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Morphosys-Aktie: Was zur Trendwende noch fehlt

Foto: Getty Images

Morphosys (WKN: 663200)-Aktien sind seit Januar 2020 bereits um mehr als 72 % gefallen (12.11.2021). Zunächst führte die Corona-Krise zu Rückschlägen, dann sanken die Monjuvi-Umsätze und schließlich folgte die komplizierte Constellation-Pharmaceuticals-Übernahme.

Zukäufe erfolgen meist zu hohen Kursen, erhöhen oft die Verschuldung und kosten das Unternehmen meist Jahre, um über Synergieeffekte und Gewinne den Unternehmenswert zu steigern.

Morphosys-Kurs durch Übernahme belastet

Auch Morphosys profitiert bisher noch nicht von seinem Constellation-Pharmaceuticals-Zukauf. So stiegen beispielsweise die langfristigen Schulden gegenüber Ende 2020 von 1.038,2 auf 2.286,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank hingegen von 37,4 auf 20,7 %.

Innerhalb von Jahren könnte sich die Übernahme dennoch positiv auswirken, wenn die noch in der Entwicklung befindlichen Constellation-Krebsmittel tatsächlich auf den Markt kommen. In diesem Fall könnte Morphosys erstmals nachhaltig hohe Gewinne erzielen. Doch bisher ist es noch nicht so weit und der Markt beurteilt zunächst nur die kurzfristigen Aussichten.

Ergebnis fällt weiterhin negativ aus

Im dritten Quartal 2021 konnte Morphosys seinen Umsatz zwar um 87 % auf 41,2 Mio. Euro steigern, aber das Ergebnis verschlechterte sich von -65,3 auf -112,8 Mio. Euro. Auch operativ sank es von -62,0 auf -82,4 Mio. Euro. Das Unternehmen konnte seine Monjuvi-Umsätze von 4,4 auf 18,6 Mio. Euro steigern. Die Tantiemen legten ebenfalls von 10,2 auf 67 Mio. Euro zu. Lediglich die Lizenz- und Meilensteinzahlungen sanken von 7,4 auf 5,6 Mio. Euro. In Kanada und Europa erreichte Morphosys eine Marktzulassung für Minjuvi in Kombination mit Lenalidomid.

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„Die Monjuvi-Umsätze haben im dritten Quartal weiter an Dynamik gewonnen aufgrund einer breiteren Verschreiberbasis und der zunehmenden Behandlung von Patienten in der Zweitlinientherapie. Wir freuen uns, auf der ASH-Jahrestagung in Kürze Studiendaten zu Monjuvi und Pelabresib vorstellen zu können. Für Pelabresib werden wir die neuesten Daten aus der MANIFEST-Studie vorstellen, einschließlich wichtiger Daten aus dem Kombinationsarm 3. Diese bestätigen frühere Ergebnisse und untermauern unser Vertrauen in die laufende Phase-3-Studie MANIFEST-2“, so Morphosys Vorstandsvorsitzender Dr. Jean-Paul Kress.

In den ersten drei Quartalen 2021 liegt Morphosys Umsatz mit 126,7 Mio. Euro 57 % unter dem Vorjahreswert. Zwar konnten die Monjuvi-Umsätze von 4,4 auf 46,4 Mio. Euro und die Tantiemen um 40 % auf 42,4 Mio. Euro gesteigert werden, doch Incyte-Vorauszahlungen für die Auslizenzierung von Tafasitamab außerhalb der USA ließen die Lizenz- und Meilensteinzahlungen um 85 % auf 37,9 Mio. Euro sinken. Das Ergebnis fiel somit von +114,4 auf -133,5 Mio. Euro.

Im Gesamtjahr 2021 rechnet Morphosys weiterhin mit einem Umsatz von 155 bis 180 Mio. Euro.

Morphosys-Fazit

Aktuell wird der Morphosys-Aktienkurs immer noch durch hohe Verluste am Boden gehalten. Sollte das Unternehmen allerdings bald über positive Pelabresib-Studienergebnisse berichten und möglichst eine Marktzulassung erreichen, könnte er sehr schnell drehen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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