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Standard Lithium-Aktie: Warum sie bereits 1.110 % gestiegen ist

Lithium im Periodensystem
Foto: Getty Images

Wer Anfang des vergangenen Jahres (2020) Standard Lithium (WKN: A2DJQP)-Aktien gekauft hat, konnte seinen Einsatz bis heute bereits mehr als verzwölffachen (24.09.2021). Doch welche Geschichte steckt hinter diesem Erfolg?

Standard Lithium profitiert vom E-Auto-Boom

Die Standard Lithium-Aktie ist seit März 2020 mit vielen E-Autoaktien stark gestiegen. Seitdem boomt der E-Autoabsatz, während der Verbrennerverkauf einbrach. Akkus sind das wesentliche Element eines jeden E-Fahrzeugs, für deren Herstellung unter anderem große Mengen Lithium benötigt werden. Deshalb herrscht schon heute ein starker Wettbewerb um die Abbaugebiete.

Standard Lithium ist ein kleines Unternehmen aus Vancouver (Kanada). Es sucht nach und verarbeitet Lithiumsolevorkommen. Auf der Webseite werden mit Arkansas Smackover und Bristol Lake zwei Projekte angegeben. Arkansas spielt für das Unternehmen derzeit auf etwa 60.703 ha die Hauptrolle.  Hier ist es bisher die erste Firma, die in dieser lithiumreichen Region den Rohstoff fördert.

Ein erster Kunde ist Lanxess (WKN: 547040). Der deutsche Chemiekonzern bietet viele E-Autoprodukte, wie Batteriechemikalien oder Kunststoffe, an und hat deshalb mit Standard Lithium eine Partnerschaft geschlossen.

Standard Lithium nutzt eine besondere Technik

Standard Lithium setzt bei der Lithiumgewinnung auf eine spezielle und patentierte Technik, bei der der Rohstoff aus der Sole (Nebenprodukt der Bromproduktion) extrahiert wird. Mit ihr wird das Lithium innerhalb weniger Stunden erschlossen. Im Gegensatz zu bisherigen Verdunstungsteichverfahren wird so sehr viel Zeit eingespart und die Umwelt geschont. Verdunstungsteiche sind somit überflüssig. Zudem wird bei der Umwandlung von Lithiumchlorid 99,985 % reines Lithiumkarbonat gewonnen.


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Das Arkansas-Projekt ist erweiterbar und aufgrund seiner Nähe zu den Häfen am Golf von Mexiko für den Export günstig gelegen. Standard Lithium möchte die E-Autoindustrie beliefern, deren Lithiumbedarf derzeit kaum zu decken ist. Das Unternehmen geht davon aus, dass seine Technologie auch bei Ölfeldern zum Einsatz kommen kann, denn auch hier gibt es meist hohe Lithiumaufkommen.

Standard Lithium hat zudem ein Pilotprojekt zur CO2-Abscheidung und -Speicherung begonnen, das die Lithiumgewinnung noch umweltfreundlicher machen würde. Dafür hat sich das Unternehmen mit Aqualung Carbon Capture aus Norwegen zusammengetan. Dessen Technologie fängt das CO2 beim Erdgaseinsatz auf, das Standard bei der Produktion einsetzen möchte.

„Wir sind der Meinung, dass der erfolgreiche Nachweis dieser CO2-Abscheidungstechnologie im Süden von Arkansas ein weiterer wichtiger technologischer Schritt sein kann, um die Golfküstenregion zu einem branchenführenden Hersteller von nachhaltigen Lithiumchemikalien zu machen“, so Standards Manager Dr. Andy Robinson.

Unternehmen erzielt noch keine Erträge

Die nachhaltige Lithiumproduktion könnte schnell zum Branchenstandard werden, wovon Standard Lithium profitieren würde. Dennoch erwirtschaftet das Unternehmen bisher weder Umsätze, noch Gewinne.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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