Alphabet läutet die Gemini-Ära ein, Google bleibt die Geldmaschine

Auf einem Samsung-Tablet ist die Internet-Suchmaschine Google geöffnet
Foto: PhotoMIX Company via Pexels

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Alphabet meint es mit seinen KI-Initiativen ernst: Google DeepMind, die KI-Abteilung des Tech-Giganten, veröffentlichte vor wenigen Monaten Gemini, das am meisten ausgereifteste KI-Modell, welches je von Google geschaffen wurde. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Sprachmodell, wie man es bei vielen anderen KI-Modellen auffindet. Gemini kombiniert verschiedene Modelle auf einer Plattform, wie zum Beispiel Code, Audio, Bilder und Videos. Ziel ist es, eine künstliche Intelligenz zu erschaffen, die durch verschiedene „Sinne“ dem Menschen am ähnlichsten kommt. 

DeepMind stellte Gemini der Benchmark MMLU (Massive Multitask Language Understanding) gegenüber und erzielte dabei beeindruckende Ergebnisse. In den Tests schloss Gemini in einzelnen Wissensgebieten auf dem Niveau von Fachexperten des jeweiligen Gebiets bzw. sogar besser ab. Gemini wurde beispielsweise auch mit GPT4 verglichen und erzielte im Vergleich ebenfalls bessere Ergebnisse als das konkurrierende KI-Modell. Dieses kombinierte Modell bietet sich für viele unterschiedliche Anwendungsfälle an und könnte abermals eine neue Ära im Zeitalter der künstlichen Intelligenz einläuten.

Gemini wurde bereits in experimenteller Phase in Bard implementiert und kann dort kostenlos ausprobiert werden. Voraussetzung dafür ist ein Google-Konto. Wir haben ein paar Tests durchgeführt und waren durchaus positiv überrascht. Das Modell versteht und verarbeitet komplexere Befehle, allerdings nicht immer, wie man sich das als Anwender wünscht. Sicherlich ist das auf die frühe Phase dieses Multi-Modells zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass sich das im Laufe der nächsten Monate deutlich verbessern dürfte, während die KI stetig mehr von uns Menschen lernt. 

Alphabet steigert Gewinn derzeit stärker als Umsatz

Die Investitionen und Innovationen von Alphabet im Bereich künstlicher Intelligenz führen an anderer Stelle jedoch schon zu positiven Ergebnissen. Damit meinen wir den jüngsten Quartalsbericht, den das Unternehmen vor Kurzem vorstellte. Besonders die Geschäftssegmente Suche, YouTube und Cloud profitieren gegenwärtig von Alphabets KI-Initiativen. Blicken wir etwas konkreter auf das frische Zahlenwerk:

Beim Umsatz erzielte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 13 % auf 86,31 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz im Bereich Google-Suche stieg im Vergleichszeitraum um 12,71 % auf 48 Mrd. US-Dollar. Noch besser entwickelte sich YouTube mit einem Umsatzplus von 15,53 % auf 9,2 Mrd. US-Dollar. Hinzu kam ein Plus von 22,71 % auf 10,8 Mrd. US-Dollar bei Abonnements, Plattform und Geräten (früher „andere Umsätze“). Google Cloud entwickelte sich mit einem um 25,66 % höheren Umsatz auf 9,2 Mrd. US-Dollar sehr positiv. Die Wachstumsrate lag im Cloud-Segment nämlich rund 3 Prozentpunkte höher als im Vorquartal und bremste somit den abflachenden Trend etwas ab.

Neben dem anhaltenden Wachstum freut uns der positive Trend bei der Profitabilität. Google-Services (Google Suche, YouTube, Google Network und sonstige Umsätze) erzielte ein operatives Ergebnis in Höhe von 26,73 Mrd. US-Dollar, was einem Zuwachs von 32,18 % entspricht. Der Umsatz in diesem Berichtssegment erhöhte sich jedoch „nur“ um 12,49 % auf 76,31 Mrd. US-Dollar. Das bedeutet, dass Alphabet seine Profitabilität gegenwärtig stärker als den Umsatz steigern kann – eine sehr erfreuliche Tatsache. Außerdem erwirtschaftete Google Cloud mit einem Wert von 864 Mio. US-Dollar auch ein positives operatives Ergebnis. 

Mit den operativen Entwicklungen bei Alphabet sind wir sehr zufrieden. Neben Wachstum schafft es das Management, die Profitabilität zu mehren. Wir glauben, dass Alphabet auch in Zukunft noch solide weiter wachsen und seine Gewinne expandieren kann. Auf dem aktuellen Kursniveau halten wir die Aktie auf Grundlage der jüngsten Ergebnisse und unseren Zukunftserwartungen für fair bewertet.

Was macht Alphabet?

Alphabet ist eine Sammlung von Unternehmen – das bekannteste davon ist Google. Die Alphabet-Gruppe ist in drei Segmente unterteilt:

  • Google Services umfasst die Google-Suche, YouTube und die Partnernetzwerke. Dieses Segment erwirtschaftet nach wie vor fast 100 % der operativen Erträge.
  • Google Cloud ist das zweite Segment und wird langsam profitabel.
  • Das Segment “Other Bets” umfasst Zukunftsinvestitionen wie Waymo, Access/Fiber und Calico, die noch Geld verbrennen.

Wo liegen die größten Chancen?

Die größte Chance bei einem Investment in Alphabet besteht darin, langfristig an der Steigerung des Nettogewinns und dem freien Cashflow zu partizipieren. Das Geschäftsmodell von Alphabet fußt auf drei sehr soliden Säulen (Search, YouTube und Cloud) und garantiert bei disziplinierter Kostenkontrolle attraktive Cashflows. Zudem verfügt Alphabet über schwer einschätzbares, aber hohes Potenzial mit anderen Projekten wie Waymo oder DeepMind.

Wo liegen die größten Risiken?

Kartellrechtliche Klagen oder regulatorische Einschränkungen könnten ein ernstzunehmendes Risiko darstellen.


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