Das Management der Allianz-Aktie sollte stärker auf Aktienrückkäufe setzen!

Bei der Allianz-Aktie (WKN: 840400) sind die deutlich über 6 % Dividendenrendite das Merkmal, das viele Investoren als Kapitalrückführung primär auf dem Schirm haben. In der Tat deutet das auf eine Unterbewertung hin. Schließlich gab es in den letzten Monaten, Quartalen und eigentlich auch Jahren eher 4, auch mal 5 %.
Generell ist die Dividende jedoch nur eine Säule der Kapitalrückführungen der Allianz-Aktie. Die Aktienrückkäufe sind ebenfalls vorhanden. Ich bin der Meinung, dass das Management diese Maßnahme jetzt wieder stärker bedienen sollte. Der Effekt wäre jetzt schließlich wieder besonders groß.
Allianz-Aktie: Mehr Aktienrückkäufe, bitte!
Im Endeffekt ist bei der Allianz-Aktie die bereinigte Ausgangslage eigentlich sehr, sehr solide. Das Management spricht von einem operativen Ergebnis in Höhe von 13,4 Mrd. Euro im laufenden Geschäftsjahr. Rekordverdächtig, wohlgemerkt! Bloß, dass Einmaleffekte wie die Structured Alpha Fonds oder auch der Exit aus Russland belasten.
Wenn wir davon ausgehen, dass das bereinigte Geschäft stark bleibt, so dürften Aktienrückkäufe jetzt das Mittel der Wahl sein, um Mehrwerte für die Investoren zu generieren. Schließlich ist die günstige Bewertung mit über 6 % Dividendenrendite und einem (bereinigten) Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 vergleichsweise günstig. Jetzt viele Aktien zu kaufen und einzuziehen, wäre entsprechend ein solider Katalysator.
Zum Vergleich: Im Moment kauft das Management der Allianz-Aktie für eine Milliarde Euro eigene Aktien zurück. Bei einer Marktkapitalisierung in Höhe von 67,3 Mrd. Euro entspräche das einem relativen Anteil von ca. 1,48 % aller ausstehenden Aktien. Bei einem Aktienkurs von 230 Euro, so wie noch zu Anfang des Jahres, lag der relative Anteil hingegen bei knapp über 1 %. Wir sehen, dass der Mehrwert daher umso größer ausfällt, je günstiger die Bewertung ist.
Bei der Allianz-Aktie könnten jetzt Aktienrückkäufe im größeren Stil einen stützenden Effekt haben und Mehrwerte für die Investoren bringen. Es würde sogar die Dividende auf ein günstigeres Fundament stellen beziehungsweise die gleiche Ausschüttungssumme auf weniger Aktien verteilen. Aber vor allem das Ergebniswachstum je Aktie ankurbeln. Operativ ist das Geschäft jedenfalls bereinigt intakt und die Bewertung ist sehr preiswert.
Chancen nutzen!
Wenn das Management der Allianz-Aktie daher die Liquiditätslage für ausreichend befindet und ein nötiges Cashpolster sieht, so wären Aktienrückkäufe das Mittel der Wahl. In der jetzigen Situation wäre es sogar mein favorisiertes Mittel gegenüber einer wachsenden Dividende. Die Mehrwerte, die wir damit erzielen, bleiben uns schließlich erhalten und die eigene Aktie ist selten so preiswert wie im Moment. Mal sehen, ob es dazu kommt. Ich jedenfalls wäre ein Unterstützer, sofern sich der DAX-Versicherer bei den Kapitalrückführungen in diese Richtung bewegt.
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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
