Ist es jetzt so weit? Vonovia greift erneut nach Deutsche Wohnen

Zweimal ist Vonovia (WKN: A1ML7J) bereits gescheitert. Doch nun scheint die Einigung in greifbarer Nähe zu sein. Vonovia-CEO Rolf Buch bietet rund 19 Mrd. Euro für den Konkurrenten Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5C). Und diesmal könnte der Preis stimmen. Eine endgültige Entscheidung gibt es aber noch nicht.
Die beiden größten deutschen Vermieter bringen es zusammen auf mehr als 500.000 Wohnungen. Die gemeinsame Marktkapitalisierung liegt bei gut 46 Mrd. Euro, wobei Vonovia trotz eines Kursrutsches von 13 % seit Jahresbeginn fast doppelt so viel wert ist wie Deutsche Wohnen, die um 3 % zulegen konnte.
Für Deutsche Wohnen lief es zuletzt sehr gut
Die Mieteinnahmen stiegen im ersten Quartal um rund 4 %. Die für die Immobilienwirtschaft wichtige Kennzahl „Funds from Operations“ pro Aktie, die die Nettoeinnahmen aus der Immobilienbewirtschaftung zeigt, stieg um rund 13 %. Hier wirkten auch die Nachzahlungen von rund 60.000 Mietern aus Berlin.
Die Liegenschaften des Konzerns sind praktisch voll vermietet. Die Finanzierungskosten liegen bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 6,7 Jahren im Schnitt bei 1,2 % und damit deutlich unter den Mietrenditen. Der Anteil der Schulden am Immobilienwert beträgt rund 37 %.
Im Durchschnitt der letzten Jahre wuchs der Umsatz um 19,2 % pro anno.
Die Bilanz sieht solide aus. Das Umlaufvermögen ist doppelt so hoch wie die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Und die Schulden entsprechen nur 34 % des Eigenkapitals.
Die Vonovia-Aktie ist immer interessant
Das FFO-Multiple von Vonovia liegt im 20er-Bereich. Bei moderatem Wachstum kann das sogar recht günstig sein. Ich kann es aktuell niemandem verübeln, der langfristig sichere Dividenden kassieren will und deshalb in die Vonovia-Aktie investiert.
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Henning Lindhoff besitzt Aktien von Vonovia. Aktien von Deutsche Wohnen hält er nicht. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
