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Warum fällt die Vonovia-Aktie eigentlich immer weiter?

Vonovia
Foto: Vonovia SE

Die Vonovia-Aktie (WKN: A1ML7J) fällt und fällt. Alle defensive Klasse scheint im Moment wenig zu helfen. Selbst die Aussicht auf weiteres Wachstumspotenzial ist nichts, was der Aktie helfen kann. Übernahmen, organisches Wachstum, eine zumindest irgendwie stabile Dividende mit über 4 % Dividendenrendite: Bislang hat noch nichts geholfen.

Aber warum fällt die Vonovia-Aktie denn immer weiter? Für mich gibt es mehrere Gründe, die dafür entscheidend sein könnten. Allerdings keiner, von dem ich überzeugt bin, dass er langfristig wirklich fundamental relevant ist.

Vonovia-Aktie: Fallende Kurse wegen Inflation und Zinsen?

Am meisten fundamental wären für mich fallende Kurse bei der Vonovia-Aktie wegen der momentanen Inflation und der Angst vor steigenden Zinsen. Der DAX-Konzern besitzt momentan kurzfristige Fremdmittel von 22 Mrd. Euro. Sowie eine langfristige Verschuldung von 57 Mrd. Euro. Ein großer Anteil des operativen Erfolgs und des Aufbaus des Immobilienportfolios basiert daher auf Fremdmitteln.

Inflation nährt dabei die Chance, dass die Zinsen steigen. Zudem sind 3 % Dividendenrendite nicht mehr so attraktiv, wenn die Inflation bedeutend höher liegt. Aber wenn die Zinsen steigen, so könnte das über kurz oder lang eine Umschuldung zu teureren Konditionen wahrscheinlich machen. Insofern ist die Zinsentwicklung ein möglicher Gamechanger für den DAX-Wohnimmobilienkonzern.


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Trotzdem ist die Qualität steigender Zinsen entscheidend. Zumal es im Euroraum zumindest noch hypothetisch ist. Ein Zinsniveau von 2 oder 3 % sehen viele Analysten erst mal nicht, weil es viele Unternehmen und Staaten in finanzielle Schwierigkeiten bringen könnte. Insofern ist diese Sorge, trotz hoher Fremdmittel, bei der Vonovia-Aktie vielleicht übertrieben.

Die Kritik an Wohnimmobilienkonzernen

Ein zweiter möglicher Belastungsfaktor ist die Kritik an Wohnimmobilienkonzernen. Deutsche Wohnen, Vonovia: Es gibt Forderungen, solche Anbieter zu enteignen. Wohnen wird teurer, was zwar eher am Markt, an Angebot und Nachfrage und nicht nur an den Konzernen liegt. Trotzdem ist die Kritik und das Thema da, was einige Investoren verunsichert.

Die Vonovia-Aktie besitzt trotzdem ein starkes defensives Geschäftsmodell. Gerade das Vorhandensein von einer halben Million Wohnimmobilien ist ein solider Kern, der sogar vor Leerstand schützt. Die Knappheit im Markt dürfte zu einer gewissen Fluktuation und langfristig einem moderaten Wachstum führen.

Im Endeffekt sehe ich auch hier daher keine ernsthafte Bedrohung für die Vonovia-Aktie. Selbst im Fall der Fälle läge der innere Wert des Portfolios gemessen am derzeitigen Aktienkurs deutlich höher, weshalb dieses Liquidationsrisiko gering erscheint.

Ich glaube daher, dass die Vonovia-Aktie auf dem jetzigen Kursniveau und insbesondere mit über 4 % Dividendenrendite ziemlich attraktiv erscheint. Vor allem für langfristig orientierte Investoren auf der Suche nach moderat bewerteten bis günstigen Dividendenaktien.

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Vincent besitzt Aktien von Vonovia. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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