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Warum man nicht Warren Buffett’s letzte Aktienkäufe kopieren sollte!

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Warren Buffett ist wohl ein lebendes Beispiel dafür, dass man als Kleinanleger durchaus groß aufsteigen kann – und das nur durch den Handel von Aktien. 

Dabei wählte Warren Buffett keine hochriskante Kamikaze-Anlagestrategie. Nein, er verließ sich vielmehr auf eine rational begründete Value-Investing Strategie mit langfristiger Ausrichtung.

Das Value-Investing wird oft in einem direkten Zusammenhang mit Warren Buffett genannt. Dabei handelt es sich um eine Anlagestrategie, die sich auf unterbewertete Aktien konzentriert. 

Wann eine Aktie unterbewertet ist, das ist die wohl interessanteste Fragestellung überhaupt. Wäre sie einfach zu beantworten, so bräuchten viele Menschen nicht mehr zu arbeiten. Viele Anleger orientieren sich daher an den Aktienkäufen und -verkäufen von Warren Buffett, um unterbewertete Aktien aufzuspüren. 

Hilfreich ist es da, dass Warren Buffett für seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: 854075) jedes Quartal Rechenschaft über die Investment-Aktivitäten geben muss.

Mit Argusaugen werden sie von den Marktteilnehmern beobachtet. Teilweise mit dem Ziel, seine Strategie einfach zu kopieren. Das ist jedoch aus meiner Sicht der größte Fehler, den man machen kann.

Gründe, warum man nicht Warren Buffetts letzte Aktienkäufe kopieren sollte

Die Erklärung ist relativ simpel: Warren Buffett hat schließlich sein Investment bis zu drei Monate früher durchgeführt. Dabei können die Marktpreise der Aktien bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon stark gestiegen sein.


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Darüber hinaus eignen sich nicht alle Investments von Warren Buffett für den kleinen Anleger. Er ist nämlich aufgrund der Größe des Aktienvermögens mehr oder weniger gezwungen, in Large-Caps – hierbei handelt es sich um Unternehmen mit einer sehr großen Marktkapitalisierung – zu investieren.

Ein Investment in kleinere Gesellschaften würde ziemlich schnell zu einem viel zu großen Anteilsbesitz bei dem Zielunternehmen führen. Im schlimmsten Fall könnte die Position gar nicht aufgebaut werden, weil das tägliche Handelsvolumen zu gering ist. Schließlich würde ein kleines Investment auch nur eine geringe Auswirkung auf seine Portfolio-Performance haben.

Auch Warren Buffett macht Fehler

Ein weiterer Grund, warum man nicht Warren Buffetts letzte Aktienkäufe kopieren sollte, liegt in seiner Fehlerquote. Warren Buffett ist zwar ein brillanter Investor, dennoch zeichnen sich nicht alle seiner Investments durch eine langfristige Überrendite aus. Bei einigen Aktien generiert auch er Verluste.

Wer blind seine Käufe und Verkäufe kopiert, der könnte am Ende vielleicht schlechter dastehen als ein direktes Investment in das Versicherungs-Konglomerat Berkshire Hathaway. Dieses bietet nämlich viel mehr als nur das öffentlich bekannte Investment-Portfolio. Es umfasst zusätzlich noch bedeutende Versicherungsunternehmen, Infrastruktur-, Bahn- und Industriegesellschaften.

Am besten könnte es daher für einen Fool sein, sich selbst eine eigene Value-Strategie zu kreieren. In dieser darf Warren Buffett dann bestenfalls ein Ideengeber sein. Viele erfolgreiche Handels-Geschäfte aus der Karriere von Warren Buffett finden im modernen Wirtschaftsleben keinen Platz mehr.

Besonders groß könnte der Kompetenzmangel im Technologiesektor sein. Dieser Sektor sollte aber in den kommenden Jahren und Jahrzehnten massiv an Bedeutung gewinnen. Ein weiterer Grund, warum man sich mehr mit einer eigenen technologieorientierten Value-Investing Strategie auseinandersetzen sollte als mit Warren Buffetts Käufen und Verkäufen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).



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