Willst du mehr Rendite? Investiere in Small-Cap-Aktien … sagt die Wissenschaft!

In einer großen Muschel liegt eine seltene funkelnde Perle versteckt
Foto: Elias via Pixabay

Small Caps, also Aktien kleiner Unternehmen, gehören in jedes gute Depot. Schließlich verfügen sie über mehr Potenzial, ihre Umsätze und Gewinne zu steigern, als ein ausgewachsener Konzern. Daher bieten sie bessere langfristige Renditechancen. So heißt es zumindest oft.

In meinen ersten Jahren als Anleger habe ich mich oft gefragt, ob das tatsächlich eine statistisch belegte Tatsache ist – oder ein Fehlschluss, der zwar logisch klingt, aber keinen wahren Hintergrund hat.

Die Wissenschaft gibt eine Antwort, die eindeutiger kaum sein könnte!

Erzielen Small Caps tatsächlich bessere Renditen als Large Caps?

Die kurze Antwort ist: Ja! Aber klicke jetzt nicht weg, denn du würdest die lange Antwort verpassen … und die ist noch wesentlich spannender als die kurze.

Ein seit den 1990ern weit verbreitetes Modell zur Prognose von Aktienkursen ist das sogenannte Fama-French-Modell. Du musst dir diesen Namen nicht merken. Wichtig zu verstehen ist bloß, dass es neben der durchschnittlichen Marktrendite und dem allgemeinen Risiko der Anlage auch die Marktkapitalisierung und die Aktienbewertung berücksichtigt, um die Renditen von Aktien zu modellieren.

Statistische Analysen zeigen wieder und wieder: Je geringer die Marktkapitalisierung, desto mehr Rendite kann ein Anleger im Durchschnitt erwarten. Die Stärke dieser Beziehung variiert stark je nach Zeitraum und Weltregion – aber dass es diesen Zusammenhang gibt, ist unbestritten.

Das bedeutet folglich: Je mehr Small-Cap-Aktien in deinem Depot sind, desto bessere Chancen hast du, eine bessere Rendite zu erzielen als der breite Aktienmarkt! (Und schon die stinknormale Aktienmarktrendite liegt langfristig gesehen zwischen 7 % und 9 % pro Jahr, ist also wirklich attraktiv.)

Warum sind Small Caps renditestärker?

Während mittlerweile gemeinhin akzeptiert ist, dass der Größeneffekt existiert, herrscht noch Unklarheit darüber, wodurch er eigentlich ausgelöst wird.

Die klassische Erklärung, dass Small Caps eben über größere Wachstumsspielräume verfügen, ist dabei nur eine von vielen. Andere Hypothesen sind etwa:

  1. Kleine Unternehmen verfügen über ein höheres Risiko und können stärker von gesamtwirtschaftlichen Problemen wie einer hohen Inflation oder geringem Wachstum betroffen sein. Dieses höhere Risiko und die daraus folgenden höheren Kapitalkosten äußern sich in einer höheren Aktienrendite.
  2. Aufgrund der nur lückenhaften Beobachtung durch Medien und Analysten fliegen kleine Unternehmen unter dem Radar vieler Investoren, wodurch sie eher unterbewertet sind.
  3. Investoren lassen die Small Caps absichtlich links liegen, da sie aufgrund der nur lückenhaften Beobachtung durch Medien und Analysten Chancen und Risiken nicht ausreichend einschätzen können.
  4. Da die Aktien kleiner Unternehmen in weniger großen Volumina gehandelt werden, sind sie für viele Anleger unattraktiv und für große Fonds oder Vermögensverwalter gar nicht erst handelbar.

Wie findest du die besten Small Caps?

Es gibt Tausende Small Caps und Micro Caps am Aktienmarkt, deren Marktkapitalisierungen sich unter der Milliardengrenze bewegen.

Du kannst die Small-Cap-Prämie natürlich recht simpel abgreifen, indem du einen entsprechenden ETF kaufst, der all diese Tausenden Werte enthält. Aber dieser enthält auch Nieten, die so klein sind, eben weil sie einfach nicht über wirkliche Wachstumschancen verfügen. Oder Unternehmen, die einmal Mid Caps oder Large Caps waren, aber sich nun auf dem absteigenden Ast befinden.

Was wir eigentlich wollen, sind doch die Unternehmen, die noch ganz am Anfang einer erfolgreichen Reise stehen. Unternehmen, die frühe Investoren mit einer Verzehnfachung der investierten Summe belohnen – oder noch mehr!


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