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Von welchen Megatrends die Henkel-Aktie in den nächsten Jahren profitiert

Elektroautos an E-Ladestationen
Foto: Getty Images

Henkel (WKN: 604843) konnte im ersten Quartal 2021 mit seinen Zahlen überzeugen. Der DAX-Konzern steigerte seinen Konzernumsatz organisch um 7,7 %. Verantwortlich war hierfür vor allem das Segment für Klebstofftechnologien. Der Bereich trug in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 47 % zum Umsatz von Henkel bei und wuchs organisch um 13 %.

Dabei profitierte der Unternehmensteil von der starken Erholung in allen Geschäftsfeldern. Henkel ist breit diversifiziert in den Geschäftsfeldern Automobil & Metall, Elektronik & Industrie, Verpackungen & Konsumgüter und Handwerk, Bau & Gewerbe tätig. Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung für den gesamten Konzern möchte ich heute darauf eingehen, mit welchen Innovationen Henkel hier in Zukunft weiterwachsen wird.

Innovation, so weit das Auge reicht

Im ersten Quartal 2021 hat Henkel den ersten Schmelzklebestoff vorgestellt, der zu 60 % aus erneuerbaren, pflanzlichen Ausgangsstoffen besteht. Dieser Klebstoff soll in Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen und erfüllt damit den Anspruch der höheren Nachhaltigkeit von Kunden und Verbrauchern.

Eine weitere wichtige Innovation ist ein silikonfreier Wärmedämmstoff für die Batterien von Elektroautos. Das Material leitet die Wärme aus den Lithium-Ionen-Batterien und ermöglicht es den Herstellern, größere Akkupacks zu verbauen und so die Reichweite zu steigern. Weiterhin gibt es in einem modernen Fahrzeug mehr als 300 Klebstoffanwendungen. Nicht umsonst zeigt sich Carsten Knobel, der CEO des Unternehmens, in einem Interview mit dem Handelsblatt optimistisch: „Unser Umsatzpotenzial in einem E-Auto liegt etwa zweieinhalbmal höher als in einem Auto mit herkömmlichem Antrieb.

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Genauso ist ein smartes Gesundheitspflaster für die Fernkontrolle der Vitalfunktionen von Patienten eine weitere spannende Innovation des DAX-Konzerns. In die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen hat Henkel die Entwicklung der Elektroden und leitfähigen Lacke eingebracht. Dadurch können die Pflaster fünf Tage anstatt wie üblich nur einen Tag genutzt werden. Das Produkt wird derzeit von 30 Krankenhäusern in Belgien zur Fernkontrolle von bis zu 300 Corona-Patienten eingesetzt.

Henkel wird weiterwachsen

Auch im Markt für 3D-Druck stellt Henkel für mich ein sicheres Investment dar. Das Unternehmen kooperiert mit zahlreichen Herstellern und liefert das Druckmaterial für die additive Fertigung. Wie bei anderen Anwendungsfällen der Klebstoffsparte profitiert Henkel davon, dass die Lösungen in der Regel in Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt werden. Wegen der tiefen Verzahnung in die Fertigungsprozesse fällt es den Kunden schwer, den Anbieter zu wechseln. Dies führt zu einer starken Bindung an Henkel.

Mit einer erwarteten Free-Cashflow-Rendite von 4,6 % für das Geschäftsjahr 2021 sehe ich Henkel durchaus als ansprechend bewertet an. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, die im Konsumgüterbereich tätig sind, ist die Nettoverschuldung bei Henkel zu vernachlässigen. Durch den Verkauf von weniger attraktiven Marken mit einem Umsatzvolumen bis zu 500 Mio. Euro im Jahr 2021 sollte Henkel sich noch stärker auf seine Kernkompetenzen konzentrieren können.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Henkel. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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