2 deutsche Aktien mit deutlichem Abschlag auf den Buchwert, die hohe Dividenden bieten!

Der elektrische Volkswagen ID.3 in Weiß vor dem VW-Werk
Foto: Volkswagen AG

Investieren in Aktien ist eine großartige Möglichkeit, um langfristiges Wachstum zu erzielen. Das bestätigt auch die langfristige Rendite der Aktie im Allgemeinen, die jenseits der Marke von 5 % liegt. 

Das Entscheidende beim Investieren dürfte jedoch der Preis sein, den man für ein Investment bezahlt. Und hier gilt ganz klar die Devise: je niedriger, desto besser.

Allzu günstig sollte man Aktien jedoch auch nicht kaufen, denn sie könnten versteckte Risiken beherbergen. Meistens erkennt man solche Aktien anhand eines niedrigen KGVs oder KBVs.

In Fachkreisen bezeichnet man sie auch als Value-Aktien. Sie bieten einen großen Discount auf den inneren Unternehmenswert. Im Idealfall erkennt der Markt irgendwann das Potenzial und holt die Bewertung auf.

Das funktioniert jedoch nur, sofern es sich um ein Unternehmen mit nur strukturellen Problemen handelt, die langfristig gelöst werden können.

Zwei Aktien, auf die dieser Sachverhalt zutreffen könnte, sind die Deutsche Bank (WKN: 514000) sowie der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt, Volkswagen (WKN: 766400).

Deutsche Bank Aktie

Die Deutsche Bank ist eine große deutsche Universalbank mit langer Tradition. Sie bietet eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen an, einschließlich der Kreditvergabe, Anlageberatung, dem Handel und der Vermögensverwaltung.

Lange Zeit galt die Deutsche Bank als uninvestierbar. Probleme über Probleme herrschten bei dem Frankfurter Geldinstitut und ein Vorstand nach dem anderen reichte sich die Klinke in die Hand.

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Auch der Aktienkurs der Deutschen Bank kannte seit 2007 nur eine Richtung: nach unten. Schuld an dieser Entwicklung war nicht ausschließlich die Finanzkrise.

Geldwäsche in Russland, Zinsmanipulationen, Verstöße gegen das US-Iran-Embargo sind nur einige Beispiele, die dem Ansehen des größten deutschen Geldinstituts geschadet haben.

Das Resultat: ein merklicher Abschlag auf den Buchwert des Unternehmens. Dieser beläuft sich mittlerweile auf 0,35 (Stand: 9.2.23, Morningstar), was nichts anderes bedeutet, als dass für einen Euro bilanzierter Wert nur 35 Cent an der Börse gezahlt werden. 

Der niedrige Wert könnte jedoch auch ein Alarmzeichen sein. Beispielsweise könnten Investoren so Risikoassets mit zweifelhaftem Wert kompensieren.

Durch den Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus gerät das Geldinstitut jedoch wieder in den Fokus der Anleger. Auch der Aktienkurs zog merklich an – über die magische 10-Euro-Marke. 

Damit dürfte vorerst eine Bodenbildung stattgefunden haben. Ob die Kursrally weitergeht, das kann man aus heutiger Sicht nicht zuverlässig einschätzen.

Volkswagen Aktie

Auch die Aktie des größten deutschen Automobilherstellers, Volkswagen, wird mit einem großen Abschlag auf den Buchwert gehandelt. Konkret beläuft sich das KBV auf 0,47 (Stand: 9.2.23, Morningstar).

Volkswagen entwickelt, produziert und verkauft eine Vielzahl von Automobilen unter verschiedenen Marken, darunter Volkswagen, Audi, Porsche, Bentley oder LamborghiniDie erst kürzlich an der Börse gelistete Tochtergesellschaft Porsche AG (WKN: PAG911) bestätigte die Substanz. Trotzdem erkennen die Investoren nicht die Schätze, die der Volkswagenkonzern unter seiner Haube verbirgt.

Transformativer Wandel belastet

Die wesentliche Skepsis der Marktteilnehmer bezieht sich bei dieser Aktie auf die Neuausrichtung der Branche – weg vom Verbrenner und hin zum technologisch hochgerüsteten E-Automobil. 

Ein solcher Transformationsprozess dürfte vorerst einiges an Geld kosten. Dabei ist noch gar nicht sicher, ob Volkswagen die Aufholjagd im neuen Markt gelingt. Scheitert sie, dann könnte das bisher erfolgreiche Geschäftsmodell in Gefahr sein. Schließlich zeichnet sich genau dieses durch Größeneffekte aus.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Volkswagen. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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