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Inflation: Schlimm und schlimmer (aber kein Alarm)

Foto: Getty Images

Im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung wird die Inflation aktuell schlimm und schlimmer. Im Juli betrug die Preissteigerungsrate 3,8 %. Im Juni waren es nur 2,3 % gewesen und im Juli 2020 waren es -0,1 %.

Solch hohe Werte waren das letzte Mal in den 1990ern typisch. Und falls sie sich fortsetzen sollten, wird das eine empfindliche Entwertung von Geld mit sich bringen. Auch wenn es jeder im Kopf überschlagen kann, will ich es noch einmal verdeutlichen: Hätten wir drei Jahre lang eine Inflationsrate von je 3,8 %, würden 100.000 Euro auf dem Konto ca. 11.000 Euro an Kaufkraft verlieren.

Wenn wir schon beim Thema „Konto“ sind, können wir natürlich gleich noch auf die Zinsen blicken. Hier sollte man sich keine Rettung erhoffen. Immer mehr Banken zahlen nicht nur keine Zinsen, sie verlangen sogar Strafzinsen.

Nehmen wir trotzdem einmal an, die Inflation wird mittelfristig durch nominal deutlich höhere Zinsen abgefedert, z. B. gibt es bei 2 % Inflation auch 2 % Zinsen. Diese sind dann nur in der Theorie ein Ausgleich, in der Praxis will der Fiskus von den Zinsen noch ca. ein Viertel und würde in diesem Szenario die reale und effektive Rendite schon wieder ins Minus drücken.

Überhaupt scheint der Staat wenig Verständnis für das Dilemma der Sparer zu zeigen. Obwohl der Solidaritätszuschlag angeblich nur noch von Gutverdienern zu zahlen ist, muss er bei Zinsen und allen anderen Kapitalerträgen weiterhin von allen gezahlt werden.


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Manch einer dachte auch, dass Negativzinsen wenigstens als Verlust gelten, und mit anderen Kapitalerträgen bei der Steuer verrechnet werden könnten – kein abwegiger Gedanke. Auch hier wurden Sparer enttäuscht. Die Argumentation: Minuszinsen seien keine Zinsen, sondern eine Art Gebühr.

Die Inflationslage ist also unschön und die Steuerlandschaft macht sie nicht besser. Gleichzeitig sollte man sich aber bewusst sein, dass Inflation völlig normal ist. Eine stete Entwertung des Geldes über Jahre und Jahrzehnte hinweg ist nicht die Ausnahme, sondern der Normalzustand. Deswegen eignen sich für den Vermögensaufbau Sachwerte wie Aktien oder Immobilien viel besser als der Sparstrumpf.

Ein Bewusstsein für die Risiken der Inflation sollte man haben, aber ich denke auch, dass eine Panik vor massiver Inflation nicht nötig ist. Man kann zwar nie Szenarien ausschließen, aber unsere Wirtschaft bleibt regional wie auch weltweit grundlegend leistungsfähig und wettbewerbsintensiv, und wo reichlich Angebot auf regen Wettbewerb trifft, halten sich Preissteigerungen in der Regel in Grenzen.

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