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Aktien: Uniper-Aktie, Steinhoff-Aktie und Commerzbank-Aktie – 4 Hinweise auf ein Fehlinvestment

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Foto: Getty Images

An der Börse können wir von guten und schlechten Aktien gleichermaßen viel lernen.

Selbst Börsenprofis entscheiden sich immer wieder falsch. Doch vielen erfolgreichen Menschen zufolge kann nur derjenige gewinnen, der auch Risiken eingeht und aus seinen Fehlern lernt. „Misserfolg ist nicht das Gegenteil von Erfolg, er ist ein Sprungbrett zum Erfolg“, heißt ein bekanntes Zitat der amerikanischen Autorin Arianna Huffington, das den Lernprozess treffend beschreibt.

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Eine gute Methode, um immer besser zu werden, ist die Analyse der eigenen Fehler. Oft lassen sich dabei erstaunliche Parallelen feststellen.

Wenn wir uns einmal Uniper (WKN: UNSE01)-, Steinhoff (WKN: A14XB9)-, Commerzbank (WKN: CBK100)- und TUI (WKN: TUAG00)-Aktien genauer ansehen, lassen sich ganz unterschiedliche Gründe, aber auch Parallelen für deren langfristige Schwäche feststellen.

1. Kritische Aktien-Berichte

Am schwierigsten sind sicherlich Betrugsfälle wie Steinhoff oder Wirecard (WKN: 747206) im Vorfeld aufzudecken. Oft entwickeln sich die Zahlen und das Unternehmen sehr gut. Doch eine Parallele gibt es.

So wurden bereits vor den Kursabstürzen der beiden Aktien Hedgefonds auf die Firmen aufmerksam und setzten auf fallende Kurse. Sie veröffentlichten zudem sehr kritische Berichte. Wir sollten sie deshalb nie ignorieren, sondern sehr genau prüfen oder die Aktien dann vorsichtshalber verkaufen.

2. Hohe Verschuldung

Uniper-, Commerzbank- und TUI-Aktien gehören alle drei zur Gruppe der Zykliker. Sie sind für Konjunkturrisiken anfällig und besitzen meist eine hohe Verschuldung. Und in der Tat weisen alle drei Unternehmen eine relativ geringe Eigenkapitalquote auf.

3. Krisenanfälligkeit und schwache Gewinnmargen

Oft zeigt uns ein Blick in die historische Gewinnentwicklung, wie die Unternehmen in Krisen bisher abschnitten. Hier weisen Commerzbank- und TUI-Aktien Parallelen auf, die bereits in vergangenen Abschwüngen hohe Verluste hinnehmen mussten.

Im Durchschnitt sehr schwache Gewinnmargen (außer bei Handelsunternehmen) und zu häufige Verlustjahre sind ebenfalls ein Hinweis auf Probleme. TUI, Commerzbank und Uniper weisen alle drei diese Merkmale auf.

4. Der Staat kauft Aktien

Ein rotes Tuch ist sicherlich auch ein Staatseinstieg, denn er beteiligt sich in der Regel nur, wenn kein Kapitalgeber mehr zu einem Investment bereit ist. Natürlich kann es sich in diesen Fällen um vorübergehende Phänomene handeln. Doch TUI und Uniper besaßen auch schon vor ihrer Rettung erkennbare Probleme.

TUI agiert in einem Markt, der durch harte Preiskämpfe geprägt ist. So musste beispielsweise der Konkurrent Thomas Cook bereits im September 2019 eine Zwangsliquidation anmelden.

Uniper kam erst 2016 an die Börse. Doch das Unternehmen entstand nicht, um einem boomenden Geschäft noch mehr Auftrieb zu geben, sondern um Geschäftsbereiche abzustoßen. Mit Fortum (WKN: 916660) fand sich schließlich ein Großaktionär, doch auch dieser wird in der aktuellen Situation seinen Fehler erkennen. Uniper wies bereits 2016 in vier aufeinanderfolgenden Jahren Verluste aus. Diese Serie setzte sich noch bis 2018 weiter fort.

Die Kursentwicklung für sich genommen führt hingegen oft in die Irre. So sind beispielsweise Uniper-Aktien trotz der schlechten Ergebnisse bis Ende 2021 weiter gestiegen, um dann einzubrechen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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