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BASF-Aktie: 1 schlechte und 2 gute Neuigkeiten

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Foto: BASF SE

BASF (WKN: BASF11) hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2022 vorgelegt. Trotz aller Befürchtungen stieg der Umsatz weiter um 11,6 % auf 21.946 Mio. Euro. Grund war jedoch nicht ein stärkerer Absatz, der um 7,2 % fiel, sondern Verkaufspreise, die um 7,2 % anzogen.  Die Aktie fiel heute (26.10.2022) auf Xetra um 0,97 %.

1. Hohe Energiepreise belasten die Ergebnisse

Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 27,7 % auf 1.348 Mio. Euro. Dafür waren die schwächelnden Chemicals- und Materials-Segmente hauptverantwortlich. Hier wirkten sich die hohen Energie- und Rohstoffpreise besonders negativ aus. BASF musste in den ersten drei Quartalen 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unter anderem für Erdgas etwa 2,2 Mrd. Euro mehr ausgeben.

Infolgedessen sank das EBIT vor Sondereinflüssen im Chemicals-Bereich um 63,2 % auf 323 Mio. Euro und im Materials-Segment um 56,2 % auf 277 Mio. Euro. Gleichzeitig konnten diese Bereiche ihren Umsatz um 2,7 % auf 3.793 Mio. Euro beziehungsweise um 18,7 % auf 4.715 Mio. Euro steigern.

In den übrigen Sparten profitierte BASF sogar. Im Industrial Solutions-Segment stieg der Umsatz um 21,8 % auf 2.687 Mio. Euro und das bereinigte EBIT um 14,2 % auf 299 Mio. Euro. Surface Technologies musste zwar einen leichten Umsatzrückgang um 5,3 % auf 5.333 Mio. Euro verbuchen, steigerte aber das EBIT vor Sondereinflüssen um 101 % auf 239 Mio. Euro.


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Nutrition & Care verbesserte den Umsatz um 32,8 % auf 2.123 Mio. Euro und das bereinigte EBIT um 73,3 % auf 180 Mio. Euro. Agricultural Solutions wuchs umsatzseitig um 34,5 % auf 2.142 Mio. Euro, während das bereinigte EBIT von -90 auf 7 Mio. Euro zulegte.

Aufgrund der negativen Effekte auf die zwei wichtigen Chemicals- und Materials-Segmente fiel auch der Konzerngewinn um 31,1 % auf 902 Mio. Euro. Eine Abwertung von integralen Unternehmen um 124 auf 76 Mio. Euro wirkte sich ebenfalls negativ aus. BASF musste wegen seiner Nord Stream 1-Beteiligung darüber hinaus 740 Mio. Euro abschreiben.

1. BASF senkt die Kosten

Der Konzern reagiert auf das schwächere Ergebnis mit Kostenstreichungen, die vor allem in Europa anfallen. Bis Ende 2024 will er so seine jährlichen Ausgaben um 500 Mio. Euro senken.

„Zum einen wächst der europäische Chemiemarkt seit rund einem Jahrzehnt nur noch schwach. Zum anderen setzt der deutliche Anstieg der Erdgas- und Strompreise im Laufe dieses Jahres chemische Wertschöpfungsketten unter Druck“, so der BASF-CEO Martin Brudermüller. Er beklagt zudem viele geplante EU-Regulierungen. Europäische Hersteller können so nicht mehr im internationalen Wettbewerb mithalten.

Je nachdem, wie sich die Bedingungen weiterentwickeln, könnte sich der Konzern auch schrittweise aus Europa zurückziehen.

2. BASF bestätigt die Prognose

BASF behält seine zum Halbjahr veröffentlichte Prognose bei. Demnach erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr 2022 einen Umsatz von 86 bis 89 Mrd. Euro und ein EBIT vor Sondereinflüssen zwischen 6,8 bis 7,2 Mrd. Euro.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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