Dividendenwachstum voraus: Diese Aktie sollten Einkommensinvestoren kennen

Skyline von Frankfurt am Main mit Sonne und kleinen Wolken im Hintergrund.
Foto: Leonhard Niederwimmer via Pixabay

Aroundtown (WKN: A2DW8Z) agiert als führender europäischer Immobilienkonzern mit klarem Fokus auf Gewerbeobjekte und Hotels. Für langfristig orientierte Anleger eröffnet die Aroundtown-Aktie ein interessantes Zeitfenster: Das Unternehmen verfügt über ein massives Immobilienportfolio, während die Bewertung nach den historischen Kursverlusten fundamental extrem günstig anmutet.

Die Fundmentalanalyse der Aroundtown-Aktie

Operativ präsentierte sich das Geschäftsjahr 2025 solide, wenngleich ohne enorme Sprünge. Der Netto-Mietumsatz verzeichnete dank organischer Zuwächse ein leichtes Plus, blieb nominell nach Verkäufen mit 1.183 Mio. Euro jedoch weitgehend stabil. Ein analoges Bild lieferte der Gesamtumsatz, der sich mit 1.543 Mio. Euro kaum vom Vorjahresniveau abhob.

Auf der Ertragsseite manifestiert sich diese Stabilität ebenfalls. Das bereinigte EBITDA gab minimal um 1 % auf 999 Mio. Euro nach. Etwas stärker lasteten höhere Finanzierungskosten auf dem FFO I, der zentralen Cashflow-Kennzahl der Branche. Dieser sank um 9 % auf 288 Mio. Euro. Heruntergebrochen auf die einzelne Aroundtown-Aktie resultierte ein FFO I von 0,26 Euro, was einem Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Einen massiven Sprung verzeichnete hingegen der Nettogewinn, der auf beachtliche 1.128 Mio. Euro explodierte. Diese positive Entwicklung resultiert allerdings primär aus buchhalterischen Aufwertungen des Portfolios in Höhe von 394 Mio. Euro sowie steuerlichen Effekten und reflektiert weniger das operative Tagesgeschäft. Als maßgebliche Kennzahl zieht man in der Branche den genannten FFO heran.

Der Blick ins Detail

Ein Blick auf die substanziellen Kennzahlen offenbart das wahre Fundament des Konzerns. Das gewaltige Immobilienportfolio bindet einen Wert von rund 25 Mrd. Euro. Der EPRA NTA – der branchenübliche Nettovermögenswert – kletterte zuletzt um 4 % auf 8,5 Mrd. Euro. Für die einzelne Aroundtown-Aktie errechnet sich daraus ein innerer Wert von stolzen 7,80 Euro, was einem Zuwachs von 5 % gleichkommt.

Trotz widriger Zinsmärkte hält das Management die Verschuldung eisern unter Kontrolle. Der EPRA Loan-to-Value sank sogar leicht von 42 auf 41 %. Differenzierter präsentiert sich die Portfolio-Auslastung: Die Leerstandsquote belief sich zuletzt auf insgesamt 7,6 %. Hier offenbaren sich strukturelle Brüche: Während Büroimmobilien mit 13,0 % Leerstand kämpfen, glänzen Wohnimmobilien mit 3,2 % und Hotels mit 2,5 % durch nahezu Vollvermietung. Operativ steuert Aroundtown ein gigantisches Ökosystem aus rund 3.000 kommerziellen Mietern und über 150 Hotels mit mehr als 25.000 Zimmern.


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Die Prognose sendet ein klares Signal

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management eine verhaltene, aber hochprofitable Entwicklung an. Die Prognose geht von einem FFO I in einer Spanne von 250 bis 280 Mio. Euro aus. Dies übersetzt sich in einen Zielwert von 0,24 bis 0,27 Euro je Aroundtown-Aktie.

Ein starkes Signal sendet die revidierte Kapitalallokation: Bereits für 2025 kehrt Aroundtown mit einer vorgeschlagenen Dividende von 0,08 Euro auf das Radar der Einkommensinvestoren zurück. Ab 2026 hebt das Unternehmen die Ausschüttungsquote dauerhaft auf 50 % des FFO I an, was einer Zieldividende zwischen 0,12 und 0,135 Euro je Aroundtown-Aktie entspricht.

Als zweiter Rendite-Turbo fungiert das aggressive Aktienrückkaufprogramm. Von Januar bis Dezember 2026 zieht das Unternehmen eigene Papiere für bis zu 250 Mio. Euro aus dem Verkehr – gedeckelt auf maximal 120 Mio. Aroundtown-Aktien. Diese Maßnahme erweitert die bestehende Strategie konsequent und verdichtet den Wert der verbleibenden Anteile signifikant.

Die Chancen und Risiken der Aroundtown-Aktie

Die operative Lage bleibt dennoch anspruchsvoll. Das organische Wachstum stagniert, und der strukturelle Leerstand im Bürosegment erfordert harte Managementarbeit. Um diesen Knoten zu durchschlagen, startete der Konzern im März 2026 ein gewaltiges Umtauschangebot, um den Anteil an der florierenden Wohntochter Grand City Properties auf bis zu 89,5 % hochzuschrauben. Das ist möglicherweise ein strategischer Befreiungsschlag.

Demgegenüber steht eine geradezu absurde Unterbewertung. Auf dem aktuellen Kursniveau von rund 2,60 Euro notiert die Aroundtown-Aktie mit einem enormen Abschlag von 67 % auf ihren inneren Wert. Parallel generiert der Titel eine operative FFO-Rendite von satten 10 %. Das asymmetrische Chance-Risiko-Verhältnis spricht hier Bände.

Untermauert wird diese Unterbewertung von einem starken bilanziellen Fundament. Ein Loan-to-Value von 41 % zeugt von Resilienz, zumal rund 70 % der Vermögenswerte gänzlich unbesichert bleiben. In Symbiose mit dem laufenden Rückkaufprogramm, der wiederbelebten Dividende und der Übernahmeoffensive entsteht eine Architektur, die aus unserer Sicht kompromisslos auf die Maximierung der Aktionärsrendite zielt.

Unser Fazit zur Aroundtown-Aktie

Aus dieser nüchternen Perspektive strahlt die Aroundtown-Aktie heute eine weitaus höhere Attraktivität aus als in den vergangenen Jahren. Investoren erwerben zum Spottpreis eine paneuropäische Immobilien-Festung, die trotz Krisenjahren Milliarden-Cashflows generiert und drastisch unter ihrem wahren Substanzwert gehandelt wird.

Lange Zeit drängte sich die Aroundtown-Aktie nicht zwingend auf. Bei einem Kurs von ca. 2,60 Euro zwingt die Mathematik jedoch zum Umdenken. Für wertorientierte, strategisch denkende Anleger eröffnet sich eine interessante Einstiegschance. Die Börse hat sämtliche operativen Schwächen längst gnadenlos eingepreist, sodass das fundamentale Abwärtsrisiko limitiert erscheint.

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