HelloFresh-Aktie: Hier schlummert Potenzial

Ein Mann in einer Küche hält eine HelloFresh-Box mit Nahrungsmitteln
Foto: HelloFresh

Die HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) ist im letzten Jahr massiv abgestürzt. Im November 2021 musste man für eine Aktie noch knapp 100 Euro zahlen. Inzwischen ist der Kurs auf nur noch 17 Euro und damit wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgefallen (Stand: 24.03.2023).

Dabei ist HelloFresh heute ein viel größeres und profitableres Unternehmen. Und in den nächsten Jahren ist zudem wieder mit steigenden Gewinnen zu rechnen.

Jetzt ist die Zeit steigender Gewinne gekommen

Seit dem Geschäftsjahr 2019 ist HelloFresh extrem gewachsen. Damals lag der Umsatz bei 1,8 Mrd. Euro und das Unternehmen hat gerade erst an der Gewinnschwelle gekratzt. Nach ersten Quartalsgewinnen im Jahresverlauf ist der Verlust vor Steuern in dem Geschäftsjahr auf nur noch 5 Mio. Euro gefallen.

Heute ist HelloFresh im Verhältnis dazu ein Gigant. Der Umsatz lag im letzten Geschäftsjahr bei 7,6 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Steuern bei 200 Mio. Euro! Zwar hat sich der Gewinn auf dieser Basis zum Vorjahr fast halbiert. Aber die Gründe dafür finden sich hauptsächlich in der starken Expansion der letzten beiden Jahre. HelloFresh ist in zahlreiche neue Märkte expandiert und ist darüber hinaus durch Zukäufe auch noch in weitere Geschäftsbereiche eingestiegen.

Auf dem Investor Day vor wenigen Tagen wurden etwas mehr Details dazu veröffentlicht. Demnach sind die großen Märkte, in denen HelloFresh schon länger aktiv ist, wie beispielsweise der US-Markt oder auch der deutsche Markt, die großen Gewinnbringer. Diese Märkte erwirtschaften 73 % des Umsatzes und erreichen eine Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von deutlich mehr als 10 %. Die neuen Märkte wie beispielsweise Norwegen dagegen generieren etwa 15 % des Umsatzes und wachsen deutlich schneller. Gleichzeitig ist die Gewinnmarge in diesen Bereichen aber auch noch negativ.

HelloFresh konzentriert sich auf die Profitabilität

Kein Wunder also, dass es eines der Ziele in diesem Jahr ist, die Profitabilität in den neuen Märkten zu verbessern.

Bis 2025 soll der konzernweite Umsatz auf mehr als 10 Mrd. Euro und die angepasste Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 10 % steigen. Im letzten Jahr lag der Wert nur bei 6,3 %. Schon im vierten Quartal gab es aber deutliche Fortschritte in dieser Hinsicht mit einem Anstieg auf 8,5 %.

Gleichzeitig werden ab diesem Jahr die Investitionen schrittweise sinken. In Kombination mit der steigenden Profitabilität dürfte deshalb auch der Free Cashflow ab diesem Jahr wieder steigen. Damit hat HelloFresh auch wieder mehr Spielraum für Aktienrückkäufe. Insbesondere beim aktuell niedrigen Kurs würde ein Aktienrückkauf natürlich sehr viel Sinn machen.

Insgesamt spricht einiges dafür, dass die Gewinne im letzten Jahr ihren Tiefpunkt erreicht haben und es nun wieder bergauf geht. Wenn HelloFresh es also schafft, seine Ziele für Wachstum und Profitabilität zu erreichen, dürfte auch der Aktienkurs wieder deutlich steigen.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von HelloFresh. Aktienwelt360 empfiehlt keine der genannten Aktien.



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