Warum die TeamViewer-Aktie jetzt auf deine Watchlist gehört

Unser Spezialist für den Fernzugriff auf Software und Geräte aller Art Teamviewer (WKN: A2YN90) nutzt seine große Verbreitung, um mit umfassenden Lösungen die Enterprise-Welt zu erobern. Auf dem Weg zur “Digital Workplace Company” musste das Management um CEO Oliver Steil immer wieder Kritik einstecken: “zu teures Marketing, zu teure Akquisitionen und zu wenig Wachstum”. Im Kursverlauf der Teamviewer-Aktie ist die Marktmeinung deutlich abzulesen.
Wir waren gespannt, ob im Q1-Bericht Besserung erkennbar ist, um unsere Investitionsthese für die Teamviewer-Aktie wieder stärker zu untermauern.
Teamviewer-Aktie: Was gibt es Neues aus dem Quartalsbericht?
Highlight war erneut das bisherige Enterprise-Geschäft, das diesmal um 18 % zulegte. Das Geschäft mit mittleren (+1 %) und kleinen Kunden (-6 %) stagniert hingegen noch. Beim neuen Enterprise-Geschäft rund um den 1E-Zukauf (DEX) ist auch im Q1 ein deutlicher Rückgang von 16 % zu verzeichnen, wobei das Management wie bereits im Februar betont, dass der Tiefpunkt im Rückspiegel liegt.
Umsatzseitig haben wir also zunächst ein gemischtes Bild. Ermutigend ist jedoch, was das Management von der Initiative TeamViewer ONE berichtet. Dabei handelt es sich um eine einheitliche, modulare Plattform, die Remote-Access, Agentless-Zugriff, AR-gestützte Assistenz und KI-basierte Automatisierung in einer einzigen Lösung für industrielle und IT-Workflows bündelt. Sie führt damit bisherige TeamViewer-Funktionalität, KI und die von 1E zugekaufte DEX-Software zusammen und wird offenbar gut angenommen.
Und weiter?
Hält das Momentum an, dann könnte sich 1E auf lange Sicht noch bezahlt machen. Die bald veröffentlichte neue Version soll noch deutlich leistungsfähiger werden, sodass die Arbeit von System-Ingenieuren, Servicedesk-Mitarbeitern und IT-Administratoren erheblich vereinfacht wird. Bereits jetzt skaliert die Nutzung von TeamViewer AI schön und das Management sieht eine Reihe von Hebeln, um die Nutzungsintensität weiter zu steigern.
Wie es sich heutzutage gehört, spricht TeamViewer davon, das KI kein Add-on ist, sondern nativer Kern. Auf dieser Basis soll eine Transition in Richtung Mehrwert-orientierter Preisgestaltung erfolgen. Die Ratschläge der Strategieberatungen werden eifrig verfolgt, was sich auch am postulierten Schwungradeffekt zeigt, der durch die kombinierten Datenströme aus Remote-Zugriffen und DEX-Telemetrie entsteht.
Was jetzt Hoffnung für die Teamviewer-Aktie macht
Aber das soll uns Recht sein. Hauptsache, TeamViewer findet den Weg zurück in die Wachstumsspur. Der adressierbare Markt wurde jedenfalls bereits erweitert, dadurch, dass im Internet der Dinge immer mehr vernetzte Endpunkte entstehen, die gemanagt werden wollen. Und die neu ausgerichtete Vertriebsorganisation kommt nun auch ins Rollen.
Zudem wollen wir nicht vergessen, dass TeamViewer ein wichtiger Partner von Apples Vision Pro ist. Wenn Apple mit der kommenden zweiten Generation im Enterprise-AR-Segment durchstartet, wird TeamViewer automatisch einer der größten Profiteure.
Der Blick auf die Finanzen
Neben dem Wachstum legen wir Wert darauf, dass TeamViewer seine traditionell hohen Margen verteidigt. Und an dieser Front sieht es unverändert gut aus: Die normalisierte EBITDA-Marge stieg auf 45,3 %. Insbesondere reduzierte Marketingausgaben haben hier geholfen. Die Mittel werden noch zurückgehalten, um dann zum Start der neuen ONE-Version in die Vollen zu gehen.
Daneben konnte die Nettoverschuldung über vier Quartale hinweg um 15 % auf 870 Mio. Euro gesenkt werden, was hilft, die Zinslast zu senken. Der freie Cashflow fiel zwar deutlich schwächer als im Vorjahr aus, aber das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern normalen Schwankungen geschuldet.
2026 ist ein Jahr, in dem viel Gutes in die Wege geleitet wird, aber Schwarz auf Weiß noch nicht viel erkennbar ist, soweit man nicht in die Details blickt. Die Prognose mit Miniwachstum und weitgehend stabilen Margen bleibt bestehen.
Unser Fazit zur Teamviewer-Aktie: Günstige Bewertung!
Auch wenn der Kurs in den vergangenen Tagen um rund ein Viertel zugelegt hat, ist die Teamviewer-Aktie so günstig, dass TeamViewers Miniwachstum ausreicht, um die Bewertung zu unterfüttern. Denn einem Kurs von aktuell etwa 5,50 Euro stehen zuverlässige Gewinne von rund 80 Cent pro Jahr gegenüber.
Greifen die Wachstumsinitiativen, dann sind schnell Gewinne jenseits von 1,10 Euro möglich, was im Kehrwert einer Kursrendite von über 20 % entspricht. Deshalb ist aus unserer Sicht klar, dass bei der Teamviewer-Aktie die Chancen deutlich überwiegen.
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