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Warum Aktien für die nächsten 100 Jahre alternativlos sein werden

Aktien
Foto: Getty Images

Nach zwei Jahren hemmungsloser Euphorie stehen Aktien wieder unter scharfer Beobachtung. Viele spüren, dass ein erneuter Börsencrash sehr wahrscheinlich ist.

Mit den fallenden Kursen kommt die Skepsis. Sind Aktien etwas doch nicht das Richtige? Hätte man doch auf Gold, Silber oder Edelsteine vertrauen sollen?

Jeder weiß: Nicht jedes Geschäftsmodell ist großartig. Daher kann auch nicht jede Aktie ein Gewinner sein.

Doch Aktien an sich werden in meinen Augen für die nächsten 100 Jahre alternativlos sein. Denn hinter dem Konzept Aktie steht eine Kraft, die selbst die stärksten Mauern zum Einsturz bringen kann.

Wenn der Handel unterdrückt wird …

Im Japan der Edo-Periode hatte alles seine Ordnung. Ganz oben in der Hierarchie residierten die Samurai. Jene Kriegerkaste, die dafür bekannt war, stets zwei Schwerter mit sich herumzutragen.

Ganz unten in der japanischen Gesellschaftsordnung standen die Händler. Das Streben nach Profit war für die regierenden Militärs offenbar eine ziemlich unwürdige Tätigkeit.

Zumal Handel ja auch Austausch bedeutet. Und diesen wollte man definitiv nicht. Schon gar nicht mit den aufstrebenden Handelsflotten der Europäer.


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… kommt irgendwann die Quittung

Der Opiumkrieg zwischen China und England im Jahr 1839 war der erste Warnschuss. Gegen die modernen Waffen der Engländer hatte Japans Bruder im Geiste keine Chance.

Als dann auch noch der US-Kapitän Matthew Perry 1853 an der Küste Japans anlandete und Handelsbeziehungen forderte, war der Schock perfekt. Mittelalter gegen frühe Industrialisierung. Öffnung oder Untergang. Die Japaner der Edo-Periode hatten im Grunde keine Wahl und gingen den Weg der Modernisierung.

Dem Aktienkenner ist sofort klar, aus welchen Gründen die Modernisierung über all die Jahrhunderte verschleppt wurde. Denn eine Unterdrückung des Handels hat weitreichende Folgen.

Denn Handel ist nicht nur Geld, Profit und schnöder Luxus. Sondern auch der Austausch von wertvollem Wissen.

Jeder Einzelne muss verstehen, dass Aktien alternativlos sind

Aktien sind Spekulationsobjekte. Oder einfach nur Anteile an Unternehmen.

Für mich sind Aktien Keimzellen des Wissens. Ein Organismus, der sich über den Handel mit anderen Organismen verbindet und so mit der Zeit neue Innovationen und Ideen hervorbringt.

Man kann versuchen, diesen Prozess zu unterdrücken. Man kann versuchen, sich in seiner eigenen Märchenwelt einzubunkern. Aber eben nur so lange, bis der nächste Matthew Perry im Hafen liegt.

Die modernen Japaner werden diesen Fehler mit ziemlicher Sicherheit nie wieder machen. Allerdings könnte jeder Einzelne von uns diesen Fehler wiederholen.

Nie war es für Investoren leichter, sich in einer Welt mit Gold, Silber und Edelsteinen einzumauern. Doch am Ende werden Aktien diese Mauern sprengen. Für die nächsten 100 Jahre oder bis in alle Ewigkeit.

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