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Top-Aktien für Dezember

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In den Augen unserer Autoren könnten diese Top-Aktien für Dezember spannende Investitionsmöglichkeiten für langfristig orientierte Investoren darstellen.

Ralf Anders: Swissquote

Swissquote (WKN: 938312) ist eine fest etablierte Größe unter den Schweizer Finanzdienstleistern. Als innovativer Marktführer im Onlinebanking gelingt es dem Unternehmen gut, sich gegen ambitionierte Konkurrenz zu behaupen. Während beispielsweise der einstige Herausforderer Strateo längst wieder aufgegeben hat, expandiert Swissquote seit einigen Jahren erfolgreich im Ausland. Über die diesjährige Akquisition der Keytrade Bank Luxembourg beschleunigt das Unternehmen seine Europaoffensive. 

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Gleichzeitig baut Swissquote konsequent sein Leistungsspektrum aus. Von der smarten Banking-App Yuh für jüngere Kunden, die in Zusammenarbeit mit der konservativen PostFinance entstand, über das Trading und Staking von Kryptos bis hin zur umfassenden Unterstützung des nachhaltigen Investierens, ist für jeden etwas dabei. Aktuell hat Swissquote – wie viele Konkurrenten auch – noch mit Gegenwind zu kämpfen. Doch der Aktienkurs ist 2022 so stark zurückgekommen, dass es sich im Dezember lohnen könnte, auf dieses Fintech-Powerhouse einen genaueren Blick zu werfen.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Swissquote.


Caio Reimertshofer: Alphabet

Schwache Konjunkturaussichten belasten im Moment die Aktie von Alphabet (WKN: A14Y6H). In wirtschaftlich schwierigen Zeiten reduzieren Unternehmen ihre Werbebudgets. Da Alphabet mit der Google-Suche und YouTube stark von Werbeeinnahmen abhängig ist, wirkt sich das unmittelbar auf den Aktienkurs des Konzerns aus.

Ein langfristiges Problem? Ich denke nicht. Immerhin ist Alphabet sowohl als Suchmaschine als auch als Video-Streamingdienst mit deren jeweiligen Geschäftsbereichen hervorragend positioniert. Und wir wissen schließlich: Wenn ein Konjunkturabschwung erfolgt, erfolgt üblicherweise auch wieder ein Aufschwung.

Nicht zu vergessen ist das nach wie vor zweistellige Wachstum des Google-Cloud-Segments. In der Zukunft dürfte dieser Geschäftsbereich bedeutend zur Profitabilität von Alphabet beitragen. Insgesamt halte ich den Aktienkurs von Alphabet daher im Verhältnis zu den Chancen gegenwärtig für fair bewertet. 

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien).


Peter Roegner: IBU-tec advanced materials AG

Die in Weimar ansässige IBU-tec advanced materials AG (WKN: A0XYHT) ist in der Chemiebranche tätig. Das Unternehmen besitzt Know-how in der thermischen Verfahrenstechnik, der Chemie und der Mineralogie und entwickelt eigene Produkte sowie Materialien nach den Vorgaben seiner Kunden.

IBU-tec ist in zukunftsträchtigen Bereichen wie Batteriematerialen für Energiespeicher und Elektromobilität, Green-Economy (etwa CO2-reduzierte Baustoffe, seltene Erden, stationäre Energiespeicherung) und Medizintechnik (wie künstliche Gelenke und Zahnersatz) tätig.

2001 übernahm der heutige Vorstandsvorsitzende Ulrich Weitz das Unternehmen; seine Familie ist immer noch mit rund einem Drittel beteiligt.

2022 erwartet IBU-tec rund 56 Mio. Euro Umsatz. 2025 sollen es schon zwischen 102 und 130 Mio. Euro sein – die Zeichen stehen also auf Wachstum, das noch dazu profitabel ist.

 Peter Roegner besitzt keine Aktien der IBU-tec advanced materials AG.


Frank Seehawer: Münchener Rück

Meine Top-Aktie für den Dezember 2022 ist die Münchener Rück (WKN: 843002). Die Aktie des Rückversicherers ist für mich seit langem ein Basisinvestment. 

