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Paypal-Aktie: Warum sie 55,4 % gefallen ist!

Foto: The Motley Fool

Mit der Gründung von X.com, die im Jahr 2000 mit Paypal (WKN: A14R7U) fusionierte, und dem Firmenverkauf an Ebay (WKN: 916529) im Jahr 2002 für 1,5 Mrd. US-Dollar verdiente Elon Musk etwa 200 Mio. US-Dollar. Schon damals hätte er sich zur Ruhe setzen können, aber sein Unternehmergeist trieb ihn weiter an, sodass er heute 241,4 Mrd. US-Dollar besitzt (02.02.2022).

Schmerzhafte Ebay-Trennung

Erst im Jahr 2015 kam es zur Ebay-Abspaltung und einem Börsengang. Der Zahlungsdienstleister wurde auch weiterhin stark von Ebay-Kunden und internationalen Onlinehändlern genutzt. Umsatz und Gewinn stiegen somit weiter deutlich an. Doch 2018 kündigte Ebay plötzlich das Auslaufen der Paypal-Partnerschaft an.

Nur noch bis Juli 2023 möchte die Plattform den Zahlungsdienst akzeptieren. Ebay konzentriert sich stattdessen nun auf Adyen (WKN: A2JNF4). Dieser Wechsel tut dem Paypal-Geschäft zukünftig wahrscheinlich nicht gut.

Paypal-Aktie zwischenzeitlich zu teuer

Die Aktien wurden aber auch bis Mitte 2021, wahrscheinlich pandemiegetrieben, sehr teuer. Selbst heute (02.02.2022), nach einem Kursrückgang vom Hoch um 55,4 %, beträgt beispielsweise das Kurs-Buchwert-Verhältnis immer noch 7,1.

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Häufig kommt es bei den Wachstumsaktien mit hoher Bewertung immer genau dann zu einem starken Einbruch, wenn die hohen Erwartungen nicht mehr erfüllbar sind. Teamviewer (WKN: A2YN90) war dafür im letzten Jahr (2021) ein gutes Beispiel.

Paypal verfehlt und senkt die Erwartungen

Nun trifft es Paypal. Das Unternehmen erzielte im vierten Quartal 2021 einen Umsatz von 6.918 Mio. US-Dollar. Die Analystenschätzungen lagen bei 6,89 Mrd. US-Dollar, sodass sie in diesem Punkt sogar übertroffen wurden. Doch für die bereinigte operative Marge gingen die Beobachter von 23 % aus, während Paypal 21,8 % erreichte. Für den bereinigten Gewinn je Aktie erwartete der Markt 1,12 US-Dollar, aber das Unternehmen schaffte nur 1,11 US-Dollar. Dies ist ein Grund für den heutigen Kurseinbruch auf Xetra um 24,66 % (02.02.2022).

Die zweite Ursache bilden die Wachstumsaussichten. Paypal rechnet im Geschäftsjahr 2022 mit einem Kundenzuwachs von 15 bis 20 Mio. neuen Konten. Doch die Analysten gingen von 55 bis 60 Mio. aus. 2023 könnte die Zahl nach Unternehmensangaben wieder um 30 bis 40 Mio. zulegen. Somit passen die hohen Bewertungen und das schwächere Wachstum aktuell nicht mehr zusammen, weshalb die Aktie stärker verliert.

Insgesamt positive Ergebnisse

Die Zahlen für sich betrachtet fielen jedoch positiv aus. So steigerte Paypal seinen Umsatz im vierten Quartal 2021 um 13,1 % auf 6.918 Mio. US-Dollar. Der operative Gewinn stieg um 9,0 % auf 1.050 Mio. US-Dollar. Nur aufgrund von Übernahmen sank der Nettogewinn um 48,9 % auf 801 Mio. US-Dollar.

Im Gesamtjahr 2021 stieg der Umsatz um 18,3 % auf 25.371 Mio. US-Dollar. Der operative Gewinn legte um 29,6 % auf 4.262 Mio. US-Dollar zu. Der Nettogewinn sank aufgrund der Übernahmen leicht um 0,8 % auf 4.169 Mio. US-Dollar.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PayPal und empfiehlt Ebay.



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