Allianz-Aktie: Auf dem Weg zu KGV 10

Ein Mann zeichnet einen aufsteigenden Chart auf ein Whiteboard
Foto: Malte Luk via Pexels

Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) hat gerade ihre Dividende gezahlt, neue Aktienrückkäufe bekannt gegeben und auch ein frisches Zahlenwerk präsentiert. Was uns fehlt? Der Einblick in die aktuelle, operative Ausgangslage. Denn auch das zeigt, wie stark der Versicherer im Moment eigentlich ist.

Stark und günstig ist bei der Allianz-Aktie jedenfalls auch nach den Zahlen für das erste Quartal eine passende Beschreibung. Tatsächlich könnte sich der DAX-Versicherer einem KGV von 10 nähern. Aber es gibt bedeutend mehr Qualitäten, die wir uns ansehen sollten.

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Allianz-Aktie: Wird das KGV von 10 Realität?

Generell konnte die Allianz hervorragend ins neue Jahr starten. Der DAX-Versicherer steigerte das Geschäftsvolumen um 3,9 % auf 46 Mrd. Euro. Als operatives Ergebnis blieben unterm Strich 3,73 Mrd. Euro hängen, was einem Plus von 24,2 % im Jahresvergleich entsprochen hat. Mit einem Periodenergebnis von 2,16 Mrd. Euro lässt der DAX-Konzern die Structured-Alpha-Zeiten nun endlich auch im direkten Jahresvergleich hinter sich. Das ist insoweit sehr solide.

Insgesamt kam die Allianz-Aktie im ersten Jahresviertel auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 5,43 Euro. Rechnen wir diesen Wert fiktiv auf ein Gesamtjahr hoch, so ergäbe sich ein Gewinn je Aktie von ca. 21,60 Euro. Bei einem Aktienkurs von 212 Euro hieße das ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10. Oder ausgehend von der jetzigen Bewertung eine mögliche Gewinnrendite von 10 % pro Jahr. Moderate Zuwächse nicht einmal eingepreist.

Das zeigt, dass die Allianz-Aktie ein möglicher Value-Kandidat ist. Zumal das Management am Ziel für das Geschäftsjahr 2023 festhält. Bedeutet: Es soll ein operatives Ergebnis von 14,2 Mrd. Euro möglich sein, plus/minus der üblichen Schwankungsmilliarde. Auch das zeigt mit Blick auf die 3,7 Mrd. Euro operatives Ergebnis für das erste Jahresviertel, dass wir ca. ein Viertel der Gesamtjahresprognose erreicht haben. Sowie auch, dass ein KGV von 10 durchaus für 2023 realistisch sein könnte.

Qualität im Geschäft

Ja, die Allianz-Aktie hatte in der Vergangenheit so einige Baustellen. Corona, Structured-Alpha und auch die Sorge vor einer abschwächenden Weltwirtschaft. Corona liegt hinter uns und auch die mit hohen Kosten verbundene Affäre. Was bleibt, ist ein solider, starker Versicherer, der vermutlich auch mit steigenden Zinsen weiter wächst und definitiv Stärken im Kerngeschäft vorweisen kann.

So liegt die Schaden-Kosten-Quote bei 91,9 %, was ein hervorragender Wert ist. Die Solvency-II-Quote von 206 % liegt wieder über den 201 % im Vorjahresquartal. Auch das ist ein wichtiger Indikator dafür, dass das Management die Affäre ohne bilanzielle Auswirkungen hinter sich gebracht hat und nun an der Eigenkapitalausstattung arbeitet. Apropos Eigenkapital: Auch das ist mit 56,8 Mrd. Euro weiterhin sehr hoch.

Bei der Allianz-Aktie wird all das abgerundet durch 1,668 Billionen Euro an verwaltetem Vermögen. Wie gesagt: Gerade das kann mit steigenden Zinsen ein starker Wachstumsmotor sein. Ich sehe das KGV von ca. 10 jedenfalls als sehr, sehr preiswert an für all die Qualität und die soliden Zahlen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. Aktienwelt360 empfiehlt keine der genannten Aktien.



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