10,3 %! Ist diese Kennzahl der Coca-Cola-Aktie nicht zu wenig für Warren Buffett?

Zwei Getränkedosen von Coca-Cola und zwei Limonadengläser auf einem Tisch
Foto: Pixabay via Pexels

10,3 % bei der Coca-Cola-Aktie (WKN: 850663): Nein, das ist selbstverständlich nicht die Dividendenrendite. Aber es ist eine Kennzahl, die für Warren Buffett überaus entscheidend ist.

Sie wirkt hoch? Ja, vielleicht. Allerdings könnte es zu wenig für den Starinvestor sein. Wir benötigen zunächst den Kontext, ehe wir eine solide Einschätzung vornehmen können.

Coca-Cola: Das sind die 10,3 %

Die 10,3 % der Coca-Cola-Aktie ist die Gesamtkapitalrendite. Ich habe dabei das 2022er Gesamtergebnis nach Steuern in Höhe von 9.542 Mio. US-Dollar genommen. Und diesen Wert in ein Verhältnis zur Gesamtbilanzsumme des Konzerns gesetzt. Dieser Wert belief sich per Ende des vergangenen Geschäftsjahres auf 92.763 Mio. US-Dollar. Du kannst es gerne noch einmal nachrechnen: Aber mit 10,28 % kommen wir den runden 10,3 % vergleichsweise nahe.

Der Hintergrund dieser Zahl ist vergleichsweise einfach erklärt: Warren Buffett und Charlie Munger schauen in der Regel gerne auf die Kapitalrenditen. Sie liefern einen Indikator dafür, wie profitabel ein Geschäftsmodell sein kann. Charlie Munger erklärte einst sogar, dass es sich für ihn bei der Kapitalrendite um eine der wichtigsten Kennzahlen handele. Es sei der langfristige Indikator dafür, wie effektiv ein Management Geld auch im Sinne der Aktionäre einsetzen kann. Mittel- bis langfristig würde sich die Rendite einer Investition stets an der Kapitalrendite orientieren, so Munger sinngemäß.

Aber was heißt das im Fall der Coca-Cola-Aktie? 10,3 % erscheinen vergleichsweise gering. Warren Buffett ist bekannt dafür, dass er eigentlich lieber in profitablere Geschäftsmodelle investiert. Die Gesamtkapitalrendite erscheint entsprechend gering. Ist Coca-Cola daher keine perfekte Aktie mehr für den Starinvestor?

Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass sich das Blatt möglicherweise wieder leicht bessert. Im Geschäftsjahr 2018 lag das Nettoergebnis beispielsweise noch bei 6.434 Mio. US-Dollar. Die Bilanzsumme hingegen bei 83.216 Mio. US-Dollar. Mit einem Wert von damals 7,73 % hat Coca-Cola damals deutlich geringere Kapitalrenditen geliefert.

Meine Antwort: Auf dem Weg der Besserung

Für mich handelt es sich bei der Kapitalrendite von Coca-Cola um einen interessanten Indikator. Natürlich: Warren Buffett hat er frühzeitig investiert. Seine persönliche Investition in die Anteilsscheine des US-Getränkekonzerns wirft mittlerweile bedeutend höhere Renditen ab. Trotzdem zeigt die Vergangenheit, dass dieser Indikator nicht perfekt für den Konzern ist. Möglicherweise finden wir hier auch einen Indikator dafür, warum die Aktie nicht so solide Gesamtperformances in der Vergangenheit erzielte.

Coca-Cola ist derzeit aber dabei, sich zu bessern. Unter anderem mithilfe von Devestitionen bei den Abfüllern soll das Margenprofil wieder steigen. Möglicherweise befindet sich der Konzern daher auf dem Weg der Besserung und in eine profitablere Richtung. Sollte der Getränkekonzern jedenfalls in Zukunft wieder Gesamtkapitalrenditen von deutlich über 10 % generieren, könnte die Aktie überaus interessant sein. Für Buffett und Charlie Munger sollten sich die langfristig-orientierten Renditen schließlich dieser Kennzahl nähern.

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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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