3 Gründe, warum ich mir die größte Dividende entgehen lasse!

Zwei Lindt-Goldhasen, in der typischen goldenen Verpackung mit Glöckchen
Foto: Alexa via Pixabay

Die größte Dividende zahlt die Aktie von Lindt & Sprüngli (WKN: 859568). Wobei Größe natürlich relativ ist. Ich beziehe mich heute auf die Dividende je Aktie und der schweizerische Hersteller der bekannten Schokolade kann mit 1.500 Schweizer Franken wirklich in einer besonderen Größenordnung aufwarten.

Doch lasse ich mir diese Dividende jedes Jahr entgehen. Warum? Ich habe drei Gründe. Gerne teile ich sie mit dir.

Die größte Dividende: Ich müsste ein Vermögen investieren!

Wenn ich mir die größte Dividende sichern wollte, müsste ich wirklich ein Vermögen investieren. Die Aktie von Lindt & Sprüngli notiert derzeit auf einem Kursniveau von 132.400 Schweizer Franken. Das sind fast 140.000 Euro! Selbst wenn ich mir die Aktie kaufen könnte: Sie passt einfach nicht in mein Depot.

Ich müsste bei einem Kauf die Aktie von Lindt & Sprüngli klar priorisieren. Selbst wenn ich die günstigere B-Aktie kaufen würde (dann hätte ich aber nicht mehr die größte Dividende) würde mich das ca. 14.000 Euro kosten. Das heißt: Auf einen Schlag wären die schweizerischen Chocolatiers zu einem großen Anteil in meinem Depot vertreten. Auch mein Dividendeneinkommen würde signifikant von dieser Position abhängen. Das ist ein Wagnis, das ich derzeit nicht eingehe.

Keine Frage: Neben der größten Dividende konnte Lindt & Sprüngli mit einer enormen Wertsteigerung aufwarten. Noch um das Jahr 2010 herum pendelte die Aktie um die Marke von 25.000 Euro. Heute sind die Anteilsscheine aber aufgrund ihrer Größe kaum für mich investierbar. Die Allokation wage ich nicht. Denn ich strebe auch eine größere Diversifikation an.

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Eine eher geringe Dividendenrendite

Die Aktie von Lindt & Sprüngli besitzt außerdem eine eher geringe Dividendenrendite. Wenn wir die Dividende von 1.500 Schweizer Franken mit dem aktuellen Kurs in ein Verhältnis setzen, erhalten wir eine Dividendenrendite von etwas  mehr als 1 %. Das ist ebenfalls wenig.

Keine Frage: Es ist nicht verkehrt, in Aktien mit einer geringeren Dividendenrendite zu investieren. Vor allem dann nicht, wenn es ein solides Dividendenwachstum gibt. Damit konnte Lindt & Sprüngli definitiv aufwarten, denn die Ausschüttungssumme je Aktie hat sich in den letzten 15 Jahren fast vervierfacht. Aber die Kombination aus einem hohen Einsatz, einer niedrigen Dividendenrendite und einem eher moderaten Dividendenwachstum ist mir zu wenig. Vor allem vor diesem Hintergrund verzichte ich auf die größte Dividende der Welt. Zumal das Ausschüttungsverhältnis mit ca. 50 % auch nicht gerade moderat ist.

Die größte Dividende der Welt: Ein starkes Geschäftsmodell mit gewissen Risiken

Zu guter Letzt kaufe ich mir die dickste Dividende der Welt nicht, weil ich für den Preis und den hohen Einsatz nicht mehr ganz vom operativen Geschäft überzeugt bin. Keine Frage: Ich bin gerne Kunde von Lindt und liebe die Schokolade. Aber ich sehe auch die Tendenz zu preissensibleren Verbrauchern rund um den Planeten.

Aktien wie PepsiCo, General Mills und weitere Lebensmittel- und Getränke-Namen haben in den letzten Wochen und Monaten massiv an Wert eingebüßt. Einfach, weil die Verbraucher etwas selektiver ihre Waren auswählen. Das mag Lindt & Sprüngli noch nicht so stark tangiert haben. Aber es besteht für mich das Risiko, dass auch diese Tendenz das Wachstum hemmt. Zumal Lindt-Schokolade schon jetzt nicht preiswert ist.

Alles in allem kann ich daher sagen: Die größte Dividende der Welt ist faszinierend. Aber sie ist nicht für mein Depot geeignet. Vor allem, da die Aktie in jeder Hinsicht sehr groß dimensioniert ist.

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Vincent besitzt Aktien von General Mills und PepsiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PepsiCo.



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