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BMW-Aktie: 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe: Ist der Zeitpunkt günstig?

BMWi Vision Dynamics. (09/2017)
© Copyright BMW AG, München (Deutschland)

Es gibt spannende Neuigkeiten zur BMW-Aktie (WKN: 519000). Das Management des deutschen Autobauers hat erklärt, dass man 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe ausgeben wolle. Wie es weiter heißt, möchte man damit Mehrwerte für die Investoren generieren. Zudem sei es ein Anzeiger für die Liquidität und die Finanzkraft des DAX-Konzerns.

Aber 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe: Was heißt das im Fall der BMW-Aktie eigentlich? Rechnen wir ein bisschen herum, ehe wir überlegen, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist. Grundsätzlich könnte das jedoch sogar lediglich ein größeres Mosaikteilchen dieser insgesamt größer angelegten Kapitalmaßnahme sein.

BMW-Aktie: Was bezwecken die Aktienrückkäufe?

Doch bevor wir an die Sinnhaftigkeit gehen, überlegen wir erst einmal: Was bezwecken die Aktienrückkäufe bei der BMW-Aktie denn eigentlich? 2 Mrd. Euro sind jedenfalls nicht wenig. Wobei das nicht nur absolut gilt, sondern auch relativ.

Der deutsche Automobilkonzern wird derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 48,2 Mrd. Euro bewertet. 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe bedeutet, dass sogar knapp über 4 % aller ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen werden könnten. Genau das ist vermutlich der springende Punkt, von dem das Management jetzt sagt, dass es Mehrwerte für die Investoren schafft: Jede ausstehende Aktie könnte nach den Rückkäufen schließlich 4 % mehr am Gesamtkonzern verbriefen.


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Allerdings möchte das Management der BMW-Aktie an dieser Front womöglich mittelfristig mehr. Die diesjährige Hauptversammlung hat dem Management schließlich die Erlaubnis erteilt, in den kommenden fünf Jahren bis zu 10 % des Grundkapitals per Aktienrückkauf einzuziehen. Damit könnte sich der Wert, den jede einzelne Aktie am deutschen Autobauer verbrieft, noch weiter erhöhen. Wirklich bemerkenswert, was das Management hier mittelfristig plant.

Ist der Zeitpunkt gut?

Mit Blick auf die BMW-Aktie können wir jedenfalls sagen, dass die Aktienrückkäufe nicht zum schlechtesten Zeitpunkt erfolgen. Aber auch nicht zum Besten. Besser wäre natürlich gewesen, wenn das Management im Corona-Crash und im Halbjahr März 2020 bis Oktober 2020 zwischen einem Aktienkurs von 41 Euro und 55 Euro die Anteilsscheine gekauft und eingezogen hätte. Um fair zu bleiben: Damals war die Unsicherheit jedoch groß. Investoren sahen damals die Sicherheit und Liquidität in den Kassen definitiv lieber.

Aber auch heute ist die Bewertung nicht zu teuer. Die BMW-Aktie notiert auf einem Aktienkurs von ca. 73 Euro. Gemessen an einem 2021er-Ergebnis je Aktie in Höhe von 18,76 Euro liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit bei 3,9. Selbst ein bereinigter Wert von 7,47 Euro im Jahre 2019 zeigt: Das KGV ist mit unter 10 vergleichsweise moderat.

Aktienrückkäufe können daher definitiv Mehrwerte bei dieser Bewertung für die Investoren schaffen. Für mich ist das eine clevere Kapitalmaßnahme in einem größeren Stil. Und das zu einem doch insgesamt sehr guten Zeitpunkt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.



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