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Ist Encavis die beste Aktie für die deutsche Energiewende?

erneuerbare Energien
Foto: Getty Images
  • Getrieben durch die Energiewende nimmt die Nachfrage nach erneuerbaren Energien stetig zu.
  • Encavis betreibt 190 Solar- und 95 Windparks.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von 2,2 Mrd. Euro und einem KGV von 38 besteht noch Raum für weiteres Wachstum.

Die Energiewende ist in aller Munde. Die EU, China und die USA haben sich vorgenommen den Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix stark auszubauen. Deutschland hat sich durch das Klimaschutzgesetz ein besonders ambitioniertes Ziel gesetzt: Treibhausgasneutralität bis 2045. Auch private Unternehmen setzen immer stärker auf Strom aus erneuerbaren Energien. Doch wo soll all der grüne Strom herkommen? Unter anderem von Encavis (WKN: 609500).

Geschäftsmodell

Encavis erwirbt und betreibt Solar- und Onshore-Windparks in zehn europäischen Ländern. Der produzierte Strom wird über langfristige Abnehmerverträge oder durch garantierte Einspeisevergütungen vertrieben. Als zweites Standbein hat das Unternehmen aus Hamburg den Bereich Asset Management aufgebaut. Hier können institutionelle Investoren in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien investieren, welche dann durch Encavis betrieben werden.

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Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 betrieb der Konzern insgesamt 190 Solar- und 95 Windparks mit einer Leistung von rund 2,8 GW. Zum Vergleich: Die installierte Leistung aller Kraftwerke in Deutschland im Jahr 2020 betrug laut Umweltbundesamt 219 GW. Encavis ist also nicht unbedeutend. Und das Unternehmen wächst.

Kontinuierliches Wachstum

Die Umsätze und das EBIT stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sank das EBIT allerdings aufgrund schlechter Wetterbedingungen. Der Umsatz konnte wegen der Inbetriebnahme großer Solaranlagen in Spanien dennoch gesteigert werden. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet der Konzern weiterhin ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Dieses Wachstum soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Es soll in zusätzliche Wind- und Solarparks investiert werden und die operativen Kosten dieser Parks sollen weiter optimiert werden. Hierdurch soll der Umsatz ausgehend vom Jahr 2020 bis 2025 um 50 % steigen. Das Ergebnis je Aktie soll in diesem Zeitraum gar um 63 % wachsen.

Bewertung und mein Fazit zu Encavis

Das KGV von Encavis beträgt 38 (Stand 24.09.21, bezogen auf das Geschäftsjahr 2020). Das ist nicht günstig, allerdings finde ich den Spruch „Qualität hat ihren Preis“ hier passend. Encavis wächst stetig und profitiert von politischen Bestrebungen und einer hohen Nachfrage nach grüner Energie. Zudem erscheint mir der Konkurrenzdruck beim Betrieb der Anlagen nicht so hoch wie bei der Produktion dieser. Außerdem setzen immer mehr Investoren auf das Thema ESG, was dem Bereich Asset Management zugutekommt.

Allerdings ist das Unternehmen nicht frei von Risiken. Wie man zuletzt gesehen hat, hat das Wetter einen Einfluss auf die Unternehmensgewinne. Angesichts immer öfter auftretender Extremwetterereignisse könnte dies zum Problem werden. Weiterhin bringt die hohe Bedeutung der Politik neben vielen Chancen auch Risiken mit sich. So soll zum Beispiel die französische Einspeisevergütung für Solaranlagen rückwirkend gekürzt werden, was sich negativ bei Encavis auswirken würde. Alles in allem ist das Unternehmen aber für mich eine gute Wahl, um langfristig von der deutschen Energiewende zu profitieren.

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Hendrik Vanheiden besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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