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Vergiss Nel und Nikola: Hier kommt eine Wasserstoff-Aktie, die du bestimmt nicht auf dem Schirm hast!

Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb Wasserstoff-Aktien Wasserstoff-ETF
Foto: Getty Images

Ich weiß nicht, wie es dir geht? Aber ich kann mich noch genau an die Zeit Ende der neunziger Jahre erinnern, als sich der neue Markt gerade in seiner Hochphase befand. Hohe zweistellige Kursgewinne waren dort an der Tagesordnung. War man dort nicht investiert, konnte man dem bunten Treiben nur frustriert und ungläubig zusehen. Doch im Nachhinein entpuppten sich viele der heiß gehandelten Werte als wahre Rohrkrepierer.

An dieses Szenario denke ich irgendwie auch immer, wenn es um aktuelle Trends an der Börse geht. Ganz hoch im Kurs bei den Anlegern steht wohl das Thema Wasserstoff. Denn nachdem immer deutlicher klar wird, dass batteriebetriebene Fahrzeuge nicht der Weisheit letzter Schluss sind, rückt die Brennstoffzelle immer mehr in den Vordergrund. Hier gibt es nun die verschiedensten Firmen, von denen man sich den großen Erfolg und somit auch exorbitante Kursgewinne verspricht.

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Doch wenn ich von diesem Trend profitieren wollte, würde ich mich eher auf starke und schon lange etablierte Konzerne konzentrieren. Und von diesen gibt es tatsächlich einige, die in Bezug auf den Trend mit Brennstoffzellen angetriebener Autos hier für mich interessant erscheinen. Einen davon stelle ich im heutigen Artikel einmal kurz vor.

Vorreiter aus Frankreich

Man kann es kaum glauben, aber ein Vorreiter in Sachen Wasserstoffmobilität kommt tatsächlich aus Frankreich. Es handelt sich hierbei um den Energieriesen Total (WKN: 850727), welcher in diesem Bereich ganz vorne mitmischt. Erfolgreich hat der Konzern erkannt, dass sich der Energiemix im Mobilitätssektor verändern wird. Hier werden nämlich elektrische Antriebe in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Aber es sind wohl eher nicht batteriebetriebene Fahrzeuge, die dieses Segment in Zukunft dominieren werden. Und zwar, weil sie mit langen Ladezeiten und begrenzter Reichweite gleich zwei entscheidende Nachteile aufweisen. Doch hier gibt es ja eine fortschrittliche Alternative, die annähernd den Komfort der klassischen Mobilität bieten kann. Nämlich Wasserstoff-Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Diese können in weniger als fünf Minuten mit Wasserstoff betankt werden und haben Reichweiten von 400 bis 600 Kilometern.

Erstaunlich finde ich, dass Total in Deutschland schon im Jahr 2002 seine erste Wasserstoff-Tankstelle eröffnet hat. Damit gehört das Unternehmen ganz klar zu den Vorreitern bei der Entwicklung der Infrastruktur in diesem Bereich. Unter anderem ist es auch Mitglied von H2 MOBILITY Deutschland. Dies ist ein Joint Venture, welches sich für den flächendeckenden Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur verantwortlich zeigt. Die geplanten H2-Stationen sollen insbesondere die Versorgung in den Ballungsräumen sowie entlang der Autobahnen und Fernstraßen sicherstellen.

Allgemein kann man sagen, dass Total sehr große Chancen in der Wasserstofftechnologie sieht. Um auch vermehrt Wasserstoff in seinen Raffinerien einzusetzen, hat der Mineralölkonzern im letzten Jahr eine Kooperation mit dem Dresdner Start-up Sunfire geschlossen. Sunfire entwickelt und produziert Hochtemperatur-Elektrolyseure und Brennstoffzellen.

Ein Blick auf die Aktie von Total

Die Total-Aktie liefert in diesem Jahr bis jetzt kein sehr schönes Bild ab. Dies liegt daran, dass sich die Marktteilnehmer derzeit hauptsächlich Sorgen um die Nachfrage beim Öl machen. Doch als Investor sollte man meiner Meinung nach vorausschauend denken. Zum einen sollte der Ölverbrauch irgendwann wieder auf ein normales Niveau ansteigen und zum anderen gibt es ja auch noch andere Energieträger.

Ich denke, dass sich Total mit seinem Engagement im Bereich Wasserstoff in einem äußerst zukunftsträchtigen Markt bewegt. Und es zeigt auch, dass sich der Energiekonzern ein Stück weit unabhängiger machen will, indem er nicht ausschließlich auf das Öl- und Gasgeschäft setzt. Die Aktie des Unternehmens könnte vor diesem Hintergrund im Moment geradezu als Schnäppchen bezeichnet werden.

Die Papiere notieren mit 27,68 Euro (06.11.2020) derzeit stolze 44 % tiefer als noch zu Jahresbeginn. Und abgesehen vom März dieses Jahres waren sie zuletzt im Frühjahr 2003 so günstig zu haben. Für Investoren, die unter anderem am Wasserstoff-Boom teilhaben wollen, könnte sich hier also eine gute Chance zum Einstieg bieten. Interessierte Anleger sollten sich allerdings der im Moment etwas höheren Risiken von Titeln aus dem Energiesektor bewusst sein. Da macht auch die Total-Aktie derzeit leider keine Ausnahme.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von Total. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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