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Investieren in Aktien oder ETFs? Diese Punkte solltest du beachten!

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Foto: Getty Images

An der Börse scheiden sich die Geister, ob zur Vermögensbildung Aktien oder doch Exchange Traded Funds (ETFs) besser geeignet sind. Daher stelle ich für euch ein paar Kriterien in den Raum, die euch zum Nachdenken anregen und euch bei dieser Entscheidung unterstützen sollen.

Rendite und Volatilität

Die Rendite ist für viele Anleger das entscheidende Kriterium für oder gegen eine Anlageform. Dabei solltest du jedoch beachten, dass hohe Renditen in der Regel auch mit einem hohen Risiko einhergehen. Denn natürlich hättest du mit einer Investition in nur zwei Unternehmen wie Teladoc oder Fastly in diesem Jahr jeden ETF geschlagen.

Dennoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass du stets auf das beste Pferd setzt. Daher solltest du nicht nur vergangene Renditen analysieren, sondern auch die Volatilität der Aktien oder des ETFs berücksichtigen. Unter Volatilität versteht man die Abweichung vom Mittelwert. Das bedeutet, je höher die Volatilität ist, desto schwankungsfreudiger und riskanter ist die Anlageform.

Hier hast du bei einer Investition in ETFs einen kleinen Vorteil, denn die vergangene Volatilität wird hier bereits als Fondseigenschaft angegeben und lässt sich einfach vergleichen. Stellst du dir dein Portfolio durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Aktien selbst zusammen, kannst du zwar die vergangenen Renditen leicht analysieren, jedoch die Volatilität nicht so einfach berechnen.

Gebühren

Ein entscheidendes Kriterium kann auch das Preis- und Leistungsverzeichnis deines Brokers sein. Hier muss zunächst unterschieden werden, welche Kosten einmalig beim Kauf oder Verkauf sowie welche Kosten laufend anfallen.

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Stellst du dir beispielsweise dein Portfolio aus 50 Einzelaktien zusammen, sind die Transaktionskosten in der Regel deutlich höher als bei einer einmaligen Investition in einen ETF.

Nichtsdestotrotz fallen dafür bei einem ETF laufende Kosten an, die in der Regel zwischen 0,1 % und 0,7 % p. a. der Anlagesumme betragen. Daher kommt es hier auf den Anlagehorizont an, ob sich vergleichsweise hohe Kauf- und Verkaufsgebühren von Einzelaktien amortisieren.

Motivation

Das wohl wichtigste Kriterium, das darüber entscheidet, ob man zu Aktien oder ETFs tendiert, ist wohl die eigene Motivation. Denn ist man von der Börse fasziniert und möchte sich regelmäßig damit beschäftigen, wird man voraussichtlich Aktien zur langfristigen Vermögensbildung verwenden.

Hat man jedoch weder großes Interesse noch Wissen über die Börse, solltest du voraussichtlich dein Vermögen mit einem gut gestreuten ETF aufbauen. Denn in diesem Fall hast du mit einer Investition in Einzelaktien nicht viel zu gewinnen.

Fazit

Eine entscheidende Erkenntnis an der Börse ist, dass man nie alles auf ein Pferd setzen sollte. Ähnlich sehe ich dies bei der Entscheidung zwischen Aktien und ETFs, die man als Anleger in der Form nicht treffen muss. Denn eines der wichtigsten Ziele an der Börse sollte die Reduktion der Volatilität des Portfolios sein.

Um diese nachhaltig zu reduzieren, könnte man beispielsweise den Großteil des investierten Betrages in ETFs anlegen und zusätzlich Investments in besonders aussichtsreiche Aktien forcieren. So könnte man die Vorteile beider Anlageformen miteinander kombinieren.

Nichtsdestotrotz kann man eine Portfoliodiversifikation auch mit Einzelaktien erreichen. In diesem Fall solltest du jedoch zwingend darauf achten, dass du genügend Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen auswählst und keine „Lieblingsaktien“ übergewichtest. Denn das Schicksal deines Portfolios solltest du nie von einem oder zwei Unternehmen abhängig machen.

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Michael besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Fastly und Teladoc Health.



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