Nun zeigt sich, dass die Münchener im aktuellen Krisenumfeld einiges zu bieten haben. Die Jahresprognose wurde mit den Q3-Zahlen nochmals bestätigt. Demnach wird ein Jahresüberschuss von 3,3 Milliarden Euro erwartet, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Ergebniswert des Vorjahres entspricht.

Besonders der schwache Euro sowie die rasant steigenden Wiederanlagerenditen entpuppen sich als Stabilisierungsanker. Einen deutlichen Rückenwind gibt es von den Prämieneinnahmen, die mittlerweile deutlich zweistellig zulegen können. Umsätze von 67 Mrd. Euro sind auf Jahressicht denkbar. Auch könnte die Dividende weiter ansteigen.

Frank Seehawer besitzt Aktien der Münchener Rück.


Henning Lindhoff: Celanese

Celanese (WKN: A0DP2A) ist ein bekannter Akteur in der chemischen Industrie und gilt als weltweit größter Hersteller von Essigsäure und Vinylacetat. Und das Unternehmen aus Texas ist weiter auf Expansionskurs.

Vor wenigen Tagen gab das Management um CEO Lori Ryerkerk die Übernahme des Geschäftsbereichs Mobility & Materials von DuPont bekannt. Damit erwirbt Celanese ein umfangreiches Portfolio an thermoplastischen Elastomeren sowie weltweite Produktionsanlagen. Die Akquisition kann sich für Celanese kurzfristig auszahlen und wird langfristig Synergien generieren.

Mit Ausnahme des Corona-Jahres wuchs Celanese in den vergangenen Jahren zuverlässig. Die Gesamtkapitalrendite von 8,2 % ist im Industrievergleich hervorragend. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,8 (Stand: 25.11.22) spiegelt die Stärke dieses Gesamtpaketes keinesfalls wider.

Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von Celanese.


Hendrik Vanheiden: Lindt & Sprüngli

In der anstehenden Weihnachtszeit werde ich wieder Unmengen an Schokolade von Lindt & Sprüngli (WKN: 859568) vertilgen. Und auch im Rest der Welt scheint die Schokolade des Schweizer Unternehmens gut anzukommen.

Nachdem im Jahr 2021 neue Rekorde bei Umsatz und EBIT aufgestellt wurden, setzt sich das starke Wachstum in diesem Jahr fort. Im ersten Halbjahr 2022 stieg der organische Umsatz um 12 %, das EBIT um 33 %.

Mit seiner Premiummarke und regelmäßigen Produktinnovationen schafft es Lindt, seinen weltweiten Marktanteil beständig auszubauen. Insbesondere außerhalb Europas (zuletzt 51 % Umsatzanteil) sehe ich noch viel Wachstumspotenzial. Das KGV von 48 ist gemessen an dem langfristig anvisierten Umsatzwachstum von 6 bis 8 % sehr hoch (Stand: 25.11.22). Doch Qualität hat nunmal seinen Preis – dies gilt für Aktien wie für Schokolade.

 Hendrik Vanheiden besitzt keine Aktien von Lindt & Sprüngli.


Christof Welzel: Laboratory Corporation of America Holdings

Laboratory Corporation of America Holdings (WKN: 895308) gehört in Amerika zu den größten Anbietern medizinischer Labortests und beschäftigt etwa 75.000 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen Ärzte, Krankenhäuser, Pharmaunternehmen, Forscher und Patienten, die auf Basis der Ergebnisse Entscheidungen treffen. 

Das Unternehmen verfügt über sehr gute Finanzkennzahlen. Im Zeitraum 2012 bis 2021 ist der Umsatz von 5.671 auf 16.121 Mio. US-Dollar gestiegen. Der Gewinn legte von 583 auf 2.377 Mio. US-Dollar zu. Die Gewinnmarge und Gesamtkapitalrendite betrugen in diesem Zeitraum im Durchschnitt gute 9,4 % beziehungsweise 6,9 %. Laboratory verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote von 51 %.

Viele Bewertungsmethoden deuten aktuell auf eine Unterbewertung hin. 

Christof Welzel besitzt keine Aktien von Laboratory Corporation of America Holdings. 


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Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien).

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