Alle guten Dinge sind 4? Zumindest jetzt bei Buffett & Bank of America

Warren Buffett ist in den letzten Tagen und Wochen mächtig in Kauflaune: Neben der eigenen Aktie Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) und der Erweiterung von Berkshire Energy steht jedoch ein Objekt weit oben auf seiner Liste: die Bank of America (WKN: 858388).
Bis gestern griff das Orakel von Omaha drei mal zu bei dem US-amerikanischen Geldhaus. Dabei hat das Orakel von Omaha die Beteiligung zuletzt auf einen Anteil von über 11,8 % aller ausstehender Aktien aufgestockt. Wie gesagt: Bis jetzt.
Wie aktuelle Wasserstandsmeldungen nämlich zeigen, ist Warren Buffett noch nicht fertig mit dem Kaufen der Bank-Aktien. Nein, denn eine vierte Transaktionswelle ist jetzt medial bestätigt worden. Schauen wir im Folgenden einmal, was Investoren wissen sollten. Sowie, ob alle guten Dinge vier sind und das Vorgehen des Orakels von Omaha hier eigentlich normal ist.
Alle guten Dinge sind 4: Buffett kauft weiter Bank of America
Wie vornehmlich US-amerikanische Medien jetzt unter Berufung auf weitere Daten der SEC berichtet haben, hat Warren Buffett bei Berkshire Hathaway die Beteiligung an der Bank of America erneut weiter aufgestockt. Dieses Mal flossen rund 337 Mio. US-Dollar in die Aktien des Geldhauses. Dafür hat das Orakel von Omaha anscheinend weitere 13,6 Mio. Anteile an dem Geldhaus erworben.
So weit in Anbetracht der letzten Tage und Wochen eigentlich nichts Unübliches: Insgesamt hat Buffett seit Juli rund 2,1 Mrd. US-Dollar für Anteilsscheine der Bank of America ausgegeben und seine zweitgrößte Beteiligung weiter aufgestockt. Jetzt besitzt Berkshire Hathaway demnach einen Anteil von 12 % an dem Geldhaus. Damit wird der Wert der zweitgrößten Beteiligung sukzessive weiter aufgestockt.
Der derzeitige Wert der Bank of America im Portfolio von Berkshire Hathaway beläuft sich demnach jetzt auf ca. 26 Mrd. US-Dollar. Theoretisch könnte der Kaufrausch wohl weitergehen. Wie ein Sprecher der Federal Reserve Bank von Richemont betont, besitzt Buffett wohl die Erlaubnis, seinen Anteil auf bis zu 24,9 % aller ausstehender Aktien aufzustocken. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Käufe folgen werden. Oder ob wirklich alle guten Dinge vier bleiben werden. Damit würde ich jedenfalls in Anbetracht der Kaufdynamik der letzten Tage eher nicht rechnen.
Warum kauft Warren Buffett immer Tranchen?
Die jetzt für viele Investoren wohl spannende Frage ist jedoch, warum Warren Buffett so agiert, wie er agiert. Sprich: Dass er konsequent Tranchen in dreistelliger Millionenhöhe kauft. Die ganz einfache Antwort hierauf? Genauso agiert Warren Buffett eigentlich immer, wenn er Käufe tätigt.
Häufig kriegen wir das allerdings nicht mit. Die Bank of America ist ein Spezialfall, weil Buffett stets die Beteiligungsschwelle an die SEC meldet und die Medien konsequent über die ersten Käufe des Orakels von Omaha berichten. Nach dem Zögern in den Wochen und Monaten nach dem Crash ist dieses Thema jetzt natürlich besonders interessant.
Doch auch bei anderen Käufen und Verkäufen baut Buffett häufig sukzessive Aktienpakete auf oder ab. Schon alleine, um das Handelsvolumen nicht künstlich aufzublähen. Das derzeitige Vorgehen des Orakels von Omaha ist daher eigentlich nicht ungewöhnlich. Bloß die Umstände lassen das vielleicht so wirken.
Optimismus für Bank-Aktien!
Wie auch immer: Letztlich zeigen die aktuellen Käufe, dass Warren Buffett sich und seinem Stil weiter treu bleibt. Das Orakel vom Omaha investiert bei Berkshire Hathaway weiter in Bank-Aktien. Ein Geschäftsbereich, den der Starinvestor kennt. Ist das gut, ist das schlecht? Eine andere Frage. Es könnte sich jedoch abzeichnen, dass die bisherigen Käufe noch nicht das Ende gewesen sind.
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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).