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Jeff Bezos tritt zurück! Endet jetzt die Erfolgsgeschichte der Amazon-Aktie?

Amazon Aktie
Foto: The Motley Fool

Als Jeff Bezos Amazon (WKN: 906866) 1994 gründete, hatte er bereits die Vorteile des Internets für sich entdeckt und wusste sie sehr intelligent zu nutzen. Seine Vision war es, mit seinem Unternehmen im Laufe der Zeit in immer mehr Wirtschaftsbereichen die Marktführerschaft zu übernehmen.

So konzentrierte sich Amazon zunächst nur auf den Online-Buchhandel. Aufgrund der dabei erzielten Kostenvorteile wuchs das Geschäft rasant und die Zahl der stationären Händler nahm parallel stetig ab. Im Ergebnis stieg der Aktienkurs seit 1997 von nur 1,81 Euro auf heute 2.812,50 Euro (03.02.2021).

Amazon bleibt hungrig

Heute verkauft Amazon fast alle Produkte, die der stationäre Handel anbietet, und jagt ihm so weitere Marktanteile ab. Jeff Bezos wurde durch Amazon zwischenzeitlich zum reichsten Menschen der Welt, doch am Ende der Entwicklung sieht er sein Unternehmen deshalb noch lange nicht.

Der Konzern wird auch zukünftig in immer mehr Bereiche vordringen und so sein Imperium erweitern. Stationäre Geschäfte ohne Verkäufer (wieder ein Kostenvorteil), Cloudangebote oder der TV-Markt sind nur drei Beispiele.

Als sich damals Bill Gates vom Microsoft (WKN: 870747)-Vorsitz zurückzog, begann der Konzern mit der großzügigen Ausschüttung von Dividenden. Dies passt hingegen nicht zur Firmenphilosophie von Amazon. Der Konzern will sich weiterhin den Charakter eines Start-up-Unternehmens bewahren, auch wenn die Marktkapitalisierung bereits bei über 1,4 Billionen oder auch 1.400 Mrd. oder 1.400.000 Mio. Euro liegt (03.02.2021).

Nur ein kleiner Rücktritt

Amazon kann nur durch die Wettbewerbsbehörden aufgehalten werden. Sie haben den Konzern bereits ins Visier genommen. Vielleicht auch ein Grund, warum Jeff Bezos Ende des Jahres 2021 abtritt. Er wird dennoch sehr wahrscheinlich seine Amazon-Aktien behalten und die Geschicke weiterhin aus dem Hintergrund lenken.

So bleibt er beispielsweise als Chairman erhalten. Anhörungen erledigen und das Tagesgeschäft leiten wird zukünftig der jetzige Leiter des Cloudgeschäfts Amazon Web Services (AWS) Andy Jassy.

So könnte es weitergehen

Aufgrund des zunehmenden Drucks der Wettbewerbshüter könnte sich Amazon zukünftig durchaus in mehrere Unternehmen aufspalten. Zudem beschweren sich viele Dritthändler über Amazons Bedingungen auf dessen Plattform.

Das Unternehmen Amazon wird dennoch höchstwahrscheinlich auch in den kommenden Jahren weiter gedeihen. Allein 2020 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 38 % auf 386,1 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn legte um ganze 83,6 % auf 21,3 Mrd. US-Dollar zu.

Den meisten operativen Gewinn erzielte er übrigens mit seinem Cloudsegment (AWS) und nicht mit dem Onlinehandel. Es erwirtschaftete im letzten Jahr 13.531 Mio. US-Dollar, was über 59 % des gesamten operativen Gewinns entspricht.

Die Aktie könnte hingegen zukünftig stärker korrigieren, weil sie aktuell schon zu einer absoluten Rekordbewertung notiert. Der Kurs der Amazon-Aktie ist bereits stärker gestiegen, als es die trotzdem sehr gute fundamentale Entwicklung rechtfertigt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.



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