Preiswerte Aktien gesucht? Verwechsle hier auf gar keinen Fall billig mit günstig!

Illustration von Euromünzen in einem digitalen Setting
Bild: geralt via Pixabay

Ich finde, dass man es als Investor nicht unbedingt ganz so leicht hat. Schließlich ist man ja irgendwie immer auf der Suche danach, einen tollen Einstiegszeitpunkt bei einer Aktie zu finden. Doch gerade an dieser Stelle spielt nicht selten die Psychologie eine relativ große Rolle. Dies hat unter anderem mit dem Effekt zu tun, dass uns nun einmal optisch billige Aktien automatisch auch günstig erscheinen.

So einfach ist das an der Börse aber leider nicht. Und zumindest erfahrene Anleger wissen dies, weil sie meistens selbst in ihrer Börsenkarriere schon in diese Falle getappt sind. Auch ich mache da selbstredend keine Ausnahme. Machen wir uns also im heutigen Artikel auf den Weg und versuchen hier mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

🙌 Was ist dir unsere Arbeit wert?

Wir bei Aktienwelt360 denken, dass gutes Investieren mit guten Informationen beginnt. Das treibt uns an, täglich neue kostenlose Artikel für dich zu veröffentlichen, die tiefer gehen als die Berichte der anderen Aktienportale dort draußen.

Leider hat gute Recherche ihren Preis. Um weiter unabhängig bleiben zu können, wenden wir uns heute an dich: Sag uns, was dir unsere Artikel wert sind! Über den folgenden Link kannst du kinderleicht einen Beitrag leisten, der uns hilft, dich weiter mit hochwertigen Inhalten zu versorgen.

TRINKGELD GEBEN

Warum an der Börse billig nicht immer auch günstig bedeutet

Wenn man eine Aktie entdeckt, die beispielsweise bei nur 10 Euro notiert, dann kommt einem nicht selten der folgende Gedanke. Nämlich, dass man sich mit einem Einsatz von lediglich 1.000 Euro bereits 100 Stück dieses Titels in sein Depot holen kann. Und eine hohe Anzahl eines Wertes vermittelt ja auch irgendwie den Eindruck, etwas mehr an einem Unternehmen beteiligt zu sein als andersherum.

Dabei könnte es aber völlig unerheblich sein, ob man nun 100 Aktien für 10 Euro oder nur 10 Aktien für 100 Euro das Stück erworben hat. Hier sollte man zur Vergleichbarkeit als allererstes auf die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien schauen. Hat die Firma der ersten Variante 10 Mrd. Stücke herausgegeben, aber das Unternehmen der zweiten Variante nur 1 Mrd. Aktien am Markt platziert, dann ist das Ergebnis an dieser Stelle gleich. Was ganz einfach bedeutet, dass man an beiden Aktiengesellschaften in der gleichen Gewichtung beteiligt wäre.

Aber es gibt sicherlich auch noch den fundamentalen Aspekt. Denn es kann ja durchaus sein, dass eine Aktie mit einem Kurs von 10 Euro billig erscheint. Man aber zu einem völlig anderen Schluss kommt, wenn man sich zum Beispiel das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) dieses Titels einmal anschaut. Es könnte ja eventuell der Fall sein, dass die dahinterstehende Firma mit gewissen Problemen zu kämpfen hat und kaum noch Gewinn erwirtschaftet. Was das KGV auch bei dieser recht niedrigen Notierung vielleicht hat in die Höhe schnellen lassen. Und diese Aktie damit zwar optisch billig, aber auf keinen Fall gleichzeitig auch günstig macht.

Ein Umdenken kann helfen

Ich hatte ja schon erwähnt, dass auch ich schon diesem Trugschluss der billigen und gleichzeitig günstigen Aktien zum Opfer gefallen bin. Und zwar nicht nur einmal. Gerade am Anfang meiner Investorenlaufbahn sind mir nicht nur in diese Richtung so einige Fehler passiert. Allerdings war dies rückblickend keinesfalls umsonst. Denn dadurch war ich im Gegenzug in der Lage jede Menge Erfahrung zu sammeln.

Was bei mir zu einem Umdenken in Sachen Aktienkauf geführt hat. Heute schaue ich deshalb nicht mehr als Erstes auf den Aktienkurs, sondern konzentriere mich vor allem darauf, herauszufinden, ob ein Wert aus fundamentaler Sicht einen günstigen Eindruck macht. Und hierbei ist es ja wie wir wissen relativ unerheblich, ob die entsprechende Aktie bei 10, 100 oder 1.000 Euro notiert. In allen drei Fällen kann sie sowohl günstig als auch sehr hoch bewertet sein.

Ich würde mich also von einem augenscheinlich vielleicht etwas zu hohen Kurs bei einer Aktie nicht abschrecken lassen. Vielmehr sollte man das dahinterstehende Unternehmen aus fundamental unter die Lupe nehmen. Auch den Chart könnte man sich natürlich einmal näher betrachten. Denn es könnte ja sein, dass eine einzelne Branche von den Marktteilnehmern gerade nicht beachtet wird. Oder ein bestimmter Bereich bedingt durch Medienberichte einknickt. In diesem Fall könnte nämlich auch eine Aktie, die von 700 Euro auf nur noch 500 Euro im Kurs „abgestürzt“ ist, aufgrund der Gesamtsituation ein günstiges Schnäppchen darstellen.

15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen

Hohe Inflation, drohende Rezession, wackelnde Banken: Die Liste der Bedrohungen für den Aktienmarkt ist lang. In unsicheren Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, Aktien finanziell gesunder Unternehmen zu halten.

Das nötige Grundwissen und das passende Handwerkszeug erhältst du in unserem exklusiven und kostenlosen Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.



Das könnte dich auch interessieren ...