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Novo Nordisk & Shell haben es vorgemacht: Münchener Rück ab 2022 endlich wieder mit Aktienrückkäufen?

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Foto: Getty Images

Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) und Shell (WKN: A0ER6S) haben es vorgemacht: Aktienrückkäufe sind weiterhin möglich. Der dänische Pharmaspezialist führt im Laufe dieses Jahres voraussichtlich 22 Mrd. Dänische Kronen an die Investoren zurück. Das Management des britischen Öl- und Erdgasmultis spricht von 8,5 Mrd. US-Dollar in der ersten Jahreshälfte, wobei ein gewisser Teil bereits im Vorfeld bestätigt gewesen ist.

Ob jetzt für diese beiden Aktien ein guter Zeitpunkt für Aktienrückkäufe ist, das ist eine andere Frage. Aber zugegebenermaßen eine, die ebenfalls relevant ist. Heute soll es jedoch darum gehen, ob das Management der Münchener Rück (WKN: 843002) diesem Beispiel folgt und Aktienrückkäufe ebenfalls im Börsenjahr 2022 ein Thema sind.

Münchener Rück: Endlich wieder Aktienrückkäufe?

Die Münchener Rück hat jetzt ca. zwei Jahre pausiert, was eigene Aktienrückkäufe anging. Damit folgte das Management zumindest teilweise der Weisung der EU-Aufsichtsbehörde, die kurzfristig empfahl, auf Kapitalrückführungen zu verzichten. Aber: Inzwischen können wir sagen, dass die Ausgangslage erneut so stabil sein dürfte, damit es finanziell möglich ist.

Das Geschäftsjahr 2021 schließt die Münchener Rück voraussichtlich mit einem Gewinn von 2,8 Mrd. Euro ab. Für die Dividende dürfte in etwa die Hälfte dieses Wertes verwendet werden. In den Jahren vor der Pandemie kaufte der Rückversicherer stets regelmäßig für 1 Mrd. Euro eigene Aktien zurück. Eine Rückkehr zu diesen Plänen wäre, so zumindest mit Blick auf die bisherige Prognose, durchaus möglich.

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Die Aktienrückkäufe erscheinen mir zudem sinnvoll. Zwar gibt es neue Wachstumsmärkte für die Münchener Rück, beispielsweise Umweltrisiken und Cybersicherheit. Sie erfordern jedoch voraussichtlich keine größeren Investitionen, die mit dem Gewinn angegangen werden müssten. Überschüssiges Kapital kann in Form von Aktienrückkäufen und der historisch starken Dividende ausgezahlt werden. Zudem ist die fundamentale Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von voraussichtlich unter 14 moderat. Mit dem dadurch erreichten Ergebniswachstum gibt es eine weitere spannende Investitionsthese, die selbst bei Stagnation auf einem moderaten Ergebniswachstum je Aktie basieren kann.

Insofern ist die Münchener Rück anders als Novo Nordisk oder Shell. Shell sollte meiner Meinung nach besser in den Ausbau und die Neuausrichtung seines Geschäfts investieren. Bei Novo Nordisk ist die fundamentale Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 hingegen teuer. Ob das die Basis für Aktienrückkäufe ist? Das sehe ich zumindest kritisch.

Eine gute Ausgangslage!

Aber die Münchener Rück ist hier ein wenig anders als Shell oder Novo Nordisk. Für mich ist hier die Ausgangslage gut geeignet, um Aktienrückkäufe wieder in das Repertoire mitaufzunehmen. Idealerweise regelmäßig und nicht nur einmalig, um den Cost-Average-Effekt langfristig für ein moderates Ergebniswachstum zu nutzen.

Ob es dazu kommt? Natürlich eine andere Frage. Vielleicht erhalten wir eine Antwort darauf, wenn der DAX-Rückversicherer am 23. Februar sein Zahlenwerk für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2021 präsentiert.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück, von Novo Nordisk und Shell. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.



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