3 Börsenfehler, die ich 2024 meide

Ein Mann fasst sich entsetzt an die Stirn
Foto: Alireza Gharibeh via Pexels

Börsenfehler können passieren. Die falsche Aktie gekauft, eine nicht aufgegangene Investitionsthese. Oder auch einen zu teuren Preis bezahlt: All das wird jedem Investor irgendwann wohl mal passieren. Wichtig sind meiner Meinung nach nur zwei Dinge: Erstens, dass man nicht den gleichen Fehler wieder macht und etwas daraus lernt.

Sowie zweitens, dass man Börsenfehler, die auf der Hand liegen, nicht unbedingt ausprobiert. In diesem Sinne teile ich heute drei potenzielle Fehlerquellen mit dir, auf die wir wohl beide besser verzichten.

Börsenfehler: Nach Hypes schauen

Der erste Börsenfehler, den ich definitiv meide, ist das Betrachten von Hypes. Im letzten Jahr sind sehr viele KI-Aktien gestiegen. Womöglich geht die Tendenz weiter. Ich könnte mir vorstellen, dass Kryptowährungen wie der Bitcoin ebenfalls weiter klettern. Neuigkeiten rund um eine ETF-Adaption und auch das Halving stehen im Jahr 2024 bevor.

Ich sage nicht, dass es verkehrt ist, KI-Aktien zu kaufen. Bei Kryptowährungen fehlt mir, ehrlich gesagt, die Expertise. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist: Kaufe nichts, weil du ein Momentum erwartest. Investiere lediglich dein Geld, wenn du von einem Unternehmen, einer Aktie oder einem Asset im Allgemeinen langfristig-orientiert überzeugt bist. Ansonsten läufst du Gefahr, dass deine Investitionsthese beim ausbleibenden Momentum scheitert.

Der Börsenfehler ist daher nicht, nach relevanten Märkten zu schauen. Nein, sondern sich in einem relevanten Markt, einer Aktie oder einem Asset zu engagieren, weil man mit einem steigenden Kurs rechnet. Die Überzeugung sollte aus den inneren Werten herrühren. Nicht aus der Überzeugung heraus, dass es einen steigenden Aktienkurs gibt.

Investiere nicht für den Zins

Ein zweites heißes Thema könnte im Börsenjahr 2024 die Zinsentwicklung sein. Möglicherweise sinken die Leitzinsen vieler Zentralbanken wieder. Speziell bei der US-amerikanischen Fed und der europäischen EZB scheint der Markt davon auszugehen. Nur um das klar zu stellen: Auch hier gebe ich keine klare Richtung vor.

Allerdings glaube ich, dass es hier einen möglichen Börsenfehler gibt. Wir sollten als Investoren nicht schauen, welche Aktien von steigenden oder sinkenden Zinsen profitieren können. Ja, auch gewiss keine Aktie verkaufen, nur weil sich die Zinsen in die eine oder andere Richtung bewegen. Wir sollten lediglich dann kaufen, wenn wir von dem Unternehmen überzeugt sind.

Die Zinsen werden machen, was andere schlaue Köpfe mit Blick auf die Gesamtwirtschaft entscheiden. Es ist für mich ein Börsenfehler, das nutzen zu wollen. Ja, sogar es prognostizieren zu wollen. Wer hingegen auf Qualität und ein gutes Unternehmen zu einem fairen Preis achtet, der könnte womöglich von den Zinsen profitieren. Aber wichtiger ist, dass wir unabhängig von solchen externen Faktoren eine Aktie kaufen. Oder eben nicht.

Börsenfehler: Zu sehr in 2024 denken

Zu guter Letzt ist der dritte und letzte Fehler für mich, dass wir als Investoren zu sehr im Jahr 2024 bleiben. Unser Ansatz sollte auf vielen Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten basieren. Natürlich gibt es Themen und Trends, die wir berücksichtigen können. Ja, vielleicht sogar müssen. Aber all das ist eine kurzfristige Perspektive.

Im Endeffekt geht es primär vor allem um eines: Dass wir eine unternehmensorientierte und langfristige Perspektive bewahren. Sowie auch, dass wir Aktien zu einem fairen Preis kaufen. Wer das berücksichtigt, der wird solche Fehler vermeiden und im Jahr 2024 eine ganze Menge richtig machen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien oder Kryptowährungen. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien oder Kryptowährungen.



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