Knorr-Bremse-Aktie: Verdoppelt seit 2023 – immer noch ein Kauf?!

Knorr-Bremse (WKN: KBX100) setzt den Standard, wenn es um Technik für LKWs und den Schienenverkehr geht. Und mit der weiterhin laufenden Boost-Strategie werden margenschwache Geschäftsbereiche abgestoßen, während Zukunftsträchtiges mit klaren Wettbewerbsvorteilen den Konzern stärker macht. Daher sind und bleiben wir Fans der Knorr-Bremse-Aktie. Aber schauen wir mal im Detail auf die Zahlen.
Knorr-Bremse-Aktie: Die Fundamentalanalyse
Die gute Nachricht vorneweg: Es läuft weiterhin ausgezeichnet! Das Management spricht von einem erfreulichen Jahresstart, Rekordständen bei den Aufträgen, Margenverbesserungen und einer bestätigten Jahresprognose – mehr als ausreichend, um das Anfang des Jahres erklommene Kursniveau der Knorr-Bremse-Aktie von 100 Euro zu verteidigen.
Unter den vielen positiven Aspekten gibt es auch ein paar Negativpunkte:
- In China konnte das Rail-Geschäft nicht ganz mit dem starken Vorjahr mithalten und das Lkw-Segment stagniert.
- In Nordamerika geht es im Schienenfrachtgeschäft nicht voran und das Lkw-Segment ist dort deutlich rückläufig.
- Zudem belasteten Währungseffekte.
All das wird jedoch durch die starke Nachfrage im europäischen und indischen Schienenverkehr, dem erfolgreichen Ausbau des Signaltechnikgeschäfts und der guten Nachfrage rund um Service, Wartung, Software und Diagnose mehr als kompensiert.
Free Cashflow verdoppelt!
Die Kombination aus leichtem Umsatzwachstum und einer spürbaren Steigerung der operativen Marge führte zu einer deutlichen Verbesserung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 19,5 % auf rund 22 %. Erfreulich für Investoren der Knorr-Bremse-Aktie ist auch die Verdopplung des freien Cashflows auf 32 Mio. Euro.
Knorr-Bremse ist bislang auch kaum von den Nahost-Konflikten betroffen. Allerdings könnten sich die erhöhten Energiepreise negativ auf die Margen auswirken, falls es nicht gelingt, die Preise entsprechend zu erhöhen. Ein weiterer Effekt: Hersteller von Nutzfahrzeugen und Zügen hängen stark an stabilen Lieferketten. Sollten diese gestört werden, dann verzögern sich Projekte und Knorr-Komponenten werden später abgerufen.
Auf der anderen Seite ist Knorr-Bremse ein Zulieferer der Rüstungsindustrie, wo margenträchtiges Geschäft lockt. Die allgemein komplexer gewordene Sicherheitslage könnte auch dazu führen, dass Bahnnetze vermehrt modernisiert werden. Daran würde Knorr-Bremse als einer der führenden Partner der Rail-Industrie direkt partizipieren.
Knorr-Bremse-Aktie: Unser Fazit
Es zeigt sich erneut, wie robust Knorr-Bremse aufgestellt ist. Das Effizienzprogramm greift zunehmend und dürfte uns in den kommenden Jahren noch mehr Freude machen. Gleichzeitig sehen wir operative Entwicklungen, die uns zuversichtlich machen, dass das Wachstum an Dynamik gewinnen wird.
Die Knorr-Bremse-Aktie ist nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber aufgrund ihres hochwertigen Risikoprofils nehmen wir hier gern eine Bewertungsprämie in Kauf.
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