ARERO – die beste All-in-one-Lösung für die Altersvorsorge?

Über dem Erdball liegt ein blaues Netzwerk.
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Wer für den Ruhestand anlegen will, hätte natürlich am liebsten die eierlegende Wollmilchsau. Die ideale Anlagelösung soll ein geringes Risiko, eine breite Diversifikation, günstige laufende Kosten und am besten noch eine überdurchschnittliche Rendite bieten. Gleich vorab: Eine Anlage, die auf lange Sicht all diese Kriterien erfüllt, ist mir persönlich noch nicht untergekommen.

„Lehnen Sie sich zurück – und lassen Sie die Märkte für sich arbeiten.“ Dieser Slogan prangt ganz groß auf der Website des ARERO – Der Weltfonds (WKN: DWS0R4). Klingt gut, oder? Doch auch ARERO muss an mancher Stelle Abstriche machen. Trotzdem ist er für Anleger, die es unkompliziert mögen, vielleicht genau das Richtige …

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Transparente, regelbasierte Anlagestrategie

Zuallererst ist klarzustellen, dass ARERO im Unterschied zu ähnlich breit aufgestellten ETFs kein passives Instrument ist, sondern ein aktiv gemanagter Mischfonds. Über das Wörtchen „aktiv“ lässt sich aber streiten, denn das Fondsmanagement verfolgt nach eigenen Angaben eine regelbasierte und damit doch eher passive Anlagestrategie. Diese wurde von einem Forscherteam an der Universität Mannheim um Professor Martin Weber entwickelt.

Im Zentrum steht eine möglichst breite Streuung der Anlage über die drei Anlageklassen Aktien, Renten (also Anleihen) und Rohstoffe sowie über viele Regionen weltweit. Hierfür bildet der Fonds selbst sechs verschiedene Indizes nach und bündelt diese in einem einzigen Produkt. Die Gewichtung der Anlageklassen gestaltet sich wie folgt:

–          60 % Aktien
–          25 % Anleihen
–          15 % Rohstoffe

Spannend ist, dass ARERO – Der Weltfonds im Unterschied zu vielen gängigen Aktienindizes einzelne Regionen nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach dem Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts der Länder gewichtet, die in der Region vertreten sind. So hat Nordamerika lediglich einen Anteil von ca. 18 % am Fondsvermögen, während diese Region in einem MSCI-World-ETF auf eine Gewichtung von über 70 % kommt. Dafür haben Schwellenländer wie China, Indien und Co. ein Gewicht von über 24 %.

Kosten, Performance und Diversifikation

Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,5 % im Jahr ist ARERO zwar teurer als viele ETFs, aber günstiger als andere aktive Fonds, die schnell mal 1,5 bis 2,5 % im Jahr kosten können.

Nun zur Performance: Seit Auflegung im Jahr 2008 hat der Fonds im Durchschnitt eine jährliche Performance von 6,25 % erzielt (Stand: 12.04.2023). Auf 10-Jahres- oder 5-Jahres-Sicht liegt die Durchschnittsperformance bei rund 5 %. Das ist schon recht ordentlich für einen Mischfonds mit einem solchen Anlagekonzept. Allerdings muss man für eine solche Rendite auch unbedingt einen langen Atem mitbringen. Für Anleger, die vom schnellen Reichtum oder von Renditewundern träumen, ist der Fonds also nichts.

Eine breite Diversifikation ist beim ARERO auf jeden Fall gegeben. Als Privatanleger ist man mit den verschiedenen Anlageklassen, Regionen und Einzelunternehmen definitiv sehr breit aufgestellt. Ob man als Privatanleger aber nun unbedingt auch in Anleihen und Rohstoffe investieren muss, ist fraglich. Eine Möglichkeit wäre auch, in einen Aktien-ETF zu investieren und die Anlageklassen Anleihen und Rohstoffe einfach durch Tages- und Festgeld zu ersetzen, auf das man im Zweifel flexibler zugreifen kann. Immerhin gibt es dafür inzwischen sogar wieder nennenswerte Zinsen!

Würde ich in den ARERO investieren?

Mir persönlich wäre ARERO als einzige Anlagelösung für die Altersvorsorge zu unflexibel. Zum einen kann man die eigene Risikoneigung über die Jahre nicht anpassen. Je näher der Ruhestand rückt, desto risikoaverser positioniert man sich als Anleger in der Regel. Da die Gewichtung der Anlageklassen bei ARERO festgelegt ist, habe ich hier keinen Spielraum. Zum anderen kann die Anlagestrategie vom Fondsanbieter im Laufe der Jahre angepasst werden, ohne dass ich einen Einfluss darauf hätte. Da lobe ich mir doch mein selbst zusammengestelltes Portfolio, das meine eigene Anlagestrategie widerspiegelt, mit der ich mich am wohlsten fühle.

Dennoch ist ARERO in meinen Augen eine sehr sinnvolle Option für alle, die eine fertige Komplettlösung mit maximaler Risikostreuung suchen. Insbesondere durch die Einrichtung eines Sparplans kann man bereits in jungen Jahren mit der Geldanlage beginnen und so besonders effektiv vom Zinseszinseffekt des thesaurierenden Fonds profitieren.

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Franziska besitzt keine der genannten Wertpapiere. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Wertpapiere.



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