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4 Punkte für die Bayer-Aktie

Ein altes Bayer-Logo an einer Apotheke, das für Arzneimittel wirbt
Foto: Peter Roegner

Bayer (WKN: BAY001)-Aktien gehörten in den letzten Jahren zu den Werten, die trotz eines steigenden Marktes stark verloren haben. Vom Hoch aus dem Jahr 2015 sind sie bereits um mehr als 63 % (13.04.2021) gefallen.

Der Hauptgrund für den Niedergang ist bekannt: Die Übernahme von Monsanto machte Bayer zwar zur Nummer eins im Saatgutgeschäft, führte aufgrund von Glyphosat aber zunächst nur zu hohen Belastungen.

1. Glyphosat-Streit könnte bald enden

Doch langsam kann sich Bayer von den Nebenwirkungen der Übernahme befreien. In den USA rückt eine Einigung mit den Opferanwälten über den Umgang mit zukünftigen Klagen näher. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des zuständigen Richters. Bayer könnte also noch in diesem Jahr das schwierigste aller Kapitel abschließen.

2. Bayer erzielt Studienerfolg

Bayer stellte kürzlich Ergebnisse aus seiner Phase-III-Studie Chronos-3 vor. Dabei fand der Konzern heraus, dass eine Kombination aus Copanlisib und Rutuximab bei Patienten mit rezidiviertem indolentem Non-Hodgkin-Lymphom zu einer deutlichen Verlängerung des progressionsfreien Überlebens führt.

Die Risiken der Krankheitsprogression oder Sterblichkeit sanken gegenüber Patienten, die mit einem Placebo oder Rituximab allein behandelt wurden, um 48 %. Bayer konnte bei allen Non-Hodgkin-Lymphomen ähnliche Ergebnisse feststellen.


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Dazu Bayers Senior Vice President und Leiter der Onkologie-Entwicklung Dr. Scott Z. Fields: „Copanlisib ist der erste PI3K-Inhibitor, der in Kombination mit Rituximab im Vergleich zu Rituximab und Placebo eine breite und überlegene Wirksamkeit mit kontrollierbarem Sicherheitsprofil bei Patienten mit rezidiviertem iNHL in allen vordefinierten Subtypen zeigt. Da Copanlisib als intermittierende intravenöse Infusion verabreicht wird, treten behandlungseinschränkende Nebenwirkungen, wie sie mit anderen verfügbaren oralen PI3K-Inhibitoren beobachtet wurden, nicht häufig auf.“

3. Bayer erhält für Vitrakvi in Japan eine Zulassung

Bayer erhielt darüber hinaus für sein Tumormittel Vitrakvi zuletzt in Japan eine Freigabe. Es wird zur Behandlung von fortgeschrittenen oder wiederkehrenden soliden Tumoren mit neurotropher Tyrosin-Rezeptor-Kinase-Genfusion eingesetzt.

Das Mittel hatte zuvor in Untersuchungen eine hohe Ansprechrate gezeigt. Unabhängig von der Tumorart ergab sich eine deutliche Wirksamkeit und Verträglichkeit.

„Eine Behandlung wie Vitrakvi, die direkt auf die das Wachstum des Tumors treibende Veränderung abzielt, hat das Potenzial, die Behandlungsergebnisse unabhängig von Tumortyp oder Patientenalter signifikant zu verbessern und kann somit Patienten und Ärzten in Japan einen hohen Mehrwert bieten“, sagte Bayers Senior Vice President und Leiter der Onkologie-Entwicklung Dr. Scott Z. Fields.

4. Bayer mit besseren Aussichten

Bayer hat verschiedene Maßnahmen eingeleitet, die zukünftig wieder zu mehr Umsatz, Rentabilität und Cashflow führen sollten. Bis 2024 wird der Umsatz im Bereich von 43 bis 45 Mrd. Euro erwartet. Gelingt Bayer zudem ein Abschluss der Verfahren in den USA und eine Erhöhung der Nettogewinnmarge, sollte sich auch der Aktienkurs über einen höheren Gewinn zukünftig wieder besser entwickeln.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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