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Nur nicht zu kompliziert: Geh besser auf einfache Weise an die Investition in Aktien heran!

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Foto: Getty Images

Kennst du das auch? Man hat Geld für eine Investition in Aktien angespart, weiß aber noch nicht so ganz genau, in welche Werte man es eigentlich stecken soll. Ich denke, man sollte sich auf jeden Fall eine Strategie zurechtlegen, wenn man den Schritt an die Börse wagt. Denn nichts ist schlimmer, als sich völlig ohne Plan einfach zum Kauf irgendwelcher Aktien hinreißen zu lassen.

Doch wenn man sich für die Börse interessiert, wird man auf sehr viele Informationen stoßen, die es zu verarbeiten gilt. Und das kann einen manchmal durchaus etwas überfordern, sodass man danach irgendwie genauso schlau ist wie vorher. Es ist deshalb meiner Meinung nach besser, sich von Anfang an ein Konzept zu überlegen, nach welchem man dann sein Depot aufbauen kann.

Jetzt gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, die einem als Investor geboten werden. Und man kann hier sicherlich nicht pauschal für alle Anleger eine Auswahl treffen. Dennoch will ich einmal versuchen, hier etwas Hilfestellung zu geben.

Die Mischung macht’s

Man kann ja überall lesen, dass man bei der Aktienanlage immer auch auf eine gewisse Streuung achten soll. Dies ist auch vernünftig. Doch sollte man es an dieser Stelle meines Erachtens nach nicht übertreiben. Es sollte ausreichen, sich auf die drei großen Regionen Europa, USA und Asien zu konzentrieren. Wie man diese gewichtet, bleibt allerdings jedem selbst überlassen. Ich persönlich fühle mich zum Beispiel mit Aktien aus Deutschland und den USA am wohlsten. Denn gerade in diesen beiden Ländern lassen sich viele solide Aktien zum Investieren finden.

Weiterhin sollte man natürlich darauf achten, dass die erworbenen Titel auch möglichst aus verschiedenen Segmenten stammen. Denn wenn beispielsweise eine Branche in Schwierigkeiten gerät, können die Aktien aus den anderen Bereichen das Depot möglicherweise etwas stabilisieren. Ein gutes Beispiel könnte hier die Finanzkrise im Jahr 2008 darstellen. Investoren, die damals hauptsächlich im Finanzsektor investiert waren, hatten in dieser Zeit bestimmt nicht sonderlich viel zu lachen.

Seine Strategie finden

Wie bereits angesprochen ist es durchaus von Vorteil, einer bestimmten Strategie zu folgen. Hierbei gibt es natürlich eine Fülle von Möglichkeiten. Sehr beliebt ist zum Beispiel, den Fokus auf Dividendenaktien zu legen. Denn hier profitiert man in der Regel nicht nur von Kurssteigerungen, sondern auch von regelmäßigen Ausschüttungen. Und viele Anleger schätzen durchaus den passiven Geldstrom, den sie so für sich erzeugen können.

Andere wiederum bevorzugen hauptsächlich Aktien, die nur sehr wenig oder überhaupt keine Dividende zahlen. Der Hintergrund ist hier der, dass der Gewinn im Unternehmen verbleibt und für weitere Investitionen zur Verfügung steht. So könnte die entsprechende Firma schneller wachsen, was sich natürlich wiederum auf den Aktienkurs auswirken sollte. Hier wird also auf einen schnelleren Kursanstieg als bei den Dividendenaktien spekuliert.

Wer den Nervenkitzel mag, kann natürlich auch mehr Risiko eingehen. Einige Anleger setzen zum Beispiel auf Aktien, die sehr stark gefallen sind, und hoffen, bei einem Turnaround den großen Reibach zu machen. Wieder andere investieren bevorzugt in Titel, die sich im Spektrum von vermeintlich neuen Zukunftstrends bewegen. Wie du siehst, sind hier dem Investor fast keine Grenzen gesetzt.

Auf Qualität setzen

Auch wenn die zwei zuletzt genannten Strategien unter Umständen die Möglichkeit bieten, schnell hohe Gewinne einzufahren, sind die Risiken hier allerdings nicht zu unterschätzen. Wer eine langfristig ausgerichtete Investition anstrebt, sollte sich meiner Meinung nach aber lieber auf Titel mit hoher Qualität konzentrieren. Diese mögen eventuell nicht die absoluten Kursraketen darstellen, könnten aber dafür mit einer etwas langsameren, aber auch stetigeren Aufwärtsentwicklung punkten.

Ich glaube, als normaler Anleger könnte es völlig ausreichend sein, sich auf die großen Werte der bekannten Indizes zu konzentrieren. In Deutschland sind dies beispielsweise der DAX und der MDAX. Und in den USA wären hier der Dow Jones und der S&P 500 zu erwähnen. Dort findet man auch viele Unternehmen, deren Produkte man kennt oder gar selbst benutzt. Und dies könnte natürlich durchaus das Vertrauen in deren Aktien deutlich erhöhen.

Ich finde, es ist also gar nicht so schwer, sich ein breit gestreutes Depot aufzubauen. Welche Strategie dabei verfolgt werden soll, welche Aktien man erwerben möchte und welches Risiko man bereit ist einzugehen, hängt natürlich immer von einem selbst ab. Aber da du bei unseren Foolishen Artikeln gelandet bist, bin ich mir relativ sicher, dass du für dich die richtigen Entscheidungen treffen wirst oder womöglich schon getroffen hast.

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