Gemischte Aussichten bei der Top-Aktie Electronic Arts
Electronic Arts (WKN: 878372) hat vor Kurzem seine Zahlen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Besonders auffällig: Während manche Spiele weiterhin stark performen, gibt es bei anderen klare Gegenwinde.
Zwei Franchises laufen bei EA derzeit richtig rund: das American-Football-Franchise rund um Madden NFL und College Football, sowie EA SPORTS FC, der Nachfolger von FIFA. Zusammen bringen die Football-Spiele mittlerweile über eine Milliarde US-Dollar an Nettobuchungen im Jahr ein – ein klares Zeichen dafür, wie groß die Fangemeinde und die Zahlungsbereitschaft inzwischen sind.
Auch EA SPORTS FC hat sich im letzten Quartal stark entwickelt. EA selbst führt das auf Gameplay-Updates im Januar zurück. Diese Neuerungen haben die Spieler offenbar so begeistert, dass die Einnahmen durch In-Game-Käufe zweistellig zugelegt haben.
Ganz anders sieht es bei Apex Legends aus. Zwar ist das Battle-Royale-Spiel immer noch ein wichtiger Titel für EA, doch der Druck im Markt nimmt zu. In der Analystenkonferenz sprach CEO Andrew Wilson davon, dass man im kommenden Geschäftsjahr mit einem Rückgang der Nettobuchungen von rund fünf Prozent rechnet. Hauptgründe sind der starke Wettbewerb und eine bewusst vorsichtige Strategie, die auf nachhaltige Entwicklung statt auf kurzfristiges Wachstum setzt.
Trotzdem: Apex Legends ist noch lange nicht abgeschrieben. Die weltweite Turnierserie ALGS zog zuletzt über 540.000 Zuschauer an – ein neuer Rekord. Für das Esports-Event 2025 in Saudi-Arabien winkt ein Preisgeld von zwei Millionen US-Dollar. Das Spiel bleibt also ein zentraler Baustein in EAs E-Sport-Portfolio, auch wenn das Umsatzwachstum aktuell nicht mithält.
Die Formel-1-Spiele von Codemasters, die unter dem EA-Banner laufen, entwickeln sich solide. Konkrete Zahlen gab es im Bericht zwar keine, doch F1 Esports hat weiterhin eine stabile Fanbasis. Der neue Teil, F1 25, kommt noch im Mai auf den Markt – rechtzeitig zum Start der nächsten virtuellen Saison.
Allerdings gibt es hier einen Unsicherheitsfaktor: Die aktuelle Lizenzvereinbarung zwischen EA und der Formel 1 läuft Ende 2025 aus. Ob es danach weitergeht, hängt davon ab, ob bestimmte (nicht öffentlich bekannte) Leistungsziele erreicht werden. Ohne neue Vereinbarung müsste EA die Rechte zur Entwicklung offizieller F1-Spiele verlieren.
Im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 hat EA mit 7,37 Mrd. US-Dollar bei den Nettobuchungen leicht besser abgeschnitten als erwartet. Für das nächste Jahr erwartet das Unternehmen allerdings einen leichten Rückgang – unter anderem wegen der Schwäche bei Apex Legends und älteren Katalogtiteln.
Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer: Neben dem erwarteten Launch eines neuen Battlefield-Titels im Laufe des Geschäftsjahres 2026 sollen die erfolgreichen Sportspiele wie Madden NFL und EA SPORTS FC weiter ausgebaut werden. Auch der Fokus auf Live-Services und stärkere Spielerbindung bleibt zentral für die Strategie von EA.
Die Gefühle im Hinblick auf die EA-Aktie bleiben gemischt. Die Sporttitel liefern verlässlich ab, der E-Sport-Bereich bleibt ein strategisches Wachstumsfeld. Aber nicht jeder Titel im Portfolio des Spieleentwicklers ist auf nachhaltigem Wachstumskurs.
Wir werden weiterhin beobachten, wie sich die einzelnen Titel entwickeln und ob das Management seine strategischen Wachstumsziele in die Tat umgesetzt bekommt.
Was das Unternehmen macht
Das EA-Portfolio umfasst Marken, die das Unternehmen entweder vollständig besitzt (wie Apex Legends, Battlefield und The Sims) oder von anderen lizenziert hat (wie Madden NFL, Star Wars. FIFA).
Electronic Arts ist bestrebt, globale Online-Communities rund um seine Hauptmarken aufzubauen und wiederkehrende Einnahmen aus seinen jährlich erscheinenden Sportspielen zu generieren.
Wo liegen die größten Chancen?
EA monetarisiert viele seiner Spiele bereits maximal. Das Unternehmen muss meiner Meinung nach wieder den Fokus auf die Entwicklung legen und ein neues Spiel kreieren, das die Gaming-Community begeistert und neue Kunden anlockt (ein neuer Triple-A-Titel). Wenn EA das schafft, kann es diesen Titel dann sicherlich in gewohnter Manier monetarisieren und somit die Umsätze steigern.
Wo liegen die größten Risiken?
Die mangelnde Innovationskraft der Titel stellt ein Risiko dar. Einige Spieleserien werden immer wieder recycelt. Das kann die Spieler auf Dauer langweilen.
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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Electronic Arts.
