartalszahlen mit den Halbjahreszahlen womöglich den Ausblick überprüfen. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass es zu einem Absenken der Prognosen kommt. Bloß, dass die bisherigen Prognosen eben mit leichter Vorsicht genossen werden sollten.

Eine spannende Aktie!

Unterm Strich könnte die Aktie von Fresenius zu den Halbjahreszahlen daher eine gewisse Spannung mitbringen. Werden die Prognosen revidiert? Oder wird es erneut eine positive, stabile oder sogar moderat wachsende Überraschung geben? Beides scheint nach dem aktuellen Verlauf möglich. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 13 könnte allerdings noch immer auch ein gewisses Enttäuschungspotenzial eingepreist sein.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.



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