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Sollte die Münchener Rück der Allianz-Aktie bei ihrer Dividendenpolitik folgen?

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Foto: Getty Images

Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) und die der Münchener Rück (WKN: 843002): Beide mausern sich immer mehr zu echten Dividendenperlen in unserem heimischen Leitindex. Neben inzwischen über 4 % und teilweise an die 5 % kratzenden Dividendenrenditen ist es jedoch auch das Ausmaß an Beständigkeit. Selbst in Zeiten der Pandemie leisteten sich die beiden DAX-Versicherer keinen Fehl- oder Rücktritt.

Dabei wagt die Allianz-Aktie jetzt ein Quäntchen mehr. Im Rahmen einer neuen Dividendenpolitik möchte der DAX-Versicherer die Ausschüttungssumme je Aktie in jedem Jahr um mindestens 5 % erhöhen. Vorbehaltlich der Liquiditätslage, natürlich. Auch Aktienrückkäufe sollen weiterhin zumindest flexibel im Einsatz bleiben.

Sollte sich die Aktie der Münchener Rück daran ein Beispiel nehmen? Oder vielleicht besser die Füße stillhalten? Möglicherweise macht der DAX-Rückversicherer ja genau das, ohne jedoch auf die Pauke zu hauen. Riskieren wir einen Blick auf die jeweiligen Ausgangslagen.

Allianz-Aktie als Beispiel für die Münchener Rück?

Die Münchener Rück besitzt jedenfalls historisch eine Dividende, die im Endeffekt eher auf den reinen Erhalt abzielt. Grundsätzlich hat es auch hier über viele Jahre hinweg ein solides Dividendenwachstum gegeben. Im Durchschnitt vergangener Jahre sogar eines im mittleren einstelligen Prozentbereich. Aber eben nicht in jedem Jahr, in schwierigeren Zeiträumen leistet sich das Management den Luxus, auch mal „bloß“ eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres auszuzahlen.


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Aber werfen wir dem Management der Allianz-Aktie nicht unberechtigterweise Fahrlässigkeit vor. Nein, ganz im Gegenteil. Im Endeffekt ist diese neue Dividendenpolitik des DAX-Direktversicherers nämlich bloß eine Ausprägung von operativem Optimismus. So soll das Ergebnis je Aktie in den kommenden Jahren jeweils um 5 bis 7 % p. a. wachsen. Ein Erhöhen der Dividende ist damit gemäß der vorherigen Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von jeweils 50 % im Mittel eigentlich ausgemachte Sache. Rein formal gesehen zementiert dieser neue Passus daher bloß das Dividendenwachstum.

Die Münchener Rück könnte operativ jedoch vor einer ähnlichen Entwicklung stehen wie die Allianz-Aktie. Für dieses Jahr gilt bislang weiterhin die Ergebnisprognose von 2,8 Mrd. Euro. In den darauffolgenden Jahren möchte man jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Historisch gehörten zumindest auch mal Aktienrückkäufe dazu, für die die notwendige finanzielle Flexibilität wieder vorhanden wäre. Das wiederum könnte Ergebnis je Aktie und Dividende ähnlich steigen lassen wie beim DAX-Direktversicherer.

Gleiches Ergebnis, nur weniger Druck

Wir erkennen mit Blick auf die Marktlage daher: Sowohl die Münchener Rück als auch die Allianz-Aktie rechnen mit einem operativen Wachstum. Bloß dass der Direktversicherer das Wachstum auch als Dividendenwachstum festschreibt, während der Rückversicherer bislang einfach so wie bislang verfährt. Das gibt im Zweifel und in einzelnen, schwierigeren Geschäftsjahren mehr Flexibilität, auch mal auf eine Erhöhung der Dividende zu verzichten.

Mit Blick auf das Versicherungssegment ist das Vorgehen der Münchener Rück dadurch eher konservativ. Das Management der Allianz-Aktie muss in den kommenden Jahren jedenfalls beweisen, dass man sich an diesen Passus mit dem Dividendenwachstum hält. Der breite Markt dürfte davon jedenfalls ausgehen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz und der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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