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Grundbedarf lebenslang gesichert: Investiere nur 89.800 Euro in diese Dividendenaktie

Glückliches Rentner-Ehepaar am Meer Rentenalter
Foto: Getty Images

Viele Menschen träumen davon, genug Geld zu haben, um abgesichert zu sein und die Freiheit zu haben, aus dem Alltagstrott auszubrechen. Das muss nicht gleich die Frührente sein. Aber ein passives Einkommen, mit dem der tägliche Grundbedarf gedeckt werden kann, wäre doch schon einmal ein guter Anfang. Das geht heute einfacher, als viele denken.

Was ist der Grundbedarf?

Es gibt staatliche Stellen, die viel Aufwand treiben, um den Grundbedarf zu ermitteln. In den deutschen Sozialsystemen wird schließlich jedes Jahr aufs Neue kalkuliert, was Beziehern von Sozialhilfe und Grundsicherung für ein einigermaßen würdiges Leben zusteht. Die sogenannten Regelsätze sehen für alleinstehende Erwachsene einen Betrag von 449 Euro vor.

Darin enthalten sind die Bedarfe für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie sowie Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben. Das heißt, dass man mit 449 Euro pro Monat ein sehr einfaches, aber gutes Leben führen kann, soweit man über eigenen Wohnraum verfügt und keine Sonderlasten zu tragen hat.

Das Ziel lautet hier also, ein nachhaltiges passives Einkommen von 5.388 Euro pro Jahr zu generieren, das möglichst mit einer etwaigen Geldentwertung mitwächst.

Wie man jährlich 5.388 Euro generieren kann

Es gibt viele Möglichkeiten, ein passives Einkommen zu generieren. Das meiste davon bedeutet aber vorab Arbeit und gewisse Kenntnisse etwa im Medienbereich. Der einfachste Weg zu regelmäßigen Rückflüssen liegt in der Geldanlage. Denkbar wäre, es mit Unternehmensanleihen zu versuchen. Bei der bis 2030 laufenden Anleihe des Ökostrom-Entwicklers und -Betreibers PROKON eG könnte man aktuell 3,5 % verdienen.

Das bedeutet, dass man hier 154.000 Euro investieren müsste, um brutto 5.388 Euro ausbezahlt zu bekommen. Um nach Steuern diesen Betrag zu erhalten, müsste man sogar 205.000 Euro anlegen (ohne Berücksichtigung von Soli und Kirchensteuer). Bei Anleihen von DAX- oder MDAX- Unternehmen wäre es noch deutlich mehr.

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Wenn wir mit einer fünfstelligen Summe auskommen wollen, müssen wir uns nach renditestärkeren Anlagevehikeln umsehen. Ramschanleihen sind keine nachhaltige Option. Besser wäre es, Dividendenaktien ausfindig zu machen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft hohe Ausschüttungen leisten können.

Wie man geeignete Dividendenaktien findet

Nun könnten wir einfach einen Screener anwerfen und die Aktien herausfiltern lassen, die die höchste Dividendenrendite bieten. Dann stoßen wir auf Aktien wie die RTL Group (WKN: 861149), Freenet (WKN: A0Z2ZZ) oder das Immobilienunternehmen DIC Asset (WKN: A1X3XX). Dort gibt es satte Renditen im Bereich von 7 bis 10 %. Aber davon sollte man sich nicht ungeprüft blenden lassen.

Bei RTL treibt eine Sonderausschüttung den Wert einmalig hoch. Freenet bezahlt zwar seit Jahren zuverlässig, aber die hohe Ausschüttungsquote lässt kaum Steigerungen zu. Auch bei DIC Asset wird der Gewinn Großteils ausgeschüttet und die Wachstumspotenziale erscheinen begrenzt. Analysten trauen ihr dennoch eine kontinuierliche Dividendensteigerung zu.

Schon nächstes Jahr könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis einstellig werden, bezogen auf den Aktienkurs von 10,84 Euro (5. August). Rund 8 % auf den Einsatz zu bezahlen und gleichzeitig in die Unternehmensentwicklung zu investieren wäre dann möglich.

Sehr interessant sind derzeit viele Industriewerte: Schaeffler (WKN: SHA015) zum Beispiel bezahlte zuletzt für jede Vorzugsaktie 0,50 Euro, was beim Kurs von 5,57 Euro 9 % sind. Für das laufende Jahr könnte es etwas weniger werden, weil der Wälzlagerkonzern die Übernahme von Ewellix stemmen und mit den bekannt schwierigen Marktbedingungen zurechtkommen muss.

Aber mittel- bis langfristig rechne ich mit signifikanten Steigerungen bei Gewinnen pro Aktie jenseits von 1 Euro. Das ließe trotz der starken Rendite viel Raum für Wachstumsinvestitionen. Dazu muss man wissen, dass Schaeffler den Großteil seiner Transformation bereits hinter sich hat.

Heute ist der Konzern digitaler, besser diversifiziert und agiler als in früheren Jahren. Das Geschäft mit der Elektromobilität nimmt Fahrt auf und kompensiert die Rückgänge im Verbrennergeschäft.

So klappt es mit dem Grundbedarf dauerhaft

Wenn wir also davon ausgehen, dass sich gute Aktien finden lassen, die kurzfristig 8 % zahlen und ihre Ausschüttungen mindestens mit der Inflationsrate steigern, dann können wir wie folgt rechnen:

67.350 Euro führen bei 8 % im ersten Jahr brutto zu den gewünschten 5.388 Euro Dividenden. Um den gleichen Betrag netto auf das Konto transferiert zu bekommen, müssen wir 89.800 Euro investieren. Erwischen wir einen besonders günstigen Einstiegskurs, dann genügt entsprechend weniger.

Und falls unser Unternehmen seine Dividenden schneller als die Geldentwertung steigern kann, was ich zum Beispiel bei Schaeffler als ein realistisches Szenario ansehe, dann springt vielleicht zusätzlich zum Grundbedarf noch das eine oder andere Extra für uns heraus!

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Ralf Anders besitzt Aktien von Schaeffler. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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