Dividende, passives Einkommen & Co.: Leitzins bei 4,25 %?

Ein himmlisches Angebot: Viele Prozent % auf alles
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Der Leitzins ist zuletzt von der EZB ein weiteres Mal erhöht worden. Mit 4,25 % liegt er inzwischen auch im Euroraum auf einem Niveau, das inzwischen Jahrzehnte zurück liegt. Gute Nachrichten für Einkommensinvestoren? Ja, ich denke schon!

Nicht nur, weil viele überregionale Geldhäuser sich derzeit ein Zinsrennen leisten. 3,5 % auf das Tagesgeld bei einer deutschen Bank und 3,7 % bei einer spanischen Bank sind bereits denkbar. Im Festgeld-Bereich existieren sogar noch höhere Zinsen. Nicht schlecht, oder?

Aber auch bei unseren heißgeliebten Dividendenaktien ist ein Leitzins von 4,25 % eine gute Nachricht für Einkommensinvestoren. Zumindest, wenn wir uns noch auf der Käuferseite aufhalten.

Dividende & Co.: Leitzins von 4,25 % nicht unbedingt verkehrt!

Natürlich gilt für uns als Einkommensinvestoren: Der Leitzins besitzt eine Korrelation mit den Renditen unserer Dividendenaktien. Erneut gilt, dass sich viele Investoren wohl überlegen werden, ob selbst 4 % Dividendenrendite attraktiv sind, wenn sie ein Risiko haben. Beziehungsweise, wenn sie der Volatilität des Marktes ausgesetzt sind und einen Großteil der Gesamtrendite ausmachen. Vor allem, wenn wir mit maximaler Sicherheit spielend einfach 3,5 % oder mehr auf unsere Investitionen erhalten können.

Was folgt also hieraus? Ganz genau: Die Aktienkurse von beliebten Dividendenaktien brechen teilweise ein. Insbesondere im REIT-Segment konnten wir das zuletzt beobachten. Real Estate Investment Trusts liefern schließlich eine starke Dividende, bei vielen namhaften Vertretern handelt es sich hierbei jedoch um den Großteil der Rendite.

Wenn die Leitzinsen weiter steigen, so wirkt das entsprechend zunächst wie eine schlechte Nachricht für Einkommensinvestoren. Die Aktienkurse brechen ein, unsere Gesamtrendite im Portfolio sinkt. Zwar erhalten wir (oft!) eine weiterhin starke Dividende, aber können mit der Performance keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Zeit für einen Wechsel auf die Käuferseite!

Der springende Punkt ist jedoch: Der Leitzins ermöglicht es uns jetzt, viele Aktien mit einem attraktiven Discount zu kaufen. Deshalb ist ein Leitzins von jetzt 4,25 % im Euroraum eigentlich gar nicht verkehrt. Er ermöglicht uns die einmalige Chance, dass wir Qualität, für die wir vor einigen Jahren noch einen bedeutend höheren Preis bezahlt haben, nun bedeutend günstiger kaufen können. REITs wie Realty Income besitzen derzeit ca. 5 % Dividendenrendite, vor einigen Jahren sind es noch knapp 4 % und teilweise lediglich 3,6 % gewesen. Selbst W. P. Carey hat zwischenzeitig die Marke von 6 % geknackt Beide Real Estate Investment Trusts überzeugen jedoch noch immer mit einer starken und zuverlässigen Dividende.

Na klar: Unser Portfolio leidet im Moment vielleicht ein bisschen. Die Performance ist nicht mehr ganz so gut wie früher. Aber wenn ich als Buy-and-Hold-Investor darüber nachdenke, was für mich auf zehn Jahre wahrscheinlich ist, dann könnten es zwischenzeitig auch wieder niedrigere Zinsen sein. Dann dürften sich unsere Dividendenaktien auch wieder vom Aktienkurs erholen (wenn die Geschäftsmodelle intakt bleiben). Nur, dass wir jetzt mit einem Leitzins von 4,25 % im Euroraum und einem sogar noch höheren Wert in den USA die einmalige Chance haben, Qualität zu einem günstigeren Preis zu kaufen. Genau das ist der Grund, warum ich hier zunächst von positiven News für Einkommensinvestoren spreche.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income und W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